"Lange Nacht der Forschung": Ludwig Boltzmann Institute in Wien und Graz

Wien (OTS) - "Warum gibt es Krieg?"- "Wie entstehen Krebserkrankungen?" - "Wie weiß man, wie es wirklich war?" -Antworten darauf geben acht Ludwig Boltzmann Institute an der Uni Wien, Karl Franzens Universität Graz, Österreichischen Nationalbibliothek und der Krankenanstalt Rudolfstiftung - 8. November.

Um den "Prager Frühling in den Protokollen des Politbüros der KPdSU", geht es in einem spannenden Projekt des Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) für Kriegsfolgenforschung, das im Rahmen der "Langen Nacht der Forschung" am 8. November präsentiert wird.

"Erschossen in Moskau" ist der Titel eines weiteren Arbeitsschwerpunktes des LBI, das gemeinsam mit dem LBI für Gesellschafts- und Kulturgeschichte in der Grazer Universität vertreten ist. Letzteres erläutert aktuelle Thesen zum laufenden Projekt "Migration" am Beispiel der österreichischen Auswanderung nach Kanada in Folge des Zweiten Weltkriegs. Anhand von Posters, einer Power Point Präsentation und Filmen erklären Mitarbeiter beider Institute den Forschungsverlauf (Karl Franzens Universität Graz, Humboldtstraße 46-50, 8010 Graz,16.32 bis 24 Uhr).

An der Universität Wien sind vier LBI vertreten: das LBI für Geschichte und Gesellschaft zeigt einige Aspekte des Projekts "Filmische Geschichtlichkeit: Der Zweite Weltkrieg im Hollywood-Mainstreamkino". Theoretischer Ansatz ist die Inszenierung, Perspektivierung und Umarbeitung des Kinos im Rückblick.

In einem kommentierten Video-Loop sind u.a. Ausschnitte aus den Filmen "Why we Fight: Prelude to War" von Frank Capra, ""The Dirty Dozen" von Robert Aldrich oder "Windtalkers" von John Woo zu sehen. Darüber hinaus gibt es Posters und die persönliche Erläuterung durch LBI-Mitarbeiter.

Das LBI für Krebsforschung untersucht die komplizierten genetischen Prozesse bei der Entstehung von Krebserkrankungen. Besucher dieses Standes haben die Gelegenheit, mittels eines Fluoreszenzmikroskopes die Unterscheidung von krankem und gesundem Gewebe kennen zu lernen. Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, das Pipettieren von kleinsten Flüssigkeitsmengen zu versuchen, so wie es die tägliche Routine der Forscher ist. Zusätzlich gibt es Posters, eine Power Point Präsentation und das Gespräch mit den Wissenschaftlern.

Die grundlegende Erforschung des Knochens ist die Aufgabe des LBI für Osteologie. Drei Arbeitsgruppen präsentieren mittels Petrischalen, Posters, Multiwells, Schnitten und in Plastik eingefassten Knochen ihre Forschungsergebnisse.

Mit Wundheilung schwer verletzter Patienten setzt sich das LBI für experimentelle und klinische Traumatologie auseinander. Mehrere Posters und ein Film demonstrieren die verschiedenen Ansätze, wie Tissue Engineering, Neuroregeneration. Knochenregeneration oder "Point of Care Diagnostics", einem Diagnoseverfahren direkt am Bett des Intensivpatienten.

Außerdem kann jeder Besucher zur praktischen Erfahrung den Fibrinkleber testen, der zur Wundversorgung am Institut entwickelt wurde (Universität Wien, Dr.-Karl -Lueger- Ring 1, 1010 Wien, 16.25 -24Uhr).

Direkt in den Räumen des LBI für Retinologie und biomikroskopische Laserchirurgie erfahren die Besucher mittels Posters und Videomaterial alles über die retinale Transplantation, die Entwicklung neuer chirurgischer Techniken und Möglichkeiten zur dreidimensionalen Visualisierung von Netzhautpathologien. Im Mittelpunkt der Forschung dieses Instituts steht die Transplantation von Zellen der Netzhaut. Die Grundlagenforschung beschäftigt sich sowohl mit der Verjüngung dieser Zellen als auch mit der Herstellung einer künstlichen Trägermembran. (LBI für Retinologie und biomikroskopische Laserchirurgie, Krankenanstalt Rudolfstiftung, 1030, Juchgasse 25, 16.25 bis 23 Uhr ).

Schließlich demonstriert das LBI für Geschichte und Theorie der Biografie mit der Hilfe von Filmen und Datenbanken, wie man den Lebensweg einer prominenten Persönlichkeit anhand von Dokumenten nachvollziehen und bewerten kann. Als Beispiel stehen Hugo von Hofmannsthal, Eugenie Schwarzwald, Thomas Bernhard und Ernst Jandl am Programm (Österreichische Nationalbibliothek, Josefsplatz 1, 1010 Wien, 18 - 24 Uhr).

Das ganze Programm der "Langen Nacht der Forschung":
www.langenachtderforschung.at

Die 1961 gegründete Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine private Trägerorganisation für Forschungseinrichtungen in Österreich und befasst sich mit medizinischen sowie geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Seit einer umfassenden Organisationsreform 2002 werden Ludwig Boltzmann Institute (LBI) aufgrund von Ausschreibungen und mit internationalem Begutachtungsverfahren eingerichtet. Ein besonderes Merkmal von Ludwig Boltzmann Instituten ist die Kooperation mit institutionellen Partnerorganisationen.

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Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Tel: 01 513 27 50
www.lbg.ac.at

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