• 24.11.2008, 12:58:17
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GPA-djp will den Beschäftigten Bedeutung von Kollektivverträgen näher bringen

Bundesweite Aktionswoche unter dem Motto "Nur mit uns gibt’s ein Stück vom Kuchen"

Wien (GPA-djp/ÖGB) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) informiert in der Woche vom
24. bis 28. November unter dem Motto "Nur mit uns gibt’s ein Stück
vom Kuchen" in etwa 250 Betrieben, in 15 Einkaufszentren und an
öffentlichen Orten in ganz Österreich die Beschäftigten über die
Bedeutung der Lohn- und Gehaltspolitik. "Gerade die jüngsten
krisenhaften Entwicklungen in der Weltwirtschaft werden die
Bedeutung kollektiver Regelungen für die Lohn- und Gehaltsentwicklung
noch wichtiger machen", zeigt sich der Vorsitzende der GPA-djp,
Wolfgang Katzian, überzeugt.++++

Die GPA-djp verhandelt über 160 Kollektivverträge in fast allen
Branchen der österreichischen Privatwirtschaft nicht nur im Herbst,
sondern das ganze Jahr über. Konkret schließt die GPA-djp Lohn- und
Gehaltserhöhungen für fast 1,3 Mio. ArbeitnehmerInnen ab. Im
vergangenen Jahr wurde durch kollektivvertragliche Erhöhungen eine
Summe von etwa 1,2 Milliarden Euro bewegt. Im Zusammenhang mit der
Aktionswoche wurde vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES)
unter Österreichs Angestellten das Wissen um den Stellenwert der
Lohn- und Gehaltspolitik abgefragt.

Die Ergebnisse der Befragung ergeben, dass für einfache und
qualifizierte Angestellte der Kollektivvertrag nach wie vor eine
unverzichtbare Gehaltsbasis darstellt. Allerdings glauben auch 58
Prozent der Befragten, dass die jährliche Gehaltserhöhung auf einer
"gesetzlichen Regelung" beruht und nur 22 Prozent, dass sie auf
Verhandlungen zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften
beruhen. Die Ergebnisse der Befragung zeigen eine deutliche Tendenz
zur Individualisierung und "Verbetrieblichung" der
Gehaltsentwicklung. "Besser gestellte" GehaltsempfängerInnen haben
bezüglich der Gehaltsentwicklung mehr Informationsvorsprung und
Entscheidungsautonomie. Insgesamt zeigen sich die Angestellten mit
ihrer Gehaltsentwicklung zufrieden.

"Dass mehr als die Hälfte der Befragten glauben, einen
gesetzlichen Anspruch auf eine regelmäßige Gehaltserhöhung zu haben,
kann als Indiz dafür gewertet werden, dass die langjährige
erfolgreiche sozialpartnerschaftliche Verhandlungstradition für
viele fast wie eine gesetzliche Automatik wirkt. Dieses Ergebnis
muss aber für die Gewerkschaft ein Auftrag sein, künftig in noch
höherem Ausmaß die Beschäftigten auf die gewerkschaftliche
Basisleistung des Kollektivvertrages und die darin verankerten Lohn-
und Gehaltserhöhungen hinzuweisen", so der stv. Bundesgeschäftsführer
der GPA-djp, Karl Proyer.

ÖGB, 24. November 2008 Nr. 694

Rückfragehinweis:

GPA-djp
   Mag. Martin Panholzer
   Tel.:   05 0301-21511
   Mobil: 05 0301-61511
   E-Mail: [email protected]
   http://www.gpa-djp.at

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