GlaxoSmithKline investiert 430 Mio. Euro in die österreichische Pharmaforschung

Wien (OTS) - In Österreich wurden im Jahr 2006 im Pharmasektor
rund 277,2 Mio. Euro in Forschung & Entwicklung investiert. Bei dem Lizenzdeal, den GlaxoSmithKline Biologicals letzte Woche mit dem Wiener Biotech-Unternehmen AFFiRiS zur Erforschung von Alzheimer-Impfstoffen abgeschlossen hat, wurde eine Vertragssumme von 430 Mio. Euro vereinbart.

Die Impfstoffe der Firma AFFiRiS, die derzeit in klinischen Studien in Wien gestestet werden, lassen in Österreich schätzungsweise 60.000 bis 80.000 Alzheimer-PatientInnen hoffen. Für 2025 wird aufgrund der Altersentwicklung der Bevölkerung eine Steigerung der Zahl der Erkrankten prognostiziert mit über 22 Mio. Menschen in den Industrienationen.

Zu Morbus Alzheimer

Die Alzheimerdemenz ist eine progressive neurodegenerative Krankheit, die zu einem irreversiblen Verlust von Nervenzellen führt. Klinische Symptome sind ein zunehmender Verlust von Gedächtnis, Urteilsfähigkeit, Orientierung und Sprache. Bei vielen AlzheimerpatientInnen kommen Verhaltensänderungen und psychiatrische Störungen hinzu, die eine enorme Belastung für die Betreuungspersonen und die Kosten nach Aufnahme in institutionalisierte Pflegeeinrichtungen darstellen.

Zur neuen Technologie von AFFiRiS

Die zurzeit führende Hypothese zur Krankheitsentstehung besagt, dass Ablagerungen des Betaamyloidpeptids eine zentrale Rolle für die Pathogenese der Alzheimer’schen Krankheit spielen (Übersicht bei Blennow et al. 2006). Von der Vereinbarung mit AFFiRiS sind zwei Programme betroffen, eines ist auf vollständige Betaamyloidproteine ausgerichtet, das zweite, als Mimovax bezeichnete Programm, zielt auf weitere Formen des Betaamyloids. Wie bekannt, veranlassen aktive Impfstoffe den Körper, Antikörper zu bilden. Das Besondere bei den Impfstoffen von AFFiRiS jedoch ist die AFFITOME-Technologie: die zu bildenden Antikörper können zwischen gesunden und krankmachenden Formen des Betaamyloids unterscheiden und greifen nur die schädliche Form an.

Jean Stephenne, Präsident und General Manager von GSK Biologicals, dazu: "Wir sind sehr beeindruckt von der Technologie von AFFiRiS -kombiniert mit unserer Expertise bei innovativen Adjuvantsystemen wird diese Zusammenarbeit unsere Erfolgschancen bei der Entdeckung von neuen Behandlungsmethoden gegen diese schwerwiegende Erkrankung wesentlich erhöhen."

Zu GSK Biologicals

GlaxoSmithKline Biologicals ist der führende Impfstoffhersteller weltweit mit einem Marktanteil von 22 % per 2006. Derzeit sind 30 Impfstoffe auf dem Markt und über 20 in der Pipeline (24 per Ende Februar 2008) - ein Drittel davon zur Vorbeugung von Krankheiten in Entwicklungsländern. Von den 1,1 Mrd. Impfdosen, die im Jahr 2007 versandt wurden, wurden 8 von 10 Impfdosen um bis zu 90 % verbilligt in die ärmsten Länder der Welt geliefert. Durch routinemäßige Impfungen und gezielte Kampagnen konnte z.B. die Todesrate bei Kindern in Afrika aufgrund von Masern von 2000 - 2006 um 91 % reduziert werden. Impfungen retten jährlich weltweit bis zu sechs Millionen Menschen das Leben und schützen 750.000 Kinder vor Behinderungen. Seit der Einführung des Gratiskinderimpfprogrammes in Österreich im Jahr 1997 ist GlaxoSmithKline der Hauptlieferant für Kinderimpfstoffe.

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsintensiven Pharma- und Gesundheitsunternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen, indem sie ihnen ein aktiveres, gesünderes und längeres Leben ermöglicht. Referenzen und weitere Informationen zu GlaxoSmithKline finden Sie unter www.glaxosmithkline.at.

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Martha Bousek
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Tel.: + 43 1 970 75-501
martha.bousek@gsk.com

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