• 19.08.2008, 15:00:00
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Umweltdachverband: Modernisierung des Steuersystems ist Gebot der Stunde!

Ökologisierung der Sozialpartnerschaft, Stärkung der Zivilgesellschaft und steuerliche Absetzbarkeit der Spenden für den Natur-, Umwelt- und Konsumentenschutz gefordert

Wien/Alpbach (OTS) - "Unser Land ist in den letzten Jahren auf dem
Weg zu einer Modernisierung des Steuersystems stecken geblieben. Die
kommende Bundesregierung muss diese Blockade lösen. Nur mit einer
Modernisierung des Steuersystems, können die Weichen für eine
nachhaltige Entwicklung in den Sektoren Energie und Verkehr gestellt
und die Verpflichtungen zum Schutz des Weltklimas eingehalten
werden", sagt Gerhard Heilingbrunner, Präsident des
Umweltdachverbandes anlässlich der heutigen Pressekonferenz von
Erhard Busek und Franz Fischler über neue Ansätze für ein
zukunftsfähiges Steuersystem im Rahmen der Alpbacher Reformgespräche.

Signalwirkung für nachhaltiges, klimabewusstes Wirtschaften

Dass immer noch der Faktor Arbeit so stark und der
Ressourcenverbrauch so niedrig besteuert wird, ist zwar historisch
erklärbar, wird jedoch der heutigen Wirtschaftslage nicht gerecht.
Eine Modernisierung des Steuersystems muss die aufkommensneutral sein
und auf eine stärkere Besteuerung des Verbrauchs nicht nachwachsender
Ressourcen zu Gunsten der Entlastung des Faktors Arbeit abzielen.
"Die Einführung von aufkommensneutralen Ökosteuern in Österreich soll
eine Signalwirkung für ein nachhaltiges, klimabewusstes Wirtschaften
darstellen, sozial ausgewogen gestaltet sein und zur Sicherung des
Wirtschaftsstandortes Österreich beitragen. Wir erwarten uns vor
allem auch eine Stärkung der Zivilgesellschaft und die steuerliche
Absetzbarkeit von Spenden für den Natur-, Umwelt- und
Konsumentenschutz" so Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des
UWD.

Der Umweltdachverband fordert von der künftigen Bundesregierung
verbindliche Umsetzungsschritte mit einem konkretem langfrisigen
Zeit- und Stufenplan zur Modernisierung des Steuersystems in
Österreich. "In diesem Zusammenhang unterstützen wir auch die
Forderung Fischlers über die Einbindung der Zivilgesellschaft und
insbesondere der Umwelt-NGOs in die Steuerreformdiskussion die
Sozialpartnerschaft endlich um die ökologische Komponente zu
erweitern," so UWD Präsident Heilingbrunner.

Rückfragehinweis:

Umweltdachverband - Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident, 
   Tel. 0664/38 18 462.
   Mag. Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer, 
   Tel. 01/40 113, E-Mail: [email protected], 
   http://www.umweltdachverband.at

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