- 08.10.2008, 16:43:30
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Grossmann zur Finanzkrise: Und sie bewegen sich doch!
Wien (SK) - "Die reine Marktgläubigkeit hat sich als Irrglaube
erwiesen. Jetzt zeigt sich, dass es sehr wohl notwendig ist, dass der
Staat regulierend in Finanzmärkte eingreift", erklärt
SPÖ-Europasprecherin Elisabeth Grossmann zur aktuellen Finanzkrise.
Die Senkung des Leitzinssatzes durch die EZB sei ein längst fälliger
Schritt gewesen. Alle neoliberalen Kräfte, die sich immer gegen den
steuerpolitischen Einsatz des Zinssatzes ausgesprochen haben, wurden
damit eines Besseren belehrt. Jetzt fordern sogar konservative Kräfte
konjunkturpolitische Maßnahmen um der Krise am Finanzmarkt
gegensteuern, so Grossmann. ****
Bisher haben konservative Politiker antizyklische Konjunkturpolitik
meistens abgelehnt, jetzt werde dies sogar von
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl begrüßt. Auch bei
Wirtschaftsminister Bartenstein sei die Erkenntnis gereift, dass ein
Konjunkturpaket notwendig sei. "Wichtig ist jetzt, dass alle
gemeinsam an einem Strang ziehen. Mit der heute beschlossenen
unbegrenzten Einlagensicherung wurde ein wichtiger Schritt gesetzt,
um das Vertrauen in den österreichischen Finanzplatz zu sichern",
erklärte Grossmann. (Schluss) sl
Rückfragehinweis:
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