Verbesserung der Eigenkapitalausstattung der KMU

Wien (OTS) -

  • Eigenkapitalquote der KMU = 23 %
  • Steigender Anteil von Unternehmen mit positivem Eigenkapital
  • ABER: Herausforderungen bei den Kleinstunternehmen

Im Durchschnitt weisen die heimischen KMU (kleine und mittlere Unternehmen) im Bilanzjahr 2006/07 eine Eigenkapitalquote von rd. 23 %. Dies zeigen Auswertungen aus der Bilanzdatenbank der KMU FORSCHUNG AUSTRIA von knapp 80.000 (betriebs-wirtschaftlich korrigierte) Jahresabschlüssen österreichischer KMU der marktorientierten Wirtschaft (exklusive Holdings und Realitätenwesen).

Die Eigenkapitalquote steigt mit zunehmender Betriebsgröße:
Während die Kleinstbetriebe im Durchschnitt über lediglich rd. 9 % Eigenmittel verfügen, beträgt die Quote bei den Kleinbetrieben bereits 20 % und bei den Mittelbetrieben rd. 28 %.
Ein 5-Jahresvergleich zeigt eine kontinuierliche Erhöhung der Eigenkapitalausstattung der KMU in allen Größenklassen, wenngleich ausgehend von einem bescheidenen Niveau, insbesondere bei den Kleinstunternehmen. Im gleichen Zeitraum ist die Bank-verschuldung der österreichischen KMU, d.s. die Bankverbindlichkeiten in Prozent des Gesamtkapitals - von rd. 37 % auf 33 % gesunken.

Auch bei den Großbetrieben zeigt sich eine Verstärkung der Eigenkapitalausstattung im gleichen Zeitraum (von durchschnittlich 30 % auf 37 %). "Die Eigenkapitalquote der Großunternehmen kann als Benchmark betrachtet werden und impliziert die Erfordernis einer weiteren deutlichen Verbesserung bei KMU", so Mag. Peter Voithofer, stellver-tretender Direktor der KMU FORSCHUNG AUSTRIA.

Im gleichen Zeitraum ist auch der Anteil der KMU mit negativem Eigenkapital gesunken, was einerseits auch als Indiz der besseren Entwicklung und andererseits ein Zeichen für den anhaltenden Strukturwandel ist (überschuldete Unternehmen wurden geschlossen).

"Die vorliegenden Analysen zeigen, dass ein deutlicher Trend zu mehr Eigen- und damit Risikokapital in der österreichischen Wirtschaft erkennbar ist. Die KMU, das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft wird noch stabiler" so Mag. Peter Voithofer; "der Trend stimmt, weitere Verbesserungen sind jedoch notwendig, insbesondere bei den Kleinst-betrieben".

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Mag. Peter Voithofer
KMU FORSCHUNG AUSTRIA
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p.voithofer@kmuforschung.ac.at
Tel:+43 1 5059761

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