- 09.09.2008, 14:05:23
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Berger: Fekter soll "Soko Jugend" aufstocken statt auflösen!
Kampf gegen Jugendkriminalität nur Lippenbekenntnis der ÖVP -Wiedererrichtung des Jugendgerichtshofs gefordert
Wien (SK) - Beim von der ÖVP und Innenministerin Fekter
vielbeschworenen Kampf gegen die Jugendkriminalität "handelt es sich
offensichtlich nur um ein Lippenbekenntnis", kritisierte
Justizministerin Maria Berger am Dienstag die geplante Auflösung der
Jugend-Spezialgruppe in Wien. Für Berger ist es "ein fatales Signal",
wie die Volkspartei einerseits dauernd versucht, Horrorszenarien über
steigende Kriminalitätszahlen in diesem Bereich zu zeichnen, und auf
der anderen Seite genau hier die spezialisierten
kriminalpolizeilichen Aktivitäten einstellt. "Die Soko Jugend sollte
aufgestockt und nicht aufgelöst werden", forderte Berger am Dienstag
gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****
Die Entwicklung bei der Kriminalpolizei, für die Innenministerin
Fekter verantwortlich zeichne, erinnere sie "an die ÖVP-Blockade
gegen die Wiedererrichtung des Jugendgerichtshofs". Obwohl kein
einziges Sachargument gegen ein solches Jugendkompetenzzentrum
vorgebracht wurde, legte Finanzminister Molterer das bereits sehr
weit gediehene Projekt auf Eis, indem er die Finanzierungszusage
zurückzog. Nur durch ein Modell wie den einst international
renommierten Jugendgerichtshof könne verhindert werden, dass
Jugendliche ihre kriminelle Karriere im Erwachsenenalter fortsetzen.
Die nun von der Auflösung bedrohte "Soko Jugend" widme sich speziell
der Bandenkriminalität von Jugendlichen. Für Berger handle es sich
bei den jugendlichen Delinquenten "um eine ganz spezielle Klientel,
mit denen man anders umgehen muss als mit erwachsenen Straftätern".
Dementsprechend sei spezialisierte Polizeiarbeit in diesem Bereich
besonders wichtig. Abschließend appellierte die Ministerin an ihre
Amtskollegin Fekter, "diesen Schritt zu überdenken und für eine
Aufstockung dieser Polizeieinheit zu sorgen, anstatt wichtiges
Know-how der Kriminalisten einfach versickern zu lassen". (Schluss)
sw
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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