• 30.10.2008, 12:05:07
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Beatrix Karl: Gerade Grünewald sollte sich als Universitätsprofessor der fatalen Konsequenzen der Abschaffung der Studiengebühren bewusst sein

Auch Beispiel der Kommunikationswissenschaften in Salzburg zeigt Kontraproduktivität der Beschlüsse von SPÖ, FPÖ und Grüne

Wien (ÖVP-PK) - Der grüne Wissenschaftssprecher Grünewald
übersieht in seiner heutigen Aussendung einige wesentliche Fakten,
wies heute, Mittwoch, die designierte ÖVP-Wissenschaftssprecherin
Abg. Dr. Beatrix Karl die Kritik des Grünen Abgeordneten im Bereich
der Medizinuniversitäten zurück: "Die Studienplatzbeschränkungen
wären 2011 nicht ausgelaufen, sondern bis dahin evaluiert und
angepasst worden", stellte Karl fest. ****
"Gerade der grüne Wissenschaftssprecher Grünewald sollte sich als
Universitätsprofessor der fatalen Konsequenzen der Abschaffung der
Studiengebühren vor allem für die Qualität der Lehre in Österreich
bewusst sein. Selbst die eindringlichen Warnungen der Rektoren hat er
voll ignoriert, und jetzt macht er sich plötzlich Sorgen um die
Situation an den Universitäten und den Qualitäten des
wissenschaftlichen Nachwuchses!", so die Abgeordnete weiter.
Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die Medizinische Universität
Innsbruck. Hatte früher die durchschnittliche Studiendauer 18 bis 19
Semester und die Drop-out-Quote 55 Prozent betragen, so ist die
Studiendauer nun auf zwölf Prozent gesunken und die Zahl der
Studienabbrecher auf zehn Prozent zurückgegangen. "Und wenn sich
Grünewald um die Praxis Sorgen macht, so weise ich darauf hin, dass
es in Wien bereits Gemeindespitäler gibt, die mit der Universität
kooperieren."
Es wäre besser gewesen, wenn sich der Grüne Abgeordnete vor den
entsprechenden Beschlüssen im Nationalrat über die negativen
Auswirkungen informiert hätte, als nun unsachgemäß Kritik zu üben, so
Karl.
Auch in Salzburg zeigen sich die negativen Auswirkungen der
Beschlüsse
Auch die Jubelmeldung der Salzburger Bildungsreferentin LH Gabi
Burgstaller zeigt eindrucksvoll das Dilemma, in das die
österreichischen Universitäten und die österreichischen Studierenden
durch die Beschlüsse von SPÖ/FPÖ/Grüne vom 24.September geführt
werden, so Karl weiter.

"Das Beispiel der Kommunikationswissenschaften in Salzburg zeigt auf,
dass die Abschaffung der Studienbeiträge und der Zugangsregelungen
für die so genannten deutschen "Numerus-Clausus"-Fächer völlig
kontraproduktiv sind. Denn heuer hat jeder der 257 zur
Aufnahmsprüfung Angetretenen für einen Studienplatz der
Kommunikationswissenschaften einen Platz erhalten (280 wären
möglich). Das heißt, dass allein das Erscheinen zum Termin
ausreichte, um einen Studienplatz zu erhalten. In Hinkunft müssen
alle Interessenten (in diesem Jahr 516 Personen) zugelassen werden.
Da in Bayern und Baden Württemberg bis zu 500 Euro pro Semester
verlangt werden, gilt es als sicher, dass durch die Abschaffung der
Studienbeiträge der Zustrom deutscher Studierender zunehmen wird,
speziell jener, die durch den Numerus Clausus aus qualitativen
Gründen in Deutschland nicht zum Wunsch-Studium zugelassen werden.
Was dies für die Qualität des Studiums bedeutet, ist offenkundig: Das
führt uns in den europäischen Bildungshinterhof" so Karl.

Im Übrigen gebe es, wie in den letzten Jahren, einen stetigen Anstieg
an Studierenden an Österreichs Hochschulen und das trotz der
Studienbeiträge. Das zeige, dass die Verdoppelung der
Studienförderung von 100 auf über 200 Millionen Euro greife, verwies
Karl auf einen Rekord in der Hochschulzugangsquote von über 40
Prozent mit steigender Tendenz.

Die Beispiele zeigen, dass das Gesetz - kaum beschlossen, - ein
Sanierungsfall ist und im Interesse der Studierenden und der Qualität
so rasch wie möglich nachgebessert werden muss, schloss die
designierte Wissenschaftssprecherin.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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