• 03.09.2008, 17:14:24
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Pensionskassenberechtigte wehren sich gegen Aussage des Fachverbandes der Pensionskassen (Dr. Janda)

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der Pensionskassenberechtigten
Österreichs sind erst mit Ende der 1990er Jahre oder Anfang 2000 mit
ihren Pensionsansprüchen in Pensionskassen übertragen worden. Sie
sind die Hauptleidtragenden der Zielverfehlung der Pensionskassen,
die von 2000 bis 2007 statt erwarteter Erträge von 7,5 % nur 3,34 %
p. a. zustande brachten. Diese große Gruppe muss mit bereits
eingetretenen Pensionsverlusten gegenüber der Zusage von bis zu 30 %
leben. Die Anwartschaftsberechtigten (derzeit noch fast 90 % der
Pensionsberechtigten) werden die Kürzungen erst bei Pensionsantritt
verspüren. Es ist ein Skandal, dass diese Tatsache vom Fachverband
permanent ignoriert wird.

Die vom Fachverband statt dessen immer wieder genannte Performance
von 6,8% für den Zeitraum von 1991 bis 2007 gilt nur für 1 % der
PK-Berechtigten, nämlich die Leitungsberechtigten ab 1991! Und es ist
nicht eine "Hand voll Verträge" (Zitat Fachverband), also von
Pensionisten, die bereits heute unter der miserablen Performance der
Kassen leiden, die Zahl geht jedenfalls in die 10.000e.

Wenn sich Pensionskassenberechtigte als Ergebnis von
außergerichtlichen Vergleichen Nachzahlungen einzelner Arbeitgeber
auszahlen ließen, haben sie nicht "das Augenmaß verloren" (Zitat
Fachverband). Da die Pensionskassen heuer bis Juli bereits gut 6 %
Verlust erwirtschafteten, war das wohl die einzig mögliche
Entscheidung. Zumal, da 2009 eine hohe Kürzung der Pensionen kaum
vermeidbar sein wird.

Der Fachverband bemüht stets die Langfristigkeit der
Pensionskassenlösung. In den Genuss eines "langfristigen"
Veranlagungshorizonts von 30 Jahren kommt derzeit niemand. Selbst die
Berechtigten der 1. Stunde müssen darauf noch 13 Jahre warten.
Für heute Leistungsberechtigte jedoch ist diese Aussage nur eine
Verhöhnung. Ihre Pension wird jedes Jahr auf Grund der Performance
des Vorjahres neu errechnet und wenn diese Performance unter dem
Rechnungszins liegt, wird die Pension gekürzt.

Wie kann Hr. Janda hier von einem "Wertzuwachs der gesamten
(30-jährigen) Periode" sprechen, wenn die bisherigen
Pensionskürzungen in einem Menschenleben unaufholbar sind. Mit
Schönfärberei kann auf Dauer nicht die Vernichtung von
österreichischem Volksvermögen in ausländischen Veranlagungen
kaschiert werden!

Wie lange wollen im Übrigen die Politiker noch zusehen, dass die
Pensionskassen nicht nur ihren Berechtigten schaden, sondern dass
mit jedem EURO Bruttopension, den eine Pensionskasse vernichtet, dem
Staat ein halber EURO aus Steuern (Lohnsteuer und MwSt.) entgeht -
und das sind schon heute Millionenbeträge mit steigender Tendenz.

Rückfragehinweis:
Für den Schutzverband der Pensionskassenberechtigten / Pekabe
Günter Braun
Pressesprecher
mailto:[email protected]

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