- 10.09.2008, 12:31:03
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Umwelttechnik entwickelt sich zu Österreichs dynamischsten Wirtschaftszweig
Umweltminister Pröll und WKOÖ-Vizepräsidentin Rabmer-Koller unterstreichen die Bedeutung der "Energie-Zukunft" - Fortführung der Internationalisierungsoffensive gefordert
Wien (PWK657) - Österreichs innovative Umwelttechnik hat sich in
den letzten Jahren zu einem zugkräftigen Motor der Wirtschaft
entwickelt und damit zur Basis zusätzlicher Einkommen und
Arbeitsplätze. Mit kräftigen Umsatzsteigerungen von mehr als zwölf
und einem Beschäftigungszuwachs von 6,6 Prozent pro Jahr ist die
Branche der am stärksten wachsende Wirtschaftszweig. Allein die Zahl
der heimischen Umwelttechnologiefirmen hat sich von 1993 bis 2007 von
248 auf 375 erhöht. Dies geht aus einer aktuellen WIFO-Studie hervor,
die Umweltminister Josef Pröll, die Vizepräsidentin der
Wirtschaftskammer Oberösterreich, Ulrike Rabmer-Koller und der
Geschäftsführer von ACT (Austrian Clean Technology), Gerhard Fallent,
heute, Mittwoch, im neuen ACT-Kompetenzzentrum für Umwelt- und
Energietechnologie in Mödling bei Wien präsentierten.
2007 erwirtschaftete die Umwelttechnikindustrie einen Umsatz von
sechs Milliarden Euro, wovon zwei Drittel im Export erlöst wurden,
was einem Anteil von 2,2 Prozent am nominellen BIP entspricht. "Der
Einsatz moderner Umwelttechnologien ist nicht nur Jobmotor, sondern
auch ein wichtiger Eckpfeiler zur Erreichung der Klimaschutzziele",
betonte Pröll.
Der im Regierungsprogramm festgehaltene "Masterplan
Umwelttechnologie" (MUT) soll die Entwicklung Österreichs zum
weltweit führenden Anbieter von Umwelttechnologien weiter
vorantreiben. Zur Erreichung dieser Ziele wurde vom Umweltministerium
das ACT-Kompetenzzentrum eingerichtet, das seit Juni 2008 als
Drehscheibe zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung fungiert.
Auch die vom Ministerium gemeinsam mit der Wirtschaftskammer
Österreich getragene "Exportoffensive Umwelttechnologie" zielt in
diese Richtung, indem sie neue Märkte erschließt und die Bekanntheit
österreichischen Umwelt-Know Hows weltweit vorantreibt. Die
Schwerpunkte der Exportinitiative werden in den kommenden Jahren auf
den Ländern Mittel-, Ost- und Südeuropas sowie auch auf Südostasien,
Russland und der GUS liegen.
"Damit wir mit unseren Möglichkeiten voll punkten können, fordern
wir von der neuen Regierung eine gezielte Unterstützung der
Umwelttechnologie-Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte,
speziell auch mit Hilfe der Internationalisierungsoffensive, die
unbedingt fortgesetzt werden soll. Dies würde die Voraussetzungen
schaffen, die riesigen Chancen für österreichische Unternehmen zu
nutzen", sagte Rabmer-Koller. Wie die Umwelttechnolgie-Expertin unter
Hinweis auf eine aktuelle ÖGUT-Studie erklärte, habe Ost- und
Südosteuropa einen Investitionsbedarf von rund 200 Milliarden Euro im
Bereich der Umwelt- und Energietechnik. Die entsprechenden
Investitionen in Russland werden in diesem Bereich sogar auf
mindestens 820 Milliarden Euro geschätzt. "Moderne Umwelttechnologien
sind zu einem großen Teil in den jeweiligen Ländern noch unbekannt.
Dies eröffnet unseren Unternehmen, die über viel Know How verfügen,
die vielfältigsten Möglichkeiten".
Wie Rabmer-Koller weiter ausführte, handelt es sich bei den
heimischen Umwelttechnologiefirmen überwiegend um Klein- und
Mittelbetiebe. Deshalb sei es umso wichtiger, die einzelnen
Unternehmen zu vernetzen und durch verstärkte Kooperation die
Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhöhen. Die Vizepräsidentin
hob in diesem Zusammenhang die AWO (Außenwirtschaft
Österreich)-Initiative "Netzwerk Projekte International" hervor, die
Unternehmen bei Geschäften in "Emerging Markets" unterstützt. Als
zentraler Ansprechpartner im Bereich internationaler Projekte
übernimmt das neue AWO-Netzwerk insbesondere die Rolle eines
Koordinators, der interessierte Unternehmen gezielt über geeignete
Projekte informiert und auch mit potenziellen Projektpartnern
zusammenführt.
ACT-Geschäftsführer Fallent informierte abschließend über den
bevorstehenden "Kick Off"-Event am 17. September, bei dem die
Aktivitäten der "Austrian Clean Technology" einem interessierten
Fachpublikum präsentiert werden. Etwa 20 Prozent der heimischen
Umwelttechnikfirmen sind in Niederösterreich beheimatet, was Minister
Pröll auf eine gute Standortpolitik des Landes sowie auf die
Anziehungskraft bereits bestehender Betriebe auf interessierte
"Newcomer" zurückführt. (hp)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik Dr. Stephan Schwarzer Tel.: (++43) 0590 900-4195 mailto:[email protected] http://wko.at/up
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