- 15.09.2008, 09:38:45
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Sozialhilfereform geht im Wahlkampf und Föderalismus unter
Leidtragende sind 130 000 Hilfesuchende
Wien (OTS) - "Die Sozialhilfereform geht im Wahlkampf und
Föderalismusdschungel unter", bedauert die Armutskonferenz. "Und das
nicht zum ersten Mal. Leidtragende sind 130 000 Hilfesuchende."
Die Gründe für die steigende Zahl an SozialhilfebezieherInnen sind
das Anwachsen der "working poor", gestiegene Lebenshaltungskosten bei
Wohnen und Energie, nichtexistenzsichernde Arbeitslosen- und
Notstandshilfeleistungen, nichtausreichende Pensionen, hohe
Arbeitslosigkeit und der Anstieg an psychischen Erkrankungen,
besonders depressive Erschöpfungszustände", analysiert die
Armutskonferenz. "Dazu kämen die ausgewiesenen Mängel der Sozialhilfe
wie "der willkürliche Vollzug in den Ländern, mangelnde
Krankenversicherung, fehlende Rechtssicherheiten, undurchsichtige
Richtsatzhöhen, falsche Anreizstrukturen in der Finanzierung und hohe
Nichtinanspruchnahme."
"Keine halben Lösungen für ganze Probleme", wünscht sich das
Anti-Armutsnetzwerk angesichts dieser wachsenden sozialen Notlagen.
"Es kann keine Mindestsicherung geben, die diesen Namen verdient,
ohne dass die tatsächlichen Wohnkosten für Armutsbetroffene abgedeckt
werden, ohne die Sicherung österreichweiter Standards bei
existentiellen Nöten in besonderen Lebenslagen (kaputter Boiler,
Schulsachen, etc), ohne eine Reform des Vollzug der Sozialhilfe in
den Ländern und ohne Reform der aktiven Arbeitsmarktpolitik", so die
Armutskonferenz abschließend.
DIE ARMUTSKONFERENZ.
Österreichisches Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung.
Die Mitgliedsorganisationen der Armutskonferenz betreuen und
unterstützen 500 000 Hilfesuchende im Jahr
Rückfragehinweis:
DIE ARMUTSKONFERENZ. www.armutskonferenz.at Tel: 01/ 409 80 01 oder mobil 0664/ 544 55 54 Koordinationsbüro Armutskonferenz Tel: 01/ 402 69 44
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