- 11.08.2008, 14:12:34
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Glawischnig: "13. Familienbeihilfe bringt die nächste Ungerechtigkeit für Junge"
Fahrlässiges ‚Ja’ des SPÖ-Chefs zu einer Mogelpackung gegen den Willen seiner Partei - 13. Familienbeihilfe deckt gerade Inflation
Wien (OTS) - "Die 13. Familienbeihilfe nach dem ÖVP-Modell bringt
bereits wieder die nächste Ungerechtigkeit für junge Paare - und
Faymann will das sogar umsetzen", erklärte die stv. Bundessprecherin
der Grünen, Eva Glawischnig. "Kinder unter 6 Jahren erhalten gar
nichts, just jene Kinder für die junge Eltern die volle Belastung
über die Kindergartenkosten haben. Hier gibt es nur blankes
Unverständnis für diese Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Kindern. Faktum
ist, eine Alleinerzieherin mit zwei unter 6-jährigen Kindern erhält
gar nichts", so Glawischnig. Empörend sei auch, dass dies wieder
einmal eine gut versteckte Mogelpackung ist, denn die Erhöhung durch
eine 13. Familienbeihilfe, deckt nicht einmal die
Inflationsanpassung. "Wenn das alles an Entlastung für Familien sein
soll, dann weiß man, was man von anderen Wahlversprechen halten kann,
nämlich gar nichts."
Glawischnig rechnet vor: Die Familienbeihilfe wurde seit dem Jahr
2000 nicht mehr an die Inflation angepasst. Der Wertverlust beträgt
laut Inflationsrechner der Statistik Austria seither 14,6 Prozent.
Damit müsste der Einstiegssatz für Neugeborene mittlerweile bei
120,79 Euro liegen (statt bei unveränderten 105,4 Euro). Der
Höchstsatz für über 19-Jährige müsste unter Berücksichtigung der
Inflation bei 174,99 Euro liegen. "Das bedeutet, dass die 13.
Familienanpassung nicht einmal den Verlust durch die Inflation
abdeckt."
"Die größten Ausgaben haben Familien bei der Kinderbetreuung,
deswegen braucht es einen Gratiskindergarten", so Glawischnig. "Das
wäre eine massive Entlastung, aber das lehnt die ÖVP offenbar aus
puren ideologischen Gründen ab. Aber die grüne Forderung nach einer
kostenlosen Kinderbetreuung setzt SPÖ und ÖVP offensichtlicht
gewaltig unter Druck. "Mit dem 13. Familienbeihilfenmonat wollen sie
darüber hinwegtäuschen, dass sie eine wirkliche Entlastung ablehnen",
so Glawischnig.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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