- 20.11.2008, 11:15:00
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"Kälte tut weh" - Caritas startet Gruft-Spendenkampagne
Landau: Spenden Sie Wärme für wohnungslose Menschen
Wien (OTS) - Kälteeinbruch. Diese Woche gab es den ersten Frost,
in Wien fielen die Temperaturen unter Null Grad. Für wohnungslose
Menschen beginnt jetzt die schwierigste und härteste Zeit des Jahres.
Für viele wird das Caritas-Betreuungszentrum Gruft zum wärmenden
Zufluchtsort. Essen, schlafen, duschen, Kleidung, einen Platz zum
Aufwärmen - all das finden sie hier. "Um den 24-Stunden-Betrieb der
Gruft aufrecht zu erhalten und um obdachlose Menschen mit Essen und
Kleidung versorgen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Es ist
beinahe unvorstellbar, dass viele Menschen in Österreich frieren. Und
doch ist das tägliche Realität", sagt Caritasdirektor Michael Landau.
Seit über 20 Jahren steht die Gruft Menschen in Not offen und ist
mittlerweile Wiens wohl bekannteste Einrichtung für Obdachlose.
Martina Pint, die Leiterin der Gruft berichtet: "Bis zu 120 Menschen
schlafen im Winter pro Nacht im Raum unter der Barnabitenkirche. Auch
Hunger ist in einer Stadt wie Wien und in Österreich nach wie vor ein
Thema - allein im Jahr 2007 wurden rund 80.000 Mahlzeiten in der
Gruft von uns ausgegeben." Landau erinnert: "Was können wir tun, wenn
uns die körperlich und seelisch gefühlte Kälte wohnungsloser Menschen
nicht kalt lässt? Erinnern wir uns daran, was zu Weihnachten
ursprünglich im Mittelpunkt stand: Weihnachten als Fest der Liebe.
Vielleicht wandeln Sie heuer daher einen Teil Ihres Geschenkbudgets
in eine Spende für einen Menschen in Not um."
Es gibt zunehmend mehr Frauen, Männer, Kinder, die sich am Rande
der Gesellschaft und in existenziellen Notlagen wieder finden.
Zusätzlich ist die allgemeine Verunsicherung durch die
wirtschaftspolitischen Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit zu
bemerken. Viele Menschen haben Angst. Um dieser beunruhigenden
Entwicklung gegenzusteuern, appelliert Caritasdirektor Michael Landau
an die zukünftige Bundesregierung: "Ein Maßnahmen-Paket, ein drittes
Konjunkturpaket, ist sofort erforderlich - nach jenem für die Banken
und dem für den Mittelstand, jetzt für die sozial Schwächsten. Eine
ausreichende Existenzsicherung muss im Regierungsprogramm Priorität
haben - sie macht unser Land nachhaltig armutsfester und stützt auch
die ärmsten KonsumentInnen. Angesichts der enormen Finanzvolumina,
die in der jüngsten Vergangenheit in Rede stehen, ist diese
bedarfsorientierte Existenzsicherung auch finanzierbar. Ohne die
Unterschiede zu verkennen: Mit nur einem Prozent der jetzt für die
Banken als Schutzschirm zur Verfügung stehenden Summe von 100
Milliarden Euro könnte ungeheuer viel für die Schwächsten erreicht
werden. Die Einführung der bedarfsorientierten Existenzsicherung ist
also eine Frage des politischen Wollens, nicht des Könnens."
Landau: "Um helfen zu können, sind wir als Caritas auf die Hilfe
anderer angewiesen, auf die Hilfe und Unterstützung von Spenderinnen
und Spendern, auf Spenden für Menschen in Not. Denn schon kleine
Spenden können einen großen Unterschied machen und Menschen Zukunft
schenken."
Caritas-Spendenkonto
PSK 7.700.004, BLZ 60.000
Kennwort: "Gruft-Winter-Paket"
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher, Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: 01/87812-221, Mobil: 0664/8482618
E-Mail: [email protected]
http://www.caritas-wien.at
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