• 30.10.2008, 12:49:24
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Seniorenbund: Die Angst vor Pflegebedürftigkeit nehmen

Breite Basis für Seniorenbund-Forderungen, Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Pflege" am Österreichischen Seniorenkongress

Wien (OTS) - Wenn der Seniorenbund fordert, die Pflege müsse als
Grundrecht, als Teil der großen sozialen Sicherheit verstanden
werden, sehe ich das als riesigen Schritt in die richtige Richtung",
so leitet Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Seidl, Professorin für
Pflegewissenschaften und Mitglied der Denkwerkstatt des
Österreichischen Seniorenbundes, als Berichterstatterin der
Arbeitsgruppe "Pflege" beim großen Österreichischen Seniorenkongress
ihre Ergebnispräsentation ein.

Unter der Leitung von Dr. Gottfried Feurstein, dem Landesobmann
des Vorarlberger Seniorenbundes und ehemaligen
Nationalratsabgeordneten, hatte die Arbeitsgruppe "Pflege" in den
letzten Monaten ein umfassendes Papier entwickelt.

"Ausgehend davon, dass menschenwürdige, leistbare Pflege ein
Grundrecht ist, dass Pflege- und Betreuungsangebote dem Bedürfnis des
Menschen nach Individualität, Autonomie und Selbstbestimmung gerecht
werden und daher nach den Grundsätzen der Solidarität und
Subsidiarität organisiert werden müssen, haben wir folgende
Forderungen entwickelt", so Feurstein zur grundsätzlichen
Ausrichtung, die nach Ansicht der Seniorenvertreter stets Bedingung
für erfolgreiche Politik war und ist:

- Pflege muss "aus einer Hand" gewährt werden. Österreichweit gleich 
  und ohne Vorbedingungen. Sie muss daher aus der Sozialhilfe 
  herausgelöst werden.
- Pflege muss Familie, Nachbarschaft, ambulante Dienste, Ärzte und 
  Diplomkrankenpflege, betreutes Wohnen und stationäre Pflege - 
  idealerweise in genau dieser Reihenfolge - einbinden.
- Pflege daheim ist zu fördern und daher müssen gute und starke 
  ambulante Strukturen geschaffen werden
- Das Pflegegeld muss jährlich zumindest mit der allgemeinen 
  Teuerungsrate angepasst werden.
- Die Kosten für Pflege sind aus dem Budget, oder aber durch 
  einen "Pflege-Fonds" zu erbringen.
- Pflegende Angehörige müssen besser unterstützt werden 
  (Sozialversicherungsrechtliche Absicherung, Urlaub von der Pflege, 
  etc.
- Für Pflegeberufe müssen wir eine Ausbildung von der Lehre bis zur 
  Universität anbieten.

"Den Menschen muss die Angst vor der Pflegebedürftigkeit genommen
werden", schloss Seidl Ihre Ansprache im Plenum.

"Wenn heute die Hilfsorganisationen in Ihren Forderungen an eine
neue Regierung im Bereich der Pflege Dinge fordern, die ziemlich
genau auf dieser unserer Linie liegen, so freut mich das besonders",
so Khol abschließend, der aus seiner jahrelangen politischen
Erfahrung weiß: "Je breiter die Basis für solche Forderungen, desto
eher werden sie auch umgesetzt!"

Service:

Alle Unterlagen zu unserem Programm auch für den Bereich "Pflege"
finden Sie auf www.seniorenbund.at .

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Tel.: 0650-581-78-82
mailto:[email protected]

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