- 12.09.2008, 09:32:59
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Startschuss zum Bau der BahnhofCity Wien West
Mit dem heutigen Spatenstich am Wiener Westbahnhof beginnen die Umbauarbeiten zu Österreichs erster BahnhofCity. Der Zugverkehr läuft während der dreijährigen Sperre ohne Einschränkungen.

Wien (OTS) - (Wien, 12. September 2008) Der denkmalgeschützte
Wiener Westbahnhof wird ab 15. September modernisiert und bei
laufendem Betrieb bis Herbst 2011 zur BahnhofCity Wien West
ausgebaut. Diese setzt sich zusammen aus der denkmalgeschützten
Bahnhofshalle, zwei neuen links und rechts angrenzenden Bürogebäuden
mit integriertem Hotel und der bestehenden Bahnhofsgarage. Durch die
Modernisierung der Bahnhofshalle auf ein zeitgemäßes Niveau und die
Erweiterung auf drei Geschosse entsteht ein qualitativ hochwertiger,
multifunktionaler Ort der Begegnung für Reisende, Pendler, Touristen
und Anrainer. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch der Europaplatz bis
Ende 2009 gesperrt sein.
Bis zur Fertigstellung dient den Kunden eine provisorische
Verkehrsstation als vollwertiger Ersatz. Wiens Bürgermeister Michael
Häupl, Verkehrsminister Werner Faymann, der Vorstandssprecher der
ÖBB-Holding AG Peter Klugar und der Vorstandsdirektor der
ÖBB-Infrastruktur Bau AG Andreas Matthä gaben heute den Startschuss
für den Beginn der Bauarbeiten.
"Die neue BahnhofCity Wien West wird weit mehr als ,nur` ein Bahnhof
sein, denn sie steht für Reisen, Shoppen und Arbeiten in einem. Sie
übernimmt die Rolle des Nahversorgers und wird Motor für die
Weiterentwicklung des umliegenden Stadtteils sein. Ich sehe in ihr
einen wichtigen Entwicklungsimpuls für die Stadt, durch den nicht
zuletzt auch neue Arbeitsplätze entstehen werden. Ich bin überzeugt,
der 15. Bezirk und ganz Wien werden dadurch profitieren", so
Bürgermeister Häupl.
"Um noch mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen müssen
wir diese noch attraktiver machen und den Fahrgästen ein besseres
Angebot bieten", betont Verkehrsminister Faymann. "Der Ausbau des
Westbahnhofs zu Österreichs erster BahnhofCity ist ein wichtiger
Meilenstein und zugleich ein weiterer Höhepunkt der
"Bahnhofsoffensive". Immerhin steigen hier täglich rund 43.000
Menschen ein und aus. Nur wenn wir mehr Menschen für den öffentlichen
Verkehr begeistern, können wir die Lebensqualität und die Umwelt in
Österreich für die Zukunft sichern."
Für ÖBB-Vorstandssprecher Klugar ist klar: "Es genügt längst nicht
mehr, im Bahnhof nur Fahrkarten zu verkaufen. Wir tragen diesem Trend
mit dem Bau der BahnhofCity Rechnung: Nach deren Fertigstellung
erwartet unsere Kunden und Besucher auf insgesamt drei Stockwerken
ein deutliches Mehr an Service, Sicherheit und Komfort - etwa durch
einen vergrößerten Wartebereich, helle und transparente Gestaltung,
eine Shoppingmeile und ein umfangreiches Gastronomieangebot."
Die provisorische Verkehrsstation - Kundenkomfort auf 3.000 m2
Erstmals in Österreich wird ein gesamter Bahnhof während der
Bauarbeiten in eine provisorische Verkehrsstation verlegt. Das
zweistöckige, rund 3.000 m2 Provisorium befindet sich auf Seite der
Äußeren Mariahilferstraße, Ecke Langauergasse/Gerstnerstraße,
zwischen dem so genannten "Blauen Haus" und den Bahnsteigen. In ihm
finden die Kunden alles, was sie vor und nach einer Bahnfahrt
brauchen - sämtliche Serviceeinrichtungen wie das ÖBB-Reisezentrum,
weitere Fahrkarten¬automaten, den Infopoint, die ÖBB-Club Lounge und
selbstverständlich auch Geschäfte und Gastronomie zur Versorgung der
Fahrgäste.
Eine Infobox im ersten Stock bietet allen Interessierten während der
gesamten Bauzeit Informationen über den Umbau und die künftige
BahnhofCity. Für die Anliegen von Anrainern steht darüber hinaus die
Ombudsfrau Karin Bachmaier zur Verfügung. Sie ist unter der
Mailadresse [email protected] bzw. unter Tel. 01 93000
33114 erreichbar.
Neue Zugänge zum Bahnhof
Der Zugang zu den Bahnsteigen erfolgt entweder über die
provisorische Verkehrsstation oder über die Felberstraße. Der
barrierefreie Zugang zu den ÖBB-Services und den Bahnsteigen ist auch
während der Bauzeit über die Eingänge Gerstnerstraße, Felberstraße
und über den Gürtel (trotz Baufeld am Europaplatz wird ein Zugang
unmittelbar vor der provisorischen Verkehrsstation beibehalten)
gesichert. Damit die ÖBB-Kunden während der Bauzeit die Bahnsteige
weiterhin rasch und bequem erreichen können, sind im Provisorium
zusätzlich zu den Stiegen auch Rolltreppen und ein Lift eingebaut. Zu
Beginn der Sperre wird Personal bereitgestellt, um Kunden über die
Änderungen während der Bauarbeiten zu informieren.
Zugverkehr ohne Einschränkungen während der Umbauarbeiten
Der Zugverkehr läuft während der gesamten Umbauphase ohne
Einschränkungen, da an Bahnsteigen und Gleisen keine Umbauarbeiten
durchgeführt werden. Am Bahnhof ändern sich für die Kunden die Wege
zu den innerstädtischen Verkehrsmitteln bzw. zum Flughafen¬bus - mit
neuer Haltestelle im Bereich Felberstraße. Die ÖBB haben für ihre
Kunden ein eigenes Wegeleitsystem eingerichtet. Unabhängig von den
Bauarbeiten zur Bahnhofcity werden jedoch in Kürze
Gleisadaptierungsarbeiten auf Bahnsteig 6/7 für den Railjet beginnen,
die etwa zwei Monate dauern werden.
BahnhofCity Wien West: Reisen, shoppen, arbeiten
Die künftige BahnhofCity Wien West wird ein Ort zum Reisen, Arbeiten
und Einkaufen sein. Zwei mehrgeschoßige Neubauten links und rechts
der denkmalgeschützten Bahnhofshalle werden auf 29.000 m2
Bruttogeschoßflächen Raum für Büros und ein Hotel bieten. Unter der
BahnhofCity einschließlich bestehender Bahnhofshalle wird ein neues
Geschoß eingezogen, das bis zum Gürtel reicht und die Mariahilfer
Straße mit der Bahnhofshalle verbindet. In dieser werden sich auf
drei Ebenen die Serviceinrichtungen der ÖBB sowie eine Shoppingmeile
mit etwa 100 Geschäften und abwechslungsreichem Gastronomieangebot
befinden. Hier können Reisende und Anrainer in Zukunft auf dem
täglichen Weg von der Arbeit nach Hause einkaufen oder sich mit
Freunden auf einen Kaffee treffen.
Das neue Low-Budget-Hotel Motel One wird im Neubau rechts der
Bahnhofshalle an der Ecke Europaplatz/Felberstraße entstehen.
Errichtet wird es von der Verkehrsbüro Group im Joint Venture mit der
deutschen Motel One AG. Mit 442 Zimmern bietet es seinen Gästen
künftig viel Design für wenig Geld.
Kundenfreundlich, service-orientiert, sicher
In der neuen BahnhofCity sorgen die helle und transparente Gestaltung
der gesamten Anlage und die durchgängige Videoüberwachung für noch
mehr Sicherheit und einen angenehmen Aufenthalt. Weiters wird der
Wartebereich im Gleisgeschoß vergrößert und auf 200 Sitzplätze
ausgeweitet. Durch Lifte, Rolltreppen und Rampen werden Menschen mit
Mobilitäts¬einschränkungen barrierefreien Zugang zu allen
Einrichtungen am Bahnhof haben.
Insgesamt werden die ÖBB 130 Mio. Euro in dieses Großprojekt
investieren.
Die Entwicklung der BahnhofCity mit Büros, Hotel und Einkaufszentrum
erfolgt durch die ÖBB-Immobilien¬management GmbH. Für die
Generalplanung zeichnen die Architekten Neumann und Steiner
verantwortlich. Die Planung und der Umbau des Westbahnhofs zur
BahnhofCity Wien West sowie die Errichtung des Provisoriums werden
von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG gesteuert. Mit der Zusammenstellung
des richtigen Branchenmixes und der Vermietung der Büroflächen wurde
die ECE als Kompetenzpartner beauftragt. ECE ist der europäische
Marktführer im Bereich innerstädtischer Shopping-Center und wird
später auch das Center Management in der BahnhofCity Wien West
übernehmen. ECE-Chef Alexander Otto: "Wir freuen uns, bei der großen
Bahnhofsoffensive Partner der ÖBB sein zu dürfen. Dieses Projekt ist
vergleichbar mit dem international gelobten Umbau des Leipziger
Hauptbahnhofes, den wir ebenfalls neu gestaltet haben und seit Jahren
höchst erfolgreich managen. Die Lage direkt an Mariahilfer Straße und
Gürtel wird die BahnhofCity Wien West zu einer
Top-Shopping-Destination in Wien machen."
Highlight der Bahnhofsoffensive
Der Umbau des Westbahnhofs ist ein zentrales Projekt der
Bahnhofsoffensive, mit der die ÖBB seit 2001 ihre frequenzstärksten
Bahnhöfe modernisieren. Kunden¬freundlichkeit, Service und Sicherheit
stehen an erster Stelle. Seit 2005 läuft die Bahnhofsoffensive auch
in Wien auf vollen Touren. Diese zweite Phase begann mit der
Modernisierung des Bahnhofs Wien Praterstern, der im April 2008
offiziell eröffnet wurde. Insgesamt wollen die ÖBB bis 2015 über 2
Mrd. Euro in die neue Qualität der Bahnhöfe in ganz Österreich
investieren.
ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern
österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und
Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7
Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des
Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 448 Mio. Fahrgäste und 97
Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des
Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.
Rückfragehinweis:
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Pressesprecher Wien und Burgenland
Tel.: 01 93000-44278, Mobil: 0664/617 15 11
e-mail: [email protected]
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