- 24.11.2008, 10:19:27
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Erster Platz ex aequo für Autobahnprojekte Concrete Student Trophy 2008
Visionäre und reale Teamprojekte "Pitstop" und "Exit:Curve" siegten
Wien (OTS) - Zwei Studententeams, ein interdisziplinäres der TU
Graz und eines angehender Architekten der TU Wien, wurden von der
hochrangig besetzten Fachjury zu den Siegern der 3.Concrete Student
Trophy erklärt. "Die eingereichten Lösungen sind hervorragend,
wenngleich nicht alle technisch und wirtschaftlich sofort umsetzbar.
Daher haben wir die Auszeichnung nach den Kategorien Real und
Visionär vergeben," so Arch DI MArch Marlies Breuss, Vorsitzende der
Jury. Die prämierten Projekte der Kategorie "Realisierbar"
überzeugten durch innovative Gestaltung und Praxisnähe. "Ein Beleg
dafür, dass interdisziplinäre Kooperation zu kreativen und
innovativen Lösungen führt", bewertet der Geschäftsführer der
Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), DI Felix
Friembichler, das Wettbewerbsergebnis. Die Preisträger des mit
insgesamt 12.000 Euro dotierten Architektur- und
Konstruktionswettbewerbs für Studierende wurden am 18. November 2008
im Haus der Zementindustrie in Wien prämiert. Der erste Platz ging
jeweils an "Pitstop" und "Exit: Curve", der zweite Platz jeweils an
"Assuasive Transfer" und "Autochill".
Der Preis wird seit 2006 für herausragende Projekte und
Seminararbeiten vergeben, bei deren Gestaltung und Konstruktion dem
Werkstoff Beton eine wesentliche Rolle zukommt. Bewertet wurden die
eingereichten Arbeiten hinsichtlich Idee, technischer Innovation,
Gestaltungsqualität, Konstruktion, Funktionalität, Durchführbarkeit,
Anwendung des Werkstoffs Beton, Umweltaspekten und
Kosten-Nutzen-Relation.
Wettbewerbsthema 2008: Autobahnraststätte
Die Concrete Student Trophy 2008 ist von einer bisher
unerreichten Größenordnung gekennzeichnet. Ausgeschrieben war der
Entwurf einer Autobahnraststätte, einer Immobilie mit hohen und
speziellen Ansprüchen. Auf kleinster Fläche müssen alle
Servicefunktionen - wie Tankstelle, Shop, Gastronomie, Erholen und
Parken - abgedeckt werden. Die hohe Frequenz von Kurzaufenthalten,
führt zu extremen Belastungen der gesamten Anlage rund um die Uhr.
Für den Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen
Zementindustrie, DI Felix Friembichler, war dies denn auch "eine
besonders große Anforderung an die jungen Planer und Architekten."
Denn hier gehe es nicht nur um architektonische Gestaltung und
technische Konstruktion, sondern auch um eine umfassende und klar
strukturierte Planung von Verkehrsabläufen, technischen Einrichtungen
und menschengerechter Infrastruktur, so Friembichler. Wobei sich die
Herausforderung nicht nur auf die Statik, die Kostengünstigkeit und
die einfache Baudurchführung beschränkte, sondern auch die Nutzung
der Betonspeichermasse zur Klimatisierung des Bauvorhabens zu
berücksichtigen war. "Schließlich ist es mittlerweile auch in
modernen Büro- und Gewerbebauten möglich, Energiekennzahlen zu
erreichen, die den Vorgaben für Passivhäuser entsprechen", so
Friembichler.
Hohe Ansprüche an Kreativität und Konstruktion
Die Concrete Student Trophy 2008 stand ganz im Zeichen hoher
architektonischer Ansprüche und der Kreativität. Die eingereichten
Projekte sollten aber möglichst auch auf dem Prüfstand der sofortigen
Umsetzbarkeit bestehen können. Eine sehr schwierige Aufgabe für die
studierenden Teilnehmer. Dies erfordert aus technischer und
architektonischer Sicht spezielle Maßnahmen und Überlegungen,
beginnend bei der Barrierefreiheit der gesamten Anlage bis hin zu
einem praktisch selbst erklärenden funktionalen Design aller
Bauteile", erklärte Univ. Prof. Christoph Achammer von der TU Wien.
Achammer unterstützt die Durchführung der Concrete Student Trophy von
Anfang an, weil er "von der absoluten Notwendigkeit
interdisziplinärer Zusammenarbeit überzeugt" ist. Dazu verschaffe
interdisziplinäres Arbeiten der Welt der guten Architektur seit jeher
innovative und prägende Einflüsse, so Achammer weiter. Aus der
Qualität der eingereichten Objekte ergab sich dazu die Notwendigkeit,
zur Beurteilung die beiden Kategorien "Realisierbar" und "Visionär"
zu erstellen.
Kategorie "Realisierbarkeit"
1. Platz: "Pitstop" liefert klares Konzept mit realem
Umsetzungspotenzial
Den 1.Preis mit 5.000 Euro in der Kategorie "Realisierbar"
erhielten Gernot Siegl, Daniela Pliffer, Christian Sturmeir und
Michael Malderle, TU-Graz, für das "Projekt Pitstop". Es vermittelt
auf den ersten Blick eine klare, fast nüchterne Struktur. Besticht
durch ein klares statisches Konzept mit gut überlegten Bauphasen, die
zugleich Rücksicht auf die Anforderungen der Sicherheit und
Flüssigkeit des Verkehrs auf der Autobahn nimmt. Ein durchdachtes
Projekt, dessen technische und wirtschaftliche Umsetzung Chancen hat.
2. Preis: "Autochill" mit viel Funktionalität für Ruhe - und
Energiekonzept
Der 2. Preis in der Kategorie "Realisierbar" und dotiert mit 3.000
Euro, ging an das Team Christian Pichlkastner, Johann Schlattau,
Marion Winkler und Markus Kirchler, TU-Graz, mit dem Projekt
"Autochill". Die Idee zum Projektnamen lieferte das
Schallschutzkonzept - Vorraussetzung für die konzipierten Ruheräume.
Die Energieversorgung wird durch ein nachhaltiges Energiekonzept, das
erneuerbare Energieressourcen wie Erdwärmenutzung und Solarenergie
einschließt ergänzt. Ein realistisches und realisierbares Projekt,
das auf einem g umsetzbaren Konzept aus Betonfertigteilen beruht,
aber noch Optionen für innovative architektonische Komponenten offen
hat.
Kategorie "Visionäre Darstellung"
1. Preis: "Exit:Curve" Vogelknochen als Basis der Konstruktion
Sieger in der Kategorie "Visionär" ist das Team TU-Wien mit Lars
Oberwinter, Elias Rubin und Anna Lindner. Sie erhielten dafür 3.000
Euro. Ihr Projekt: "Exit: Curve": Der Konstruktion liegt das Merkmal
des strukturellen Aufbaus eines Vogelknochens zu Grunde. Der umgebene
Grünraum wird als Teil des Daches über die Autobahn gespannt. Die
Funktionalität des Gebäudes als Raststation ist auf zwei Ebenen
verteilt. Eine zukunftsweisende und innovative Konstruktion, die
allerdings einer sehr aufwendigen Herstellung bedarf.
2. Preis: "Assuasive Transfer" führt aus der Hektik hin zur Ruhe
Den 2. Preis in der Kategorie "Visionär" und 1.000 Euro konnte
Maximilian Mayrhofer, TU-Wien, entgegennehmen - für das Projekt
"Assuasive Transfer". Es zeichnet sich laut Jury durch seine
visionäre Architektur aus und schlägt eine Brücke zwischen der
hektischen Dynamik des Autobahnverkehrs und der Ruhe, die von der
Natur ausgeht. Das Projekt zeigt eine interessante Richtung auf, in
die sich die Architektur entwickeln könnte.
Die Juroren:
- Arch. DI MArch. Marlies Breuss, Holodeck architects (Vorsitzende)
- Bmst. Ing. Eduard Dusek, Strabag AG
- DI Felix Friembichler, Vereinigung der Österreichischen
Zementindustrie
- DI Dr. Wilhelm Andreas Reismann, iC consulenten ZT GesmbH,
Präsident des Verbandes der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe
(VZI)
- O.Univ.-Prof. DI Dr. Lutz Sparowitz, TU-Graz, Institut für Betonbau
Senatsrat DI Eduard Winter, MA 29 - Brückenbau und Grundbau
- DI Dr. Bernd Wolschner, SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG,
Präsident des Verbandes Österreichischer Beton- und
Fertigteilwerke (VÖB)
Bauwirtschaft fördert interdisziplinäres Arbeiten
Grundsätzlich sind für die Concrete Student Trophy ausschließlich
interdisziplinäre Arbeiten vorgesehen. Dieses Jahr machte die Jury
jedoch eine Ausnahme, denn es reichten auch Architektenteams Projekte
ein, deren Kreativität und Innovationskraft die Jury überzeugten.
Auch wenn diese Projekte nach heutigem Stand technisch und
wirtschaftlich noch nicht umsetzbar sind, stellen sie "für die
Bauwirtschaft eine spannende Aufgabe" dar, wie DI Heinz Gschnitzer
von der Porr GmbH anlässlich der Preisvergabe betonte. Der Wettbewerb
hat aber einmal mehr deutlich gezeigt, dass interdisziplinäres
Zusammenarbeiten von Architekten und Bautechnikern bereits von der
Startphase eines Projektes eher den Anspruch "Realisierbarkeit"
erfüllen kann. Getragen wurde der Wettbewerb Concrete Student Trophy
2008 durch ein Konsortium, bestehend aus der Alpine Mayreder Bau
GmbH, der Porr GesmbH und der Strabag AG, der Stadt Wien, MA 29 -
Brückenbau und Grundbau, dem Verband der Ziviltechniker- und
Ingenieurbetriebe (VZI), dem Verband Österreichischer Beton- und
Fertigteilwerke (VÖB) und der Vereinigung der Österreichischen
Zementindustrie (VÖZ), unter der fachlichen Begleitung der TU Wien
und der TU Graz. Weitere Infos unter www.zement.at
Rückfragehinweis:
und Fotoanforderung: Pressestelle der Österreichischen Zementindustrie, Andrea Baidinger andrea.baidinger bauen|wohnen|immobilien Kommunikationsberatung GmbH A-1060 Wien, Gumpendorfer Straße 83, e mail: [email protected] www.bauenwohnenimmobilien.at
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