• 17.10.2008, 08:30:15
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Republik Österreich, Oesterreichische Nationalbank und die führenden Banken Österreichs fangen Constantia Privatbank AG auf

Wien (OTS) - Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA und Oesterreichische
Nationalbank haben gestern Abend Finanzminister Wilhelm Molterer und
Spitzenvertreter der österreichischen Kreditwirtschaft über einen
drohenden Liquiditätsengpass der "Constantia Privatbank AG"
informiert. Im Sinne des von der Bundesregierung beschlossenen
Maßnahmenpaketes zur Stabilisierung des Finanzmarktes sind führende
österreichische Banken übereingekommen, die Constantia Privatbank AG
zum Schutz der Sparer und Anleger zu übernehmen und mit
entsprechender Liquidität auszustatten.

Die Constantia Privatbank verwaltet mit 260 Mitarbeitern und einer
Bilanzsumme von rund 1,2 Mrd. Euro ein Kundenvermögen von rund 10
Mrd. Euro. Weiters fungiert sie für mehr als 250 Investmentfonds als
Depotbank. Sie verfügt über eine Solvabilitätsquote von 22,4 Prozent.
Die Bank verfügt über anrechenbaren Eigenmitteln von rund 172 Mio.
Euro und ein Kernkapital von rund 104 Mio. Euro.

"Diese gemeinsame Initiative von Finanzministerium, FMA, OeNB und
den führenden Banken illustriert die Stabilität des österreichischen
Finanzmarkts. Sie ist getragen vom gemeinsamen Bewusstsein, dass kein
Sparer zu Schaden kommen soll", so Vizekanzler und Finanzminister
Wilhelm Molterer.

Die führenden österreichischen Banken "UniCredit Bank Austria AG",
"Erste Group Bank AG", "Raiffeisen Zentralbank Österreich AG",
"Österreichische Volksbanken AG" und "BAWAG-P.S.K. AG" stellen
deshalb mit sofortiger Wirkung Liquidität im Ausmaß von 400 Mio. Euro
zur Verfügung. Die Republik Österreich haftet im Rahmen des derzeit
als Regierungsvorlage vorliegenden und im Parlament zu beschließenden
Finanzmarktstabilitätsgesetzes. Weitere 50 Mio. Euro kommen von der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

Die fünf Banken gründen eine Zweckgesellschaft, die 100 Prozent
der Aktien der Constantia Privatbank übernimmt und die Bank
weiterführt.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Finanzen
   Mag. Jürgen Beilein
   Sprecher des Vizekanzlers
   und Bundesministers für Finanzen
   Tel.: (++43-1) 514 33 - 500 004
   Fax:  (++43-1) 514 33 - 507 060
   mailto:[email protected]

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