• 12.09.2008, 12:30:00
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Schnell wie die Feuerwehr - pünktlich wie die Bahn

Heute wurde die brandneue Feuerwehr-Lok als Symbol für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen den österreichischen Feuerwehren und den ÖBB Wiener Praterstern präsentiert.

Wien (OTS) - (Wien, 12. September 2008) - Der Grundsatz der
Feuerwehren "Retten, Löschen, Bergen, Schützen" gilt auch im
Gleisbereich. Um die Sicherheit durch erfolgreiche Feuerwehreinsätze
zu gewährleisten, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den ÖBB und
dem Österreichischen Bundesfeuerwehrverband, den
Landesfeuerwehr-verbänden und den insgesamt 4.861 Freiwilligen-,
Betriebs- und Berufsfeuerwehren in den Regionen notwendig. "Mit der
Bereitstellung von geeigneten Einsatzfahrzeugen, Übungsprogrammen,
detaillierten Tunneleinsatzkonzepten und dem neu überarbeiteten
Handbuch für Feuerwehreinsätze im Gleisbereich leisten die ÖBB und
der Österreichische Bundesfeuerwehrverband einen großen Beitrag für
die erfolgreiche Arbeit der Einsatzkräfte", erläutern DI Herwig
Wiltberger, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur Betrieb AG und
Ing. Manfred Seidl, Präsident des ÖBFV die Kooperation.

Taurus-Lok ist schnell wie die Feuerwehr
Als Symbol für die produktive und wichtige Partnerschaft zwischen
Feuerwehr und ÖBB wurde die Taurus-Lok, die mit 357 km/h den
Geschwindigkeits-Weltrekord für Elektrolokomotiven hält, von der
ÖBB-Werbecenter GmbH im Feuerwehr-Look gestaltet. Die Botschafterin
der guten Zusammenarbeit ist mit ihren 10.000 PS schnell wie die
Feuerwehr und als mobile Werbeträgerin in Österreich und dem
benachbarten Ausland unterwegs. Der Hingucker setzt ein Zeichen
dafür, dass Feuerwehr und ÖBB auch in der Zukunft ihre Kooperation
weiterentwickeln werden.

Handbuch mit einigen Neuerungen
Das ab 2009 in überarbeiteter Form gültige Handbuch "Feuerwehreinsatz
im Gleisbereich" wartet mit einigen Neuerungen auf. Die neue Version
geht detailliert auf die Aufgabenverteilung der Einsatzleitung und
die zu berücksichtigenden Punkte im Tunneleinsatz ein. Außerdem
beinhaltet es Checklisten, die eine einheitliche Einsatzabwicklung
ermöglichen. Neu ist auch das Kapitel zum Einsatz hinter
Lärmschutzwänden. Das Handbuch ist wie sein Vorgänger auch auf CD
erhältlich.

Top-Ausrüstung für Schulung und Einsatz
Fünf moderne Rettungszüge auf technologisch neuestem Stand stehen in
Villach Süd, Spittal-Millstättersee, Mallnitz-Obervellach, Böckstein
und Bludenz für Einsätze bereit. Diese Züge werden im Notfall von
einem Team aus eigens dafür ausgebildeten Feuerwehrmännern und
Mitarbeitern des Roten Kreuz und der ÖBB eingesetzt. Die Feuerwehren
verfügen darüber hinaus über sechs Zweiwege-Rüstlöschfahrzeuge, die
die Feuerwehrmitglieder via Straße und Schiene zum Einsatzort bringen
können. Vier der Fahrzeuge sind in Niederösterreich und zwei in Tirol
stationiert.

"Regelmäßige Übungen im Gleis und mit rollendem Material bilden eine
wichtige Grundlage für die wirkungsvolle Arbeit der Feuerwehren im
Gleisbereich", betont ÖBFV-Präsident Ing. Manfred Seidl die gute
Zusammenarbeit mit den ÖBB. "330.843 Feuerwehrleute in ganz
Österreich sind auch für Einsätze im Gleisbereich bestens geschult
und sorgen damit für die Sicherheit der Bahnkunden." Besonderer
Beliebtheit erfreut sich das Schulungsprogramm rund um den
Übungskesselwagen, der ein äußerst realitätsnahes Betätigungsfeld
bietet.

Einzigartige Sicherheitsstandards in den Tunnels der ÖBB
In Abstimmung mit den Feuerwehren werden für jeden Neubautunnel mit
einer Länge ab etwa 1000 Metern seit 1990 Tunnelsicherheitspläne
erstellt. Sie beinhalten alle wichtigen Informationen über die
Infrastruktur und Ausrüstung im jeweiligen Tunnel, sowie
organisatorische Hinweise über die Vorgangsweise bei Notfällen. Zur
besseren Orientierung sind eigene Pläne der Portalbereiche und
Zufahrten in den Tunnelsicherheitsplänen dargestellt. Solche
Notfallpläne werden aber nicht nur für Neubautunnel ausgearbeitet.
Auch für Bestandstunnel ab einer Länge von einem Kilometer werden
neue Tunnelsicherheitspläne konzipiert. "Der Sicherheitsstandard im
Arlbergtunnel konnte durch ein weltweit einzigartiges Rettungskonzept
deutlich verbessert werden. Querverbindungen zwischen Straßen- und
Eisenbahntunnel sorgen dafür, dass im Brandfall in einem der beiden
Tunnels der jeweils andere als sicherer Bereich zur Verfügung
steht.", so Vorstandsdirektor DI Herwig Wiltberger. Der Arlbergtunnel
wurde unter großer medialer Aufmerksamkeit von ÖBB, Feuerwehr und
Rotem Kreuz am 9. August 2008 erfolgreiche beübt.

Werbung auf der schnellsten Lok der Welt
Die ÖBB-Werbecenter GmbH ist Teil des ÖBB-Konzerns und verantwortlich
für die Vermarktung aller ÖBB-Werbeflächen. Das Unternehmen bietet
seinen Kunden Werbung entlang der gesamten Mobilitätskette - von der
ÖBB-Website über Werbung auf Bahnhöfen bis hin zu Wagon-Außenwerbung.
"Die gebrandete Taurus-Lok ist das Premiumprodukt des
ÖBB-Werbecenters und der ideale Werbeträger für die Feuerwehr.
Genauso schnell wie die Feuerwehr wird die Lok in einem Jahr rund
230.000 km zurücklegen und auch bei zahlreichen Events im Einsatz
sein", so Claus Stadler, Geschäftsführer der ÖBB-Werbecenter GmbH.

Feuerwehren: Alle zwei Minuten ein Einsatz!
Die 4.861 österreichischen Feuerwehren wurden mit ihren 330.843
Mitgliedern im Vorjahr zu 253.051 Einsätzen gerufen. ÖBFV-Präsident
Ing. Manfred Seidl: "Alle zwei Minuten rückt in Österreich eine
Feuerwehr zu einem Einsatz aus!" 2007 konnten 4.870 Personen aus
lebensbedrohenden Notlagen gerettet werden.

Derzeit finden in Wien die Bundesfeuerwehrleistungsbewerbe und der
Bundesfeuerwehrtag statt. Am Samstag "kämpfen" ab 8 Uhr mehr als
3.000 Feuerwehrleute aus ganz Österreich um den Bundessieg, um 10 Uhr
geht der öffentliche Teil des Bundesfeuerwehrtages mit einer
eindrucksvollen Leistungsbilanz über die Bühne. Am Nachmittag findet
die Neuwahl des ÖBFV-Präsidenten und der drei Vizepräsidenten statt.
Am Sonntag marschieren die Bewerbsteilnehmer nach einem ökomenischen
Gottesdienst um 8.45 Uhr im Stephansdom ab 10 Uhr über die Ringstraße
(begleitet von den modernsten Feuerwehrfahrzeugen) auf den
Rathausplatz. Dort findet um 11 Uhr im Beisein von Bundespräsident
Dr. Heinz Fischer die feierliche Schlussfeier mit der
Siegerverkündung statt.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 447 Mio. Fahrgäste und 97
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Rückfragehinweis:

Mag. Thomas Berger
   ÖBB-Holding AG
   Konzernkommunikation
   Vienna Twin Tower - Turm West
   A-1100 Wien, Wienerbergstraße 11
   Tel. +43 1 93000 44277
   Fax +43 1 93000 44078
   E-Mail [email protected]

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