- 17.10.2008, 09:14:01
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Gemeinnützige plädieren für "Schutzschirm" bei Wohnbauanleihen
Einlagensicherung soll Verteuerung im Wohnbau unterbinden
Wien (OTS) - Für die Einbeziehung der Wohnbauanleihen unter den
staatlichen Schutzschirm der Einlagensicherung spricht sich - wie
zuvor schon der Wiener Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig - Mag. Karl
Wurm, Obmann des Dachverbandes der gemeinnützigen Bauvereinigungen
(GBV) aus.
Für von den Wohnbaubanken emittierte Anleihen besteht zwar eine
Kapitalhaftung der Banken, sie werden aber nicht von der
Einlagensicherung erfasst, mit der der Staat Sparguthaben und
Bauspareinlagen schützt. Die Unsicherheit auf den Kapitalmärkten hat
zur Folge, dass die Anleger bei Sparformen, die nicht unter
Staatsschutz stehen, deutliche Zurückhaltung an den Tag legen. Was
dazu führen könnte, dass der Wohnungswirtschaft für den Neubau und
die Sanierung nicht mehr genügend zinsgünstige Kredite, die aus
Wohnbauanleihen gespeist werden, zur Verfügung stehen.
"Die Folge davon wäre ein Preisschub im Wohnbau", warnt GBV-Obmann
Wurm, "denn dann müsste man für die Projektfinanzierung auf
konventionelle Darlehen zurückgreifen. Dafür wurden bisher schon weit
höhere Zinsen in Rechnung gestellt und mit der Finanzkrise kommt da
noch einiges dazu".
Das aus Wohnbauanleihen resultierende Geld hat sich zu einer
wichtigen Finanzierungskomponente im Wohnbau entwickelt. Derzeit
werden jährlich österreichweit etwa 17.000 Wohnungen - rund ein
Drittel des gesamten Neubauvolumens - aus Darlehen der Wohnbaubanken
mitfinanziert. Aber auch für den Altbaubereich sind diese
"Anleihegelder" von zentraler Bedeutung und kommen etwa bei einem
Großteil der rd. 10.000 geförderten Wohnungssanierungen in Wien zum
Einsatz.
Finanzfachleute schätzen, dass sich der Übergang von Krediten aus
Wohnbauanleihen zu Standarddarlehen mit Mietsteigerungen von knapp
zehn Prozent zu Buche schlagen könnte. Das zeige die Notwendigkeit,
betont Karl Wurm, "die vertrauensbildende Maßnahme der
Einlagensicherung auch auf die Wohnbauanleihen zu erstrecken". Gerade
bei den sich abzeichnenden düsteren Wolken am Konjunkturhimmel wäre
es wichtig, diese bewährte Sparform für die Anleger attraktiv und
sicher und damit als zinsgünstiges Finanzierungsmodell für den
Wohnbau leistungsfähig zu halten.
"Wir erwarten uns dieses Signal", schließt der GBV-Obmann, "um
drohende Kostensteigerungen im Wohnbau abzuwenden. Die
Wohnungssuchenden und all jene, die eine Sanierung vorhaben, sollen
die Gewissheit haben, dass auch in Zukunft zinsgünstige Gelder aus
den Wohnbauanleihen für ihre Projekte zur Verfügung stehen".
Rückfragehinweis:
Mag. Karl Wurm
Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen
Tel. 01 / 401 09 10+
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