- 19.09.2008, 13:27:31
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Schüssel: "Klimt-Villa wird in Zukunft pädagogische Arbeit und Kunst verbinden"
Klimt-Villa in Hietzing erhält neue Nutzung - Letztes Atelier von Gustav Klimt vor Abriss gerettet

Wien (ÖVP-PK) - Zum Baustellenfest anlässlich des Starts der
Renovierungsarbeiten im letzten Atelier von Gustav Klimt lud heute,
Freitag, die Bezirksvorstehung Hietzing. Im Rahmen einer
Pressekonferenz präsentierten die Projektanten in Anwesenheit von
ÖVP-Klubobmann Dr. Wolfgang Schüssel die Bautätigkeiten sowie die
zukünftige Nutzung der Klimt-Villa. ****
Auf dem Gelände der Klimt-Villa in Hietzing, Feldmühlgasse 13, wird
in den nächsten Monaten eine neue Heimstätte für das Kuratorium für
künstlerische und heilende Pädagogik errichtet. Für den Verein, der
bisher im 7. Bezirk über 40 behinderte Menschen betreut, werden die
bestehenden zwei Flachbauten neben der Klimt-Villa zu zeitgemäßen
Betreuungseinrichtungen adaptiert, ohne gravierende bauliche
Veränderungen durchzuführen.
Der mit der Baudurchführung beauftragte Architekt, Eduard Neversal,
betonte bei der Präsentation des Projekts, dass an der insgesamt mit
850m2 umfassenden Nutzfläche neue Bewegungsräume und Werk- und
Lernräume entstehen werden und die Klimt-Villa im Bestand kaum
verändert wird. "Die Klimt-Villa wird rundum erneuert. Zusätzlich
wollen wir den Dachboden so sanieren, dass auch dort zusätzliche
Räume untergebracht werden können", so Neversal.
Die zukünftige Direktorin der pädagogischen Einrichtung, Dr.
Elisabeth Rössel-Majdan vom Comenius Institut, bedankte sich in ihren
Ausführungen für die besondere Unterstützung beim Bezirksvorsteher
von Hietzing, Heinz Gerstbach, der bei der Umsetzung von Beginn an
mit voller Kraft hinter der Idee gestanden ist. "Unsere Einrichtung
stand aufgrund des Platzmangels in unseren ursprünglichen
Räumlichkeiten vor dem Aus. In Hietzing wurden uns alle Möglichkeiten
geöffnet, und wir haben nach zahlreichen Projektbesichtigungen das
ungenützte Klimt-Areal als idealen Standort entdeckt", so die
Direktorin, die sich besonders bei Dr. Wolfgang Schüssel für die
Unterstützung bedankte.
Wolfgang Schüssel, der nur wenige Gehminuten von der Klimt-Villa
entfernt wohnt, sagte bei der Präsentation, wie wichtig es sei,
alternative Schuleinrichtungen wie Waldorf oder das Comenius Institut
staatlich zu unterstützen. "Jahrzehntelang wurden vom Bund nur die
öffentlichen und konfessionellen Schuleinrichtungen unterstützt. Ich
bin sehr froh darüber, dass dies unter Elisabeth Geher geändert wurde
und heute auch die Personalkosten für alternative Schuleinrichtungen
vom Bund übernommen werden", sagte Schüssel.
Ziel war es, so Schüssel, die Klimt-Villa vor dem Verkauf oder dem
Abriss zu retten. Mit dem jetzigen Projekt werde pädagogische
Ausbildung und Kunst an einem besonderen Ort verbunden. "Wenn man
gute Ideen hat, stößt man in ‚Hietzing immer auf offene Ohren",
betonte Schüssel abschließend.
(Schluss)
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Tel.: 01/40110/4436
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