• 05.09.2008, 10:00:00
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Moped 15: Maßnahmen lassen weiter auf sich warten

2008 wird sich an der bedenklichen Unfallentwicklung bei 15-jährigen Mopedlenkern nicht viel ändern

Wien (OTS) - Auch in den südlichen und westlichen Bundesländern
geht nächste Woche wieder die Schule los. Viele Jugendliche werden
den Schulweg aber nicht mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
zurücklegen, sondern auf eine unabhängigere Variante umsteigen - aufs
erste eigene Moped. Leider haben 2007 die Unfälle von 15-jährigen
Mopedlenkern - als Folge der gesetzlichen Lockerungen im Jahr 2002 -
einen absoluten Höchststand erreicht. 15-jährige Mopedlenker waren in
1.577 Unfälle verwickelt, 1.495 15-jährige Mopedlenker wurden
verletzt und sieben getötet. Mittlerweile machen Unfälle von
15-jährigen Mopedlenkern bereits 30 Prozent an allen Mopedunfällen
aus. Auch für 2008 sieht es nicht so aus, als würde sich dieser
bedenkliche Trend umkehren. Von Jänner bis Mai gab es 469 Unfälle in
dieser Altersgruppe, im selben Zeitraum 2007 waren es 515. Diese
geringfügige Verbesserung kann aber bis zum Jahresende noch
zusammenschmelzen. "In keinem anderen Bereich der Verkehrssicherheit
macht sich die Rücknahme gesetzlicher Bestimmungen dramatischer
bemerkbar", gibt Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratoriums für
Verkehrssicherheit (KfV), zu bedenken. "Daher ist es umso
bedauerlicher, dass wir noch immer auf die Umsetzung wichtiger
Gegenmaßnahmen warten und tatenlos zuschauen müssen, wie die Zahlen
weiter steigen."
Ein gemeinsamer Vorschlag von KfV, ÖAMTC, ARBÖ und den Fahrschulen
für eine Mehrphasenausbildung bei den 15-jährigen Mopedlenkern liegt
dem BMVIT schon seit Längerem vor. Inzwischen ist aber schon wieder
ein weiteres Jahr vergangen, in dem nichts gegen die Aufwärtsspirale
bei den Unfallzahlen getan wurde.

Gewaltige Unterschiede zwischen 15 und 16

Ein 15-jähriger Mopedlenker ist einem rund drei Mal größeren
Unfallrisiko ausgesetzt als ein 16-jähriger Mopedlenker, unter
anderem sind sie wesentlich öfter in Alleinunfälle verwickelt.
Außerdem fällt auf, dass auch der Anteil der Alkoholunfälle bei
15-jährigen Mopedlenkern steigt, weil das Moped nicht so wie früher -
durch die gesetzlichen Restriktionen bedingt - für den Weg von und
zur Schule oder Arbeit genutzt wird, sondern hauptsächlich für die
Freizeit. "Wir sehen wie erfolgreich die Mehrphase für
Pkw-Fahranfänger ist. Daher sollten wir endlich beginnen, diese
Erfolgsstory auch bei den 15-Jährigen Mopedlenkern umzusetzen",
fordert Thann. "Wenn wir ihnen dieses Maß an mobiler Freiheit weiter
zugestehen wollen, müssen wir dafür sorgen, dass sie bestmöglich auf
die damit verbundenen Gefahren vorbereitet sind."

Rückfragehinweis:
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Mag. Dolores Omann
Marketing & Kommunikation
Tel.: 0577077-1904
E-Mail: [email protected]

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