• 24.11.2008, 08:35:13
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  • OTS0019 OTW0019

Euroframe: Prognose für den Euro-Raum für 2009 bis 2011

Wien (WIFO) - Im Jahr 2009 wird die Wirtschaftsleistung im
Euro-Raum um 0,4% schrumpfen, 2010 erwartet die
Konjunkturforschungsgruppe Euroframe eine Expansion um 0,5%. Erst im
Jahr 2011 wird die Wirtschaft wieder auf einen mäßigen Wachstumspfad
zurückkehren (+1,6%). Die Inflationsrate sinkt 2009 auf 1,7%, 2010
auf 1,4%. Auch in den USA, in Japan und Großbritannien wird 2009 ein
Rückgang der Wirtschaftsleistung erwartet.

Das sind die Ergebnisse des aktuellen Berichts der
Euroframe-Gruppe, der 10 renommierte europäische
Wirtschaftsforschungsinstitute angehören, darunter auch das WIFO1).
Neben einer Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis zum
Jahr 2011 enthält die Studie Ergebnisse der Modellsimulation einer
koordinierten expansiven Fiskalpolitik sowie einen Überblick über
Ursprung, Entwicklung und Folgen der Finanzkrise.

Wirtschaftsleistung schrumpft im Euro-Raum

- Das BIP wird im Euro-Raum im Jahr 2009 um 0,4% geringer sein als
im Vorjahr. Für 2010 wird ein Wachstum von 0,5% prognostiziert, für
2011 von 1,6%. Auch für die USA, für Japan und Großbritannien wird
2009 ein Rückgang prognostiziert.

- Die Inflationsrate wird im Durchschnitt des Euro-Raumes 2009 auf
1,7% sinken, 2010 auf 1,4%. Während in den USA im 2. Halbjahr 2009
ein Preisrückgang möglich ist, wird für den Euro-Raum im
Prognosezeitraum eine positive Inflationsrate erwartet. Im Gefolge
der Verlangsamung des Preisauftriebs im Euro-Raum dürfte die EZB
Leitzinssatz in den nächsten sechs Monaten auf 2% herabsetzen.

- Gemäß einer Modellsimulation hätte eine koordinierte expansive
Fiskalpolitik im Euro-Raum, in Großbritannien und den USA höhere
positive Effekte auf das Wirtschaftswachstum als individuelle
Maßnahmen in den einzelnen Ländern.

- Der Bericht analysiert mögliche langfristige Effekte der
Finanzkrise auf das Niveau der Wirtschaftleistung. Der Anstieg der
Risikoprämie erhöht demnach die Kapitalnutzungskosten und dämpft das
Niveau der Wirtschaftsleistung in den USA und in Großbritannien
langfristig um 1%. Für den Euro-Raum fällt der Effekt geringer aus.

1) CASE (Polen), CPB (Niederlande), DIW Berlin, ESRI (Irland),
ETLA (Finnland), IfW (Institut für Weltwirtschaft, Kiel), NIESR
(Großbritannien), OFCE (Frankreich), PROMETEIA (Italien) und WIFO.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden Studie:
Euroframe, Economic Assessment of the Euro Area. Autumn Report 2008,
November 2008, 35 Seiten, kostenloser Download:
http://www.wifo.ac.at/wwa/jsp/index.jsp?fid=23923&id=34439&typeid=8&d
isplay_mode=2, http://www.euroframe.org

Rückfragehinweis:
Mag. Sandra Steindl oder Dr. Ewald Walterskirchen
Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung - WIFO
Tel. +43 1 798 26 01-244 bzw. 257 * Fax. +43 1 798 93 86
mailto:[email protected], [email protected]

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