• 18.09.2008, 11:27:48
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Huainigg: Bundesweit einheitliche Regelungen zur Persönlichen Assistenz in allen Lebensbereichen!

Noch zehn Tage bis zur Wahl: ÖVP-Sprecher für Menschen mit Behinderung präsentiert täglich eine Position zur Behindertenpolitik

Wien (ÖVP-PK) - Seit 2002 ist Dr. Franz-Joseph Huainigg
Abgeordneter zum Nationalrat. In dieser Zeit konnten wichtige
Verbesserungen für behinderte Menschen umgesetzt werden. Am 28.
September stellt sich Huainigg wieder der Wahl. Bis dahin präsentiert
er auf seiner Diskussionsplattform FJH 21 täglich eine Forderung zur
Behindertenpolitik - und lädt Sie ein, dazu Stellung zu beziehen:
http://www.franzhuainigg.at ****

Position 12: Es braucht bundesweit einheitliche Regelungen zur
Persönlichen Assistenz in allen Lebensbereichen

Frau G. ist seit ihrer Kindheit Rollstuhlfahrerin und wird
katheterisiert. Wenn sie an ihre Schulzeit zurückdenkt, erinnert sie
sich vor allem an eines - das Warten auf die Krankenschwester, wenn
sie auf die Toilette musste. Denn das Kathetern wurde bis vor kurzem
als Pflegetätigkeit eingestuft und durfte daher nur von diplomiertem
Fachpersonal durchgeführt werden.

Im Frühjahr 2008 wurde das Gesunden- und Krankenpflegegesetz
dahingehend geändert, dass Pflegetätigkeiten auch an Persönliche
AssistentInnen delegiert werden können. "Das war ein wichtiger
Schritt, damit auf die individuellen Bedürfnisse behinderter Menschen
Rücksicht genommen werden kann. Es darf nicht weiter sein, dass sich
eine Pflegefachkraft nach der anderen die Türschnalle in die Hand
gibt. Persönliche Assistenz ist ein von behinderten Menschen
entworfenes Modell, das auf ihre Bedürfnisse Rücksicht nimmt und
ihnen ein selbstbestimmtes Leben mitten in der Gesellschaft sichert",
sagt Huainigg.

Das Modell der "Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz" gibt es
bundesweit seit 2004 und hat sich als Erfolgsprojekt erwiesen. Jetzt
sind die Länder gefordert, auch die anderen Lebensbereiche
abzudecken. Die Länderregelungen zur Persönlichen Assistenz sind sehr
unterschiedlich. Während Oberösterreich, Wien und Tirol hier
vorbildlich organisiert sind, gibt es in anderen Teilen Österreichs
keine vergleichbaren Strukturen. Ein behinderter Mensch sollte in
Wien die gleichen Möglichkeiten an Persönlicher Assistenz vorfinden
wie im Burgenland und in Vorarlberg. "Ich fordere daher, dass sich
die Länder mit dem Bund an einen Tisch setzen, um ein ganzheitliches
und einheitliches Modell der Persönlichen Assistenz zu entwickeln",
sagt Huainigg und ergänzt abschließend: "Auch im Schulbereich braucht
es Persönliche Assistenz und eine entsprechende gesetzliche
Grundlage."

Und was meinen Sie?
- Falls Sie selbst betroffen sind: Welche Erfahrungen haben sie mit
Persönlicher Assistenz am Arbeitsplatz gemacht? Unterstützt Sie
dieses Modell beim Erhalt des Arbeitsplatzes oder hat es Ihnen bei
der Jobsuche geholfen?
- Was halten Sie von einem bundesweiten Assistenzgesetz?
- Falls Sie ein/e Assistent/in sind: Welche Erfahrungen haben Sie
mit Persönlicher Assistenz gemacht? Welche Kompetenzen haben Sie
durch diese Tätigkeit erworben?

Diskutieren Sie mit: http://www.franzhuainigg.at
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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