• 27.08.2008, 14:13:26
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Sportstaatssekretär Lopatka: 10-Punkte Programm für die Zukunft des Sports!

Spitzensport: Perspektivengespräche 2012 bringen Österreich auf Olympia-Kurs - Schulsport: Fehlentwicklungen bei Turnstunden muss gegengesteuert werden

Wien (OTS) - "Mit der sehr gut durchgeführten EURO sowie dem neuen
Anti-Doping-Gesetz samt Umsetzung der Nationalen Anti-Doping-Agentur
NADA Austria und der größten Bewegungsinitiative für die Kinder und
Jugendliche in der 2. Republik ab dem Schuljahr 2008/09 wurden
wichtige Schritte für den österreichischen Sport gesetzt", so
Sportstaatssekretär Dr. Reinhold Lopatka. Sportpolitisch drücke sich
der Erfolg auch durch mehr Geld für den Breiten-, Gesundheits- und
Spitzensport aus. Mit seinem 10-Punkte-Programm mit einem Schwerpunkt
auf die Olympia-Vorbereitungen 2010 und 2012 und künftige olympische
Erfolge sowie im Breiten- und Gesundheitssportbereich gerade für die
Jugend will der Sportstaatssekretär bereits jetzt die Weichen für die
Zukunft des österreichischen Sports stellen, "die hoffentlich in der
nächsten Regierung umgesetzt werden.
"Drei Olympia-Medaillen sind für Österreich genau Durchschnitt. Wir
haben mit 30 Top Ten-Platzierungen in Peking allerdings besser als in
Athen abgeschnitten. Ziel muss es aber sein, mit 20 Sportarten in
London breiter als in Peking vertreten zu sein", so der
Sportstaatssekretär. Daher werden mit den Sportverbänden jetzt
"Perspektivengespräche" geführt. "Warum sollte Österreich zum
Beispiel in Badminton, Ringen, Rudern oder Taekwondo in London nicht
dabei sein?" Im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele in
Vancouver 2010 und die Sommerspiele 2012 in London sowie für die
Ski-Weltmeisterschaft 2013 will Lopatka den Mitteleinsatz des Bundes
einerseits verstärken, andererseits mit den Verbänden verbindliche
Vereinbarungen abschließen, die auch ein begleitendes Controlling der
Zielvereinbarungen beinhalten. Zur aktuellen Kritik am Schulsport
durch den Rechnungshofbericht und eine EU-Studie spricht Lopatka von
einer "Fehlentwicklung" im Bereich Schule und Sport, "hier hat die
Bildungsministerin Schmied verabsäumt, gegen zu steuern. Seitens des
Sports wurde die Bewegungsinitiative "Mehr Bewegung in Kindergärten
und Volksschule" auf Schiene gebracht die seitens des
Sportstaatssekretariats mit rund 2 Millionen Euro gefördertwird."
Das 10-Punkte-Programm des Sportstaatssekretärs: Österreich brauche
eine weitere Professionalisierung der Strukturen im Spitzensport, so
Lopatka. Die zielorientierte Spitzensportförderung sei weiter
auszubauen und sportwissenschaftlichen zu evaluieren. "Es gilt, und
dabei gebe es Übereinstimmung mit Bundeskanzler Gusenbauer,
"Parallelstrukturen" aufzulösen, eine zentrale
Spitzensportförderplattform einzurichten. Mittelfristig wird es auch
in Österreich eine große zentrale Sporteinrichtung geben, um analog
zu Swiss Olympic oder dem deutschen Olympischen Sportbund die Kräfte
für den Spitzen-, Breiten- und Gesundheitssport zu bündeln." Das
Berufsbild Trainer und ein Berufssportgesetz solle in nächster
Legislaturperiode umgesetzt werden, die sportwissenschaftlichen
Institute der Universitäten mit den Organisationen und Verbänden
vernetzt werden.
Als weiteren Punkt nannte der Sportstaatssekretär den Breiten- und
Gesundheitssport. Hier sollen die Bewegungs-Initiaitiven von "Fit für
Österreich" und die Kooperationen des organisierten Sports mit dem
"Fonds gesundes Österreich" evaluiert und ausgebaut werden. "Zur
Unterstützung der flächendeckenden Umsetzung der Initiative "Mehr
Bewegung in Kindergärten und Volksschulen" ist die Bildungsministerin
gefordert, die Ausbildung der Bewegungsverantwortlichen gerade bei
den Kindergartenpädagoginnen zu verbessern und die Schulen für die
Vereinssport-Angebote zu öffnen." Zwei Millionen Euro stünden den
neun Bundesländern aus dem Sport-Budget zur Verfügung. "Ich hoffe,
das ist ein Ansporn für die Länder, selbst aktiv zu werden." Bei
ganztägigen Betreuungsformen solle, so Lopatka, Sport verpflichtend
sein. Dafür will er die Kooperation von Schulen und Vereinen fördern.
Zentrale Aufgabe der künftigen Bundesregierung sei die konsequente
Fortführung des Anti-Doping-Kampfes, die Förderung des Mädchen- und
Frauensports sowie die Eingliederung des
Behinderten-Gesundheitssports in die Initiative "Fit für Österreich".
Darüber hinaus nannte Lopatka die Unterstützung bei der Bewerbung und
Durchführung von Großsportveranstaltungen, die Entwicklung eines
Challenge 08-Nachfolgeprojekts im Hinblick auf die Weltmeisterschaft
2010 und EURO 2012, den Ausbau des vom Sportstaatssekretariats
initiierten "Integrationspreis Sport" durch Förderungen aus dem
Sport-Budget und auf europäischer Ebene die Umsetzung des
Aktionsplanes "Pierre de Coubertin" für die heimischen Sportverbände
und Vereine sowie die Nutzung von EU-Mitteln für den österreichischen
Sport.

Abschließend betonte Sportstaatssekretär Lopatka: "Was die
Bundesregierung in den letzten Jahren für den Sport geleistet habe,
ist keine verlorene Arbeit gewesen. Es sind Projekte eingeleitet
worden, auf denen gut aufgebaut werden kann. Ich hoffe, dass der
Sport auch in der nächsten Bundesregierung entsprechenden Stellenwert
genießen wird."

Rückfragehinweis:

Roland Achatz
   Staatssekretariat für Sport
   Tel.: ++43 1 53 115 4036
   Fax: ++43 1 53 115 4065
   Handy: +43/664/6106308
   E-Mail: [email protected]

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