- 15.09.2008, 13:09:48
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Leitl begrüßt neue EU-Initiative zur Stärkung der KMU-Finanzierung
Erweiterung des EIB-Finanzierungsrahmens für vergünstigte KMU-Kredite auf 30 Mrd. Euro kommt zum richtigen Zeitpunkt
Wien (PWK667) - "Auf Grund der anhaltenden Turbulenzen auf den
Finanzmärkten sind in der EU die Banken zurückhaltender bei der
Kreditvergabe geworden. Auch die Zinsen für Unternehmenskredite sind
seit Ausbruch der Finanzkrise kontinuierlich gestiegen. Es ist daher
genau der richtige Zeitpunkt, durch eine europäische Initiative die
KMU-Finanzierung zu stärken," begrüßte Christoph Leitl als
WKÖ-Präsident und in seinen europäischen Funktionen heute, Montag,
das am Wochenende angekündigte verstärkte Engagement der Europäischen
Investitionsbank (EIB) für die Finanzierung der kleineren und
mittleren Unternehmen.
Mit der beim Rat der EU-Finanzminister in Nizza angekündigten
Ausweitung der Globaldarlehen - das sind zinsgünstige Kredite an
Banken, die von diesen an Unternehmen weitergegeben werden - um 50
Prozent auf 30 Mrd. Euro (für 2008 und 2009) zu Gunsten von KMU wird
ein positives Zeichen für die KMU-Finanzierung gesetzt. Auch die
angekündigte neue Fazilität für Mezzaninfinanzierungen
(Finanzierungsform mit Eigen- und Fremdkapitalcharakter), die seitens
der EIB mit 1 Mrd. Euro dotiert werden wird, wird von Leitl begrüßt:
"Die Mezzaninfinanzierung ist eine interessante Alternative zur
Kreditfinanzierung und kann z.B. bei Wachstums- und
Nachfolgefinanzierungen ein wichtiges Element einer
Finanzierungslösung darstellen."
Das von der EIB vorgestellte Paket ist Ergebnis eines
Konsultationsprozesses, den die Bank 2007 gestartet hat und an dem
die WKÖ und ihr nahestehende europäische Unternehmensverbände
teilgenommen haben.
Nun fordert Leitl die Kommission zum Handeln auf: Notwendig wäre
eine deutliche Verstärkung des bestehenden Garantie-Instrumentariums
der EU. Konkret könnten durch Rückgarantien für nationale
Förderinstitutionen, die Haftungen für KMU-Kredite übernehmen, neue
Anreize für die Kreditvergabe in Europa gesetzt werden. "Wichtig ist
dabei auch eine maßvolle Förderbürokratie, denn diese erweist sich
oftmals als ein Hemmschuh, wie zum Beispiel im Bereich der
EU-Regionalförderungen", so Leitl abschließend. (FA)
Rückfragehinweis:
EU-Büro der Wirtschaftskammer Österreich
Mag. Franziska Annerl,
Tel.: +32/474/472594
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