Uni-Zugang: Grünewald appelliert an Hahn, humanitär zu entscheiden

Grüne: Nächste Regierung muss Uni-Zugangsproblematik lösen

Wien (OTS) - "Es kann nicht sein, dass angehende Studierende vom Studium abgehalten werden, nur weil er oder sie bei der Anmeldung auf eine Kopie eines Dokuments vergessen hat", kritisiert Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen und appelliert deshalb an Minister Hahn im Falle der Beschwerde einer angehenden Studentin an der Medizinischen Universität Graz humanitär zu entscheiden. "Buchstabenklauberei und das starre Festhalten an Verordnungen ist in einem solchen Fall absurd", bemerkt Grünewald zu dem Verweis der Medizinischen Universität Graz, in der ausgeschriebenen Test-Verordnung sei klar festgeschrieben, dass das nicht vollständige Übermitteln von Bewerbungsunterlagen zum Ausschluss vom Auswahlverfahren führe.

Grünewald erinnert daran, dass es neben diesem Einzelfall Tausende andere Studierwillige gibt, die aufgrund von knappen Ressourcen, zu wenig Lehrpersonal, nicht vorhandenen Laborplätzen, etc. keine Chance haben ein Studium zu beginnen und erfolgreich abzuschließen. "Dies ist angesichts der im internationalen Vergleich niedrigen AkademikerInnenquote verheerend", kritisiert Grünewald. Der Fall an der Medizinischen Universität Graz verdeutlicht einmal mehr, dass der EMS Test als Auswahlverfahren unfair und widersinnig ist und eine generelle Lösung der Uni-Zugangsproblematik an der Tagesordnung steht. "Dieser Herausforderung muss sich die nächste Regierung stellen", schließt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0006