• 16.09.2008, 14:16:24
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Ein anderes Europa bauen - 5. Europäisches Sozialforum in Malmö

20.000 Menschen aus Europa, Afrika und Lateinamerika erwartet

Wien (vida/ÖGB/Attac) - Unter dem Motto "Ein anderes Europa
ermöglichen: Ost und West gemeinsam. Aufbau von Allianzen für soziale
Kämpfe und Alternativen" findet vom 17. bis 21. September 2008 im
südschwedischen Malmö das 5. Europäische Sozialforum (ESF) statt.++++

In mehr als 250 Seminaren und Workshops wollen soziale Bewegungen,
Gewerkschaften, kirchliche Organisationen und NGOs neue Bündnisse und
Allianzen für ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa
schaffen. Aus Österreich sind unter anderem Attac, die Gewerkschaft
vida, die Katholische ArbeitnehmerInnenbewegung und die Katholische
Jugend in Malmö vertreten.

"Das ESF ist der Treffpunkt aller sozialen Bewegungen, die sich
für ein soziales, ökologisches und demokratisches Europa einsetzen.
Mobilisierungen gegen neoliberale Vorhaben der EU - von der
Dienstleistungsrichtlinie bis hin zum EU-Verfassungsvertrag - haben
gezeigt, dass gemeinsamer Widerstand Erfolg haben kann. Nun geht es
darum, europäische Alternativen zu entwickeln und voranzutreiben",
sagt Attac-Obfrau Alexandra Strickner. Im Mittelpunkt der
Attac-Aktivitäten am ESF stehen Alternativen für stabile
Finanzmärkte, die Nahrungsmittelkrise, Wasserprivatisierung und die
Kritik an der Freihandelspolitik der Europäischen Union.

"Gerade für Gewerkschaften bietet das ESF neue Möglichkeiten der
Vernetzung, die über die alltägliche Arbeit hinausgehen", so Cornelia
Berger von der Gewerkschaft vida. "In einer Zeit des Neoliberalismus,
in der die großen Konzerne nur noch global agieren, müssen auch wir
neue Netzwerke bilden. Eine breitere Zusammenarbeit möglichst vieler
verschiedener Organisationen schafft uns bessere Voraussetzungen
gegen die Übermacht der Wirtschaft. Nur so können wir die Positionen
und Anliegen der ArbeitnehmerInnen besser vertreten."

Heinz Mittermayr von der Katholischen ArbeitnehmerInnen Bewegung
Österreich: "Ein anderes Haus Europa ist nötig. Ein Haus mit
Fenstern, durch die wir die steigende Ungerechtigkeit in allen
Ländern der EU und weltweit sehen. Ein Haus mit Türen, das für eine
positive Einbürgerungskultur und gegen die Vorstellung von der
"Festung Europa" steht. Wenn sich die Menschen in diesem Europa
zusammenschließen, kann dieses Haus der Menschlichkeit und
Nachhaltigkeit gelingen. Für die gesamte Europäische Christliche
ArbeitnehmerInnen Bewegung (EBCA) ist das ESF ein wichtiger Schritt
zu diesem anderen Europa."

"Für die Katholische Jugend ist das ESF wichtiges Zeichen. Vielen
jungen Menschen ist es ein zentrales Anliegen; sich in das große
Treffen der zivilgesellschaftlichen Globalisierung einzubringen, für
soziale Gerechtigkeit in Europa zu demonstrieren, zu feiern und
gemeinsam Alternativen und Konzepte für eine gerechte Zukunft zu
entwickeln", so Elisabeth Rohrmoser von der Katholischen Jugend
Österreich.

Das ESF 2008 im Internet: www.esf2008.org, www.fse-esf.org

ÖGB, 16. September 2008 Nr. 506

Rückfragehinweis:
Pressekontakte beim ESF in Malmö:
Alexandra Strickner, Obfrau Attac Österreich, 0664/104 84 28 [email protected]
Cornelia Berger, Gewerkschaft vida, 0664 614 57 84 [email protected]
Heinz Mittermayr, Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung, 0676 8776 36 36,
Elisabeth Rohrmoser, Katholische Jugend, 0676 452 84 91, [email protected]

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