• 01.10.2008, 09:40:05
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Neue w-fFORTE-Veröffentlichung: Strategie zur Forcierung von innovations- und technologieorientierten Unternehmensgründungen von Frauen in Österreich

Wien (OTS) - Rahmenbedingungen, aktuelle Statistiken und
internationale Erfolgsmodelle, aus denen konkrete Handlungsoptionen
zur Stärkung des österreichischen Gründungspotenzials speziell von
Frauen abgeleitet werden können, ist Inhalt der neu veröffentlichten
Studie "Gründerinnen in Österreich - Vergleich internationaler
Förderungsmodelle für forschungs- und technologieintensive
Unternehmensgründungen" im Rahmen von w-fFORTE.

Die Studie wurde im Rahmen von w-fFORTE im Auftrag von FFG und aws
von einem Konsortium bestehend aus Expertinnen und Experten des
Joanneum Research und von KMU Forschung Austria unter der Leitung von
Helene Schiffbänker und Eva Heckl erstellt. Ziel der Studie war es,
den geringen Frauenanteil bei Unternehmensgründungen generell zu
analysieren und besonders den im forschungs- und
technologieintensiven Bereich noch wesentlich geringeren Anteil
zahlenmäßig zu erfassen.

Während die Datenlage über österreichische Neugründungen von
Frauen in der gewerb¬lichen Wirtschaft über die letzte Dekade
belegbare positive Ergebnisse zeigt, liegen über Gründungen von
Frauen im forschungs-, technik- und technologie-orientierten Bereich
(FTT-Bereich) bis heute keine systematischen Daten vor. Die im Rahmen
der vorliegenden Studie gewonnenen Erkenntnisse lassen aber darauf
schließen, dass der Frauenanteil im Bereich der hochqualifizierten
Gründungen wesentlich niedriger ist als bei den
Unternehmensgründungen generell. Obwohl immer mehr Frauen an
österreichischen Universitäten studieren und mittlerweile mehr als
die Hälfte der Studienabschlüsse von Frauen getätigt werden, sind es
trotzdem nur wenige Frauen, die an Universitäten Leitungsfunktionen
innehaben oder Unternehmen gründen.

Die Gruppe der Gründerinnen ist eine sehr heterogene, weil aus
vielfältigen Motivationen und aus unterschiedlichen Lebenslagen die
Entscheidung zur Gründung eines Unternehmens getroffen wird: Allein
entscheiden zu können, frei und unabhängig zu sein, besonderen Erfolg
haben zu wollen oder auch, um nicht arbeitslos zu sein oder zu werden
sind nur einige davon. Selbständigkeit ist aber für viele Frauen
nicht nur eine Frage individueller Gestaltungsmöglichkeit und
Selbstverwirklichung, sondern vielmehr auch ein strukturelles
Phänomen.

Vor diesem Hintergrund stellte sich die Frage, wo angesetzt werden
kann bzw. soll, um diesem Defizit entgegenzuwirken. Dazu wurden
Förderpolitiken im internationalen Kontext identifiziert, zehn
good-practice-Beispiele analysiert und fünf best-practice-Beispiele
einschließlich ihres institutionellen Kontextes beschrieben. Es
handelt sich dabei sowohl um zielgruppenspezifische Zugänge (vgl.
NEnA, SWITCH) wie auch um strukturelle Maßnahmen (bga) oder
Begleitmaßnahmen in Form von Studien.

Aus diesen Beispielen wurden innovative Handlungsansätze (=
best-principles) identifiziert, die zeigen, welche Zugänge es im
internationalen Kontext gibt, um Gründung bzw. Selbstständigkeit als
Karriereoption für Frauen stärker zu verankern. Daraus wurden unter
Berücksichtigung des bestehenden Förderportfolios in Österreich
nachfolgende Handlungsoptionen erarbeitet. Bei deren Umsetzung ist
jedenfalls ein klares Bekenntnis notwendig und sich die Forschungs-,
Technologie- und Innovationspolitik die Erhöhung des Frauenanteils
zum Ziel setzt:

- Die Vernetzung bestehender Förderstrukturen und ein 
   verstärktes "Engendering" der bestehenden Gründungsförderung 
   stellen eine unmittelbare Interventionsmöglichkeit dar, die von 
   einer koordinierenden Stelle veranlasst werden sollte,
 - Mittels Pilotmaßnahmen sollen neue Erfahrungen generiert und 
   gleichzeitig zielgruppen- wie öffentlichkeitswirksame Maßnahmen 
   gesetzt werden. 
 - Begleitende Forschungsprojekte und Öffentlichkeitsarbeit sollen 
   neues Wissen generieren, Aufmerksamkeiten schaffen und erhöhen 
   sowie den Prozess begleiten.

Die Studie ist als Download unter www.w-fforte.at verfügbar, oder
als Printversion unter [email protected] zu bestellen.

w-fFORTE

w-fFORTE ist das Programm des österreichischen Bundesministeriums
für Wirtschaft und Arbeit, das aufgrund einer Empfehlung des Rates
für Forschung und Technologieentwicklung Frauen aus Forschung und
Technologie in ihren Karriereverläufen unterstützt. Das BMWA rückt
mit w-fFORTE Karriereoptionen für Frauen in der Forschung, im
Management oder als Selbstständige in den Mittelpunkt: Gefördert
werden Forscherinnen, Gründerinnen, Unternehmerinnen und
Unternehmens-Nachfolgerinnen sowie Managerinnen. Umgesetzt wird
w-fFORTE von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft.
Das Programm w-fFORTE ist eingebettet in die Initiative fFORTE -
Frauen in Forschung und Technologie, die von den vier Ministerien,
BMUKK, BMWF, BMVIT und BMWA, durch weitere Programme, FEMtech und
fFORTE academic, unterstützt wird.

Mehr unter www.w-fforte.at

Rückfragehinweis:
Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG
DI Susanne Reithofer, Programmleiterin w-fFORTE
1090 Wien, Sensengasse 1
Tel +43 1 05 77 55 2506, [email protected]
www.ffg.at

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