• 14.11.2008, 09:18:42
  • /
  • OTS0046 OTW0046

Handelsverband zur Vertagung des Kollektivvertragsabschlusses

Mumelter sieht in "Unterbrechung" durch Arbeitnehmerseite gefährliches Spiel mit dem Feuer

Wien (OTS) - "Der Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen im
österreichischen Handel, mit 550.000 Beschäftigten der größte
Arbeitgeber in Österreich, wurde ein weiteres Mal ohne Not vertagt",
zeigt sich Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Österreichischen
Handelsverbandes zwar nicht überrascht, aber doch enttäuscht. Vor dem
Hintergrund der allgemeinen Verunsicherung der Menschen durch die
globale Finanzkrise und täglich auftretende hausgemachte Schwelbrände
bei infrastrukturellen Schlüsselunternehmen wie Post, AUA oder
Telekom, seien Verzögerungstaktik und Drohgebärden durch die
Arbeitnehmervertreter das falsche Signal.

Es gehe nun um die Wahrnehmung der wirtschaftspolitischen
Verantwortung durch die Verhandlungspartner und ein ehrliches
"Miteinander", so Mumelter weiter. Der Handelsverband habe schon
während der letzten Verhandlungsrunden immer wieder Augenmaß
eingemahnt und insbesondere auch eine "faire Einmalzahlung abhängig
vom Unternehmenserfolg" als Ausgleich für eine moderate prozentuelle
Erhöhung der Löhne vorgeschlagen. "Leider wurde dieser Vorschlag
bisher seitens der Gewerkschaft mit eher reflexartiger Ablehnung
bedacht", konstatiert Mumelter einen Rückfall in alte
Verhaltensmuster.

Dabei werde seitens des ÖGB in der Öffentlichkeit durchaus
trickreich argumentiert. "Ich kann mich noch erinnern, dass voriges
Jahr die guten Konjunkturprognosen für 2008 als Begründung für eine
hohe Lohnrunde dienten. Jetzt, wo wir auf Grund der globalen
Finanzkrise einem Konkunktureinbruch für 2009 ins Auge sehen,
argumentiert GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian, das Jahr 2008
wäre gut gelaufen und daher sei ein hoher Kollektivvertragsabschluss
für 2009 gerechtfertigt", erinnert Mumelter. Man müsse sich schon auf
ein Kriterium einigen und nicht jeweils jenes zur Begründung der
eigenen Position zuziehen, das einem "gerade besser passe", so
Mumelter.

Der Österreichische Handelsverband mahne daher noch einmal
dringend zur Umsicht und werde sich weiter um den Dialog mit den
Vertretern der Arbeitnehmerseite bemühen. "Wir sitzen alle im selben
Boot und sollten daher in die gleiche Richtung rudern. Angesagt sind
ruhige, zielorientierte Verhandlungen." rät Mumelter, einen kühlen
Kopf zu bewahren.

Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von
derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir
nehmen die Aufgaben eines Wirtschafts-, Berufs- und
Arbeitgeberverbandes wahr.

Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum
und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum. Mit Richtlinien,
Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das Qualitätsbewusstsein der
Konsumenten und setzen hohe Standards.

Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und
informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.

Rückfragehinweis:
Michael Schiebel
Tel.: +43 (0664) 301 13 63

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HVB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel