- 29.10.2008, 10:10:34
- /
- OTS0064 OTW0064
EGON SCHIELE (1890-1918) - Gedenkausstellung zum 90. Todestag
Leopold Museum widmet einem der bedeutendsten Künstler der Welt Sonderschau

Wien (OTS) - Ab 31. Oktober zeigt das Leopold Museum eine
Gedenkausstellung zum 90. Todestag von Egon Schiele. Die Schau ist
als neuer Teil der ständigen Schiele-Präsentation im Erdgeschoss des
Museums zu sehen.
1918 ist ein Jahr der großen Verluste für die österreichische
Kunst. Im letzten Kriegsjahr starben Gustav Klimt, Kolo Moser, Otto
Wagner und - am 31. Oktober - Egon Schiele. Das Leopold Museum
richtet nun aus diesem Anlass dem bedeutenden Zeichner und Maler
einen eigenen Ausstellungsraum ein. Gezeigt werden außergewöhnliche
Dokumente, so etwa die letzten Briefe des Künstlers, welche die
schweren Lebensumstände gegen Kriegsende, den Mangel an Heizmaterial
und die unzulängliche medizinische Versorgung schildern. Zu sehen
sind beeindruckende, selten gezeigte Exponate des Leopold Museums und
Werke aus Privatbesitz. Großartige, wenngleich in Ihrem Inhalt
erschütternde Zeichnungen Schieles, wie jene von Gustav Klimt am
Totenbett oder die berührende Darstellung der vom Tod gezeichneten
Edith Schiele sind ebenso zu sehen wie die Totenmaske des Künstlers.
Egon Schiele starb im Jahr 1918 im Alter von nur 28 Jahren an den
Folgen der Spanischen Grippe. Wenige Tage zuvor, am 28. Oktober, war
auch seine geliebte - und zu diesem Zeitpunkt hochschwangere - Frau
Edith der Epidemie zum Opfer gefallen.
Schiele hinterließ in der kurzen ihm vergönnten Schaffenszeit ein
umfangreiches Oeuvre. Besonders hervorzuheben sind seine
Selbstbildnisse, die Landschaftsbilder - darunter auch die berühmten
Krumauer Stadtlandschaften - und die allegorischen Darstellungen.
Seine Zeichenkunst ist altmeisterlich und doch zugleich extrem
modern. Die schonungslose Darstellung des nackten Menschen, die
Radikalität der Posen und die Verrenkungen des geschundenen Körpers
sind von einzigartiger Kraft. Wie kaum einem anderen Zeichner gelang
es Schiele dem Körper mit wenigen Strichen ein Maximum an
Räumlichkeit zu verleihen.
Schiele ist mit Oskar Kokoschka der wichtigste Vertreter des
österreichischen Expressionismus. Gefördert von Gustav Klimt, hatte
er mit der Secessionsausstellung im März 1918 den Durchbruch
erreicht. Seine Kunst wurde nach seinem Tod von wenigen geschätzt,
von etlichen kritisiert und missverstanden, von vielen vergessen.
Prof. Rudolf Leopold zählt zu jenen Schiele-Kennern, denen es zu
verdanken ist, dass Egon Schiele heute zu den bedeutendsten Künstlern
der Welt zählt. Unaufhörlich und gegen alle Tendenzen setzte sich Dr.
Leopold für das Werk des genialen Künstlers ein. Als Prof. Leopold im
Jahr 1994 seine Sammlung in eine Stiftung einbrachte, war sie auf
mehr als 5000 Objekte angewachsen, darunter von Egon Schiele 200
Grafiken und mehr als 40 Gemälde, so zum Beispiel Hauptwerke wie "Die
Eremiten" (1912), "Kardinal und Nonne" (1912), "Versinkende Sonne"
(1913) oder der "Sitzende Männerakt" von 1910.
2001 konnte schließlich das Leopold Museum eröffnet werden, das
seither ein wichtiger Bestandteil des Wiener Kulturlebens ist. Es
beherbergt nicht nur die größte Schiele-Sammlung der Welt sondern
auch Meisterwerke des 19. Jahrhunderts, Höhepunkte der Kunst Wiens um
1900 (Gustav Klimt, Kolo Moser, Josef Hoffmann) und herausragende
Werke der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen.
EGON SCHIELE (1890-1918) Gedenkausstellung zum 90. Todestag Ab Freitag, 31. Oktober 2008 Täglich 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr www.leopoldmuseum.org Gratis-Führungen anlässlich Schieles 90. Todestages: Fr 31. Oktober, 12.30 und 13.30 Uhr Info: T 52 570-1525
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .
Rückfragehinweis:
Mag. Klaus Pokorny Presse / Public Relations Museumsplatz 1, 1070 Wien Tel.: 0043 1 525 70 - 1507 Fax: 0043 1 525 70 - 1500 mailto:[email protected] www.leopoldmuseum.org
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LPM







