Sportstaatssekretär Lopatka: 10-Punkte Programm für die Zukunft des Sports!

Spitzensport: Perspektivengespräche 2012 bringen Österreich auf Olympia-Kurs - Schulsport: Fehlentwicklungen bei Turnstunden muss gegengesteuert werden

Wien (OTS) - "Mit der sehr gut durchgeführten EURO sowie dem neuen Anti-Doping-Gesetz samt Umsetzung der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA Austria und der größten Bewegungsinitiative für die Kinder und Jugendliche in der 2. Republik ab dem Schuljahr 2008/09 wurden wichtige Schritte für den österreichischen Sport gesetzt", so Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka. Sportpolitisch drücke sich der Erfolg auch durch mehr Geld für den Breiten-, Gesundheits- und Spitzensport aus. Mit seinem 10-Punkte-Programm mit einem Schwerpunkt auf die Olympia-Vorbereitungen 2010 und 2012 und künftige olympische Erfolge sowie im Breiten- und Gesundheitssportbereich gerade für die Jugend will der Sportstaatssekretär bereits jetzt die Weichen für die Zukunft des österreichischen Sports stellen, "die hoffentlich in der nächsten Regierung umgesetzt werden.
"Drei Olympia-Medaillen sind für Österreich genau Durchschnitt. Wir haben mit 30 Top Ten-Platzierungen in Peking allerdings besser als in Athen abgeschnitten. Ziel muss es aber sein, mit 20 Sportarten in London breiter als in Peking vertreten zu sein", so der Sportstaatssekretär. Daher werden mit den Sportverbänden jetzt "Perspektivengespräche" geführt. "Warum sollte Österreich zum Beispiel in Badminton, Ringen, Rudern oder Taekwondo in London nicht dabei sein?" Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 und die Sommerspiele 2012 in London sowie für die Ski-Weltmeisterschaft 2013 will Lopatka den Mitteleinsatz des Bundes einerseits verstärken, andererseits mit den Verbänden verbindliche Vereinbarungen abschließen, die auch ein begleitendes Controlling der Zielvereinbarungen beinhalten. Zur aktuellen Kritik am Schulsport durch den Rechnungshofbericht und eine EU-Studie spricht Lopatka von einer "Fehlentwicklung" im Bereich Schule und Sport, "hier hat die Bildungsministerin Schmied verabsäumt, gegen zu steuern. Seitens des Sports wurde die Bewegungsinitiative "Mehr Bewegung in Kindergärten und Volksschule" auf Schiene gebracht die seitens des Sportstaatssekretariats mit rund 2 Millionen Euro gefördertwird." Das 10-Punkte-Programm des Sportstaatssekretärs: Österreich brauche eine weitere Professionalisierung der Strukturen im Spitzensport, so Lopatka. Die zielorientierte Spitzensportförderung sei weiter auszubauen und sportwissenschaftlichen zu evaluieren. "Es gilt, und dabei gebe es Übereinstimmung mit Bundeskanzler Gusenbauer, "Parallelstrukturen" aufzulösen, eine zentrale Spitzensportförderplattform einzurichten. Mittelfristig wird es auch in Österreich eine große zentrale Sporteinrichtung geben, um analog zu Swiss Olympic oder dem deutschen Olympischen Sportbund die Kräfte für den Spitzen-, Breiten- und Gesundheitssport zu bündeln." Das Berufsbild Trainer und ein Berufssportgesetz solle in nächster Legislaturperiode umgesetzt werden, die sportwissenschaftlichen Institute der Universitäten mit den Organisationen und Verbänden vernetzt werden.
Als weiteren Punkt nannte der Sportstaatssekretär den Breiten- und Gesundheitssport. Hier sollen die Bewegungs-Initiaitiven von "Fit für Österreich" und die Kooperationen des organisierten Sports mit dem "Fonds gesundes Österreich" evaluiert und ausgebaut werden. "Zur Unterstützung der flächendeckenden Umsetzung der Initiative "Mehr Bewegung in Kindergärten und Volksschulen" ist die Bildungsministerin gefordert, die Ausbildung der Bewegungsverantwortlichen gerade bei den Kindergartenpädagoginnen zu verbessern und die Schulen für die Vereinssport-Angebote zu öffnen." Zwei Millionen Euro stünden den neun Bundesländern aus dem Sport-Budget zur Verfügung. "Ich hoffe, das ist ein Ansporn für die Länder, selbst aktiv zu werden." Bei ganztägigen Betreuungsformen solle, so Lopatka, Sport verpflichtend sein. Dafür will er die Kooperation von Schulen und Vereinen fördern. Zentrale Aufgabe der künftigen Bundesregierung sei die konsequente Fortführung des Anti-Doping-Kampfes, die Förderung des Mädchen- und Frauensports sowie die Eingliederung des Behinderten-Gesundheitssports in die Initiative "Fit für Österreich". Darüber hinaus nannte Lopatka die Unterstützung bei der Bewerbung und Durchführung von Großsportveranstaltungen, die Entwicklung eines Challenge 08-Nachfolgeprojekts im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2010 und EURO 2012, den Ausbau des vom Sportstaatssekretariats initiierten "Integrationspreis Sport" durch Förderungen aus dem Sport-Budget und auf europäischer Ebene die Umsetzung des Aktionsplanes "Pierre de Coubertin" für die heimischen Sportverbände und Vereine sowie die Nutzung von EU-Mitteln für den österreichischen Sport.

Abschließend betonte Sportstaatssekretär Lopatka: "Was die Bundesregierung in den letzten Jahren für den Sport geleistet habe, ist keine verlorene Arbeit gewesen. Es sind Projekte eingeleitet worden, auf denen gut aufgebaut werden kann. Ich hoffe, dass der Sport auch in der nächsten Bundesregierung entsprechenden Stellenwert genießen wird."

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