- 31.10.2008, 12:18:29
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ÖGB-Frauen: Kurzfristige Maßnahmen zur Frauenförderung sind gefragt!
Veranstaltung der ÖGB-Frauen zum Arbeitsmarkt aus Frauensicht und nachhaltige Maßnahmen gegen die drohende Frauenarbeitslosigkeit
Wien (ÖGB) - Heute, Freitag, trafen sich die ÖGB-Frauen, um
gemeinsam mit der WIFO-Arbeitsmarktexpertin Hedwig Lutz nachhaltige
Maßnahmen gegen den drohenden Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit zu
entwickeln. Lutz präsentierte die aktuelle WIFO-Prognose sowie
Elemente eines möglichen Wachstumspakets, das Investitionen für
Wachstum, Standort, Beschäftigung vorsehen muss. Geht es nach Ludwig,
sind vorgezogene Infrastrukturprojekte ein wichtiger Bestandteil,
jedoch müssen auch im Bereich der Bildung Investitionen getätigt
werden und Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft folgen. ++++
Aktive Arbeitsmarktpolitik ist ebenfalls flankierend wichtig, um
Auffangmaßnahmen vorzubereiten, und die Qualifizierung, speziell für
Frauen, muss vorangetrieben werden. Aber auch auf die rasche
Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung muss gedrängt
werden. In dieselbe Kerbe schlägt auch Rudolf Kaske,
Arbeitsmarktsprecher des ÖGB und vida-Vorsitzender, der in seinem
Statement einen europäischen Aktionsplan zur Arbeitsmarktpolitik
fordert: "Wir müssen jetzt alle Maßnahmen setzen, um dem drohenden
enormen Anstieg der Arbeitslosenzahlen entgegenzuwirken. Wichtig sind
jetzt Investitionen im privaten Dienstleistungssektor. Eine
kurzfristig umsetzbare Maßnahme wäre zum Beispiel die
Wiedereinführung des Hausbesorger- und Hausbetreuungsrecht."
Auch im Bereich der Umweltpolitik sind gerade jetzt Förderungen
gefragt, wie zum Beispiel die Forcierung der thermischen
Gebäudesanierung. Diese Maßnahmen helfen den Menschen direkt und
indirekt. Direkt durch die Schaffung von Beschäftigung und indirekt
durch die Energieersparnis. Bund, Länder und Gemeinden sind
aufgerufen, bei den von ihnen vermieteten Wohnbauten jetzt
Sanierungsmaßnahmen anzustrengen.
"Gerade jetzt sind für uns sowohl kurzfristige als auch mittel-
und langfristige Maßnahmen, die eine Förderung von
Frauenarbeitsplätzen mit sich bringen, enorm wichtig. Im Bereich des
AMS muss jetzt alles getan werden, um die Qualifizierung, speziell
für Frauen, zu forcieren. Die speziellen Maßnahmen für Frauen müssen
jetzt ausgebaut werden und dürfen auf keinen Fall zurückgeschraubt
werden", fordert Renate Csörgits, Frauenvorsitzende des ÖGB.
Auch ÖGB-Vizepräsidentin Roswitha Bachner fordert rasche
Maßnahmen: "Ein wichtiger Ansatz wäre zum Beispiel der Ausbau der
Kinderbetreuungsplätze. Durch diese bereits beschlossene Maßnahme
würde eine Reihe von Bausteinen in Bewegung gebracht. Nicht nur die
Infrastrukturmaßnahmen die durch den Ausbau greifen, auch die daraus
folgenden zusätzlichen Arbeitsplätze, sind ein wichtiger Schritt, der
jetzt sehr rasch von den allen Bundesländern umgesetzt werden muss.
(arr)
ÖGB, 31. Oktober 2008 Nr. 624
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