ÖGB-Frauen: Kurzfristige Maßnahmen zur Frauenförderung sind gefragt!

Veranstaltung der ÖGB-Frauen zum Arbeitsmarkt aus Frauensicht und nachhaltige Maßnahmen gegen die drohende Frauenarbeitslosigkeit

Wien (ÖGB) - Heute, Freitag, trafen sich die ÖGB-Frauen, um gemeinsam mit der WIFO-Arbeitsmarktexpertin Hedwig Lutz nachhaltige Maßnahmen gegen den drohenden Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit zu entwickeln. Lutz präsentierte die aktuelle WIFO-Prognose sowie Elemente eines möglichen Wachstumspakets, das Investitionen für Wachstum, Standort, Beschäftigung vorsehen muss. Geht es nach Ludwig, sind vorgezogene Infrastrukturprojekte ein wichtiger Bestandteil, jedoch müssen auch im Bereich der Bildung Investitionen getätigt werden und Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft folgen. ++++

Aktive Arbeitsmarktpolitik ist ebenfalls flankierend wichtig, um Auffangmaßnahmen vorzubereiten, und die Qualifizierung, speziell für Frauen, muss vorangetrieben werden. Aber auch auf die rasche Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung muss gedrängt werden. In dieselbe Kerbe schlägt auch Rudolf Kaske, Arbeitsmarktsprecher des ÖGB und vida-Vorsitzender, der in seinem Statement einen europäischen Aktionsplan zur Arbeitsmarktpolitik fordert: "Wir müssen jetzt alle Maßnahmen setzen, um dem drohenden enormen Anstieg der Arbeitslosenzahlen entgegenzuwirken. Wichtig sind jetzt Investitionen im privaten Dienstleistungssektor. Eine kurzfristig umsetzbare Maßnahme wäre zum Beispiel die Wiedereinführung des Hausbesorger- und Hausbetreuungsrecht."

Auch im Bereich der Umweltpolitik sind gerade jetzt Förderungen gefragt, wie zum Beispiel die Forcierung der thermischen Gebäudesanierung. Diese Maßnahmen helfen den Menschen direkt und indirekt. Direkt durch die Schaffung von Beschäftigung und indirekt durch die Energieersparnis. Bund, Länder und Gemeinden sind aufgerufen, bei den von ihnen vermieteten Wohnbauten jetzt Sanierungsmaßnahmen anzustrengen.

"Gerade jetzt sind für uns sowohl kurzfristige als auch mittel-und langfristige Maßnahmen, die eine Förderung von Frauenarbeitsplätzen mit sich bringen, enorm wichtig. Im Bereich des AMS muss jetzt alles getan werden, um die Qualifizierung, speziell für Frauen, zu forcieren. Die speziellen Maßnahmen für Frauen müssen jetzt ausgebaut werden und dürfen auf keinen Fall zurückgeschraubt werden", fordert Renate Csörgits, Frauenvorsitzende des ÖGB.

Auch ÖGB-Vizepräsidentin Roswitha Bachner fordert rasche Maßnahmen: "Ein wichtiger Ansatz wäre zum Beispiel der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Durch diese bereits beschlossene Maßnahme würde eine Reihe von Bausteinen in Bewegung gebracht. Nicht nur die Infrastrukturmaßnahmen die durch den Ausbau greifen, auch die daraus folgenden zusätzlichen Arbeitsplätze, sind ein wichtiger Schritt, der jetzt sehr rasch von den allen Bundesländern umgesetzt werden muss. (arr)

ÖGB, 31. Oktober 2008 Nr. 624

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