• 16.09.2008, 15:49:05
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  • OTS0310 OTW0310

Frauenministerin Silhavy: "Teilzeit für Frauen oft existenzbedrohend"

"Mangel an qualifizierten Teilzeit-Arbeitsplätzen"

Wien (OTS) - "Die heute veröffentlichte Studie zur
Teilzeitbeschäftigung zeigt zwar, wie häufig diese Form der
prekären/atypischen Beschäftigung gerade bei Frauen ist, nicht
erwähnt aber wird, das nicht alle Frauen freiwillig Teilzeit
arbeiten. Oft hat diese Form der Beschäftigung auch
existenzbedrohende Auswirkungen. Aus diesem Grund habe ich eine
Studie in Auftrag gegeben, mit der die Qualität von
Teilzeitarbeitsplätzen in Österreich untersucht wird. Gleichzeitig
evaluiert diese Studie, welchen Beitrag hochwertige Teilzeitarbeit
zur Gleichstellung von Frauen und Männern liefert. Weiters werden
auch positive Beispiele untersucht", betonte Frauenministerin Silhavy
in einer Reaktion auf die publizierte Studie.

Als Ergebnis der Studie wird präsentiert, dass die meisten
Teilzeitbeschäftigten mit dieser Erwerbstätigkeit ein Einkommen
erzielen, dass sie von PartnerInnen, die das Haupteinkommen eines
Haushalts erzielen, abhängig macht. Gleichzeitig werden mit Berufung
auf diese Studie mehr Teilzeitarbeitsplätze in Österreich gefordert.

"Damit sollen Frauen wieder zu Zuverdienerinnen degradiert und aus
einer existenzsicherenden Erwerbstätigkeit in die Prekarität gedrängt
werden. Es wird die Vorstellung verbreitet, eine Wiedereinsteigerin
kann in ihrem Wunschberuf und mit ihren Fertigkeiten zuerst in
Teilzeit anfangen und dann später die Arbeitszeit erweitern bis hin
zur Vollzeit. Die Realität ist aber nicht so", sagte die
Frauenministerin.

Die Reduzierung der Arbeitszeit sei vielfach nicht nur mit einer
Reduzierung des Einkommens sondern auch mit Degradierungen und
Dequalifizierungen verbunden.

Die Teilzeitbeschäftigungsmöglichkeiten sind so, dass sie die
Karrierechancen von Frauen im Moment und zukünftig stark schmälern.
Es werde in der Studie von qualifizierter Teilzeit geredet, aber mit
keinem Wort gesagt, was darunter verstanden wird.

"Auch das Vorhandensein von ausreichenden, passenden, guten
Kinderbetreuungsangeboten für alle mit Versorgungspflichten ist ein
Kriterium. Neben dem Ausbau an qualitativ hochwertiger, leistbarer
und mit einer Vollzeiterwerbstätigkeit vereinbarer Kinderbetreuung
ist es auch notwendig, sich intensiver mit qualifizierter Teilzeit
als Teil eines Lebensarbeitszeitmodells auseinanderzusetzen.
Jedenfalls muss gewährleistet sein, dass Teilzeitarbeit nicht zu
einer Sackgasse im Berufsleben von Frauen führt", so Silhavy.

Rückfragehinweis:

Cornelia Zoppoth
   Pressesprecherin
   Kabinett der Bundesministerin für
   Frauen, Medien und Regionalpolitik
   Minoritenplatz 3
   A-1014 Wien
   Tel.:  (+43 1) 53115/2131
   E-Mail: [email protected] 
   
   
   Mag. Thomas Kvicala
   Pressesprecher
   Kabinett der Bundesministerin für
   Frauen, Medien und Regionalpolitik
   Minoritenplatz 3
   A-1014 Wien
   Tel.:  (+43 1) 53115/2148
   E-Mail: [email protected]

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