- 31.10.2008, 10:00:00
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"Lange Nacht der Forschung": Ludwig Boltzmann Institute in Wien und Graz
Wien (OTS) - "Warum gibt es Krieg?"- "Wie entstehen
Krebserkrankungen?" - "Wie weiß man, wie es wirklich war?" -
Antworten darauf geben acht Ludwig Boltzmann Institute an der Uni
Wien, Karl Franzens Universität Graz, Österreichischen
Nationalbibliothek und der Krankenanstalt Rudolfstiftung - 8.
November.
Um den "Prager Frühling in den Protokollen des Politbüros der
KPdSU", geht es in einem spannenden Projekt des Ludwig Boltzmann
Instituts (LBI) für Kriegsfolgenforschung, das im Rahmen der "Langen
Nacht der Forschung" am 8. November präsentiert wird.
"Erschossen in Moskau" ist der Titel eines weiteren
Arbeitsschwerpunktes des LBI, das gemeinsam mit dem LBI für
Gesellschafts- und Kulturgeschichte in der Grazer Universität
vertreten ist. Letzteres erläutert aktuelle Thesen zum laufenden
Projekt "Migration" am Beispiel der österreichischen Auswanderung
nach Kanada in Folge des Zweiten Weltkriegs. Anhand von Posters,
einer Power Point Präsentation und Filmen erklären Mitarbeiter beider
Institute den Forschungsverlauf (Karl Franzens Universität Graz,
Humboldtstraße 46-50, 8010 Graz,16.32 bis 24 Uhr).
An der Universität Wien sind vier LBI vertreten: das LBI für
Geschichte und Gesellschaft zeigt einige Aspekte des Projekts
"Filmische Geschichtlichkeit: Der Zweite Weltkrieg im
Hollywood-Mainstreamkino". Theoretischer Ansatz ist die Inszenierung,
Perspektivierung und Umarbeitung des Kinos im Rückblick.
In einem kommentierten Video-Loop sind u.a. Ausschnitte aus den
Filmen "Why we Fight: Prelude to War" von Frank Capra, ""The Dirty
Dozen" von Robert Aldrich oder "Windtalkers" von John Woo zu sehen.
Darüber hinaus gibt es Posters und die persönliche Erläuterung durch
LBI-Mitarbeiter.
Das LBI für Krebsforschung untersucht die komplizierten
genetischen Prozesse bei der Entstehung von Krebserkrankungen.
Besucher dieses Standes haben die Gelegenheit, mittels eines
Fluoreszenzmikroskopes die Unterscheidung von krankem und gesundem
Gewebe kennen zu lernen. Interessierte haben außerdem die
Möglichkeit, das Pipettieren von kleinsten Flüssigkeitsmengen zu
versuchen, so wie es die tägliche Routine der Forscher ist.
Zusätzlich gibt es Posters, eine Power Point Präsentation und das
Gespräch mit den Wissenschaftlern.
Die grundlegende Erforschung des Knochens ist die Aufgabe des LBI
für Osteologie. Drei Arbeitsgruppen präsentieren mittels
Petrischalen, Posters, Multiwells, Schnitten und in Plastik
eingefassten Knochen ihre Forschungsergebnisse.
Mit Wundheilung schwer verletzter Patienten setzt sich das LBI für
experimentelle und klinische Traumatologie auseinander. Mehrere
Posters und ein Film demonstrieren die verschiedenen Ansätze, wie
Tissue Engineering, Neuroregeneration. Knochenregeneration oder
"Point of Care Diagnostics", einem Diagnoseverfahren direkt am Bett
des Intensivpatienten.
Außerdem kann jeder Besucher zur praktischen Erfahrung den
Fibrinkleber testen, der zur Wundversorgung am Institut entwickelt
wurde (Universität Wien, Dr.-Karl -Lueger- Ring 1, 1010 Wien, 16.25 -
24Uhr).
Direkt in den Räumen des LBI für Retinologie und biomikroskopische
Laserchirurgie erfahren die Besucher mittels Posters und
Videomaterial alles über die retinale Transplantation, die
Entwicklung neuer chirurgischer Techniken und Möglichkeiten zur
dreidimensionalen Visualisierung von Netzhautpathologien. Im
Mittelpunkt der Forschung dieses Instituts steht die Transplantation
von Zellen der Netzhaut. Die Grundlagenforschung beschäftigt sich
sowohl mit der Verjüngung dieser Zellen als auch mit der Herstellung
einer künstlichen Trägermembran. (LBI für Retinologie und
biomikroskopische Laserchirurgie, Krankenanstalt Rudolfstiftung,
1030, Juchgasse 25, 16.25 bis 23 Uhr ).
Schließlich demonstriert das LBI für Geschichte und Theorie der
Biografie mit der Hilfe von Filmen und Datenbanken, wie man den
Lebensweg einer prominenten Persönlichkeit anhand von Dokumenten
nachvollziehen und bewerten kann. Als Beispiel stehen Hugo von
Hofmannsthal, Eugenie Schwarzwald, Thomas Bernhard und Ernst Jandl am
Programm (Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010
Wien, 18 - 24 Uhr).
Das ganze Programm der "Langen Nacht der Forschung":
www.langenachtderforschung.at
Die 1961 gegründete Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine
private Trägerorganisation für Forschungseinrichtungen in Österreich
und befasst sich mit medizinischen sowie geistes-, sozial- und
kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Seit einer umfassenden
Organisationsreform 2002 werden Ludwig Boltzmann Institute (LBI)
aufgrund von Ausschreibungen und mit internationalem
Begutachtungsverfahren eingerichtet. Ein besonderes Merkmal von
Ludwig Boltzmann Instituten ist die Kooperation mit institutionellen
Partnerorganisationen.
Rückfragehinweis:
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Tel: 01 513 27 50
www.lbg.ac.at
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