Glawischnig: "13. Familienbeihilfe bringt die nächste Ungerechtigkeit für Junge"

Fahrlässiges ‚Ja’ des SPÖ-Chefs zu einer Mogelpackung gegen den Willen seiner Partei - 13. Familienbeihilfe deckt gerade Inflation

Wien (OTS) - "Die 13. Familienbeihilfe nach dem ÖVP-Modell bringt bereits wieder die nächste Ungerechtigkeit für junge Paare - und Faymann will das sogar umsetzen", erklärte die stv. Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. "Kinder unter 6 Jahren erhalten gar nichts, just jene Kinder für die junge Eltern die volle Belastung über die Kindergartenkosten haben. Hier gibt es nur blankes Unverständnis für diese Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Kindern. Faktum ist, eine Alleinerzieherin mit zwei unter 6-jährigen Kindern erhält gar nichts", so Glawischnig. Empörend sei auch, dass dies wieder einmal eine gut versteckte Mogelpackung ist, denn die Erhöhung durch eine 13. Familienbeihilfe, deckt nicht einmal die Inflationsanpassung. "Wenn das alles an Entlastung für Familien sein soll, dann weiß man, was man von anderen Wahlversprechen halten kann, nämlich gar nichts."

Glawischnig rechnet vor: Die Familienbeihilfe wurde seit dem Jahr 2000 nicht mehr an die Inflation angepasst. Der Wertverlust beträgt laut Inflationsrechner der Statistik Austria seither 14,6 Prozent. Damit müsste der Einstiegssatz für Neugeborene mittlerweile bei 120,79 Euro liegen (statt bei unveränderten 105,4 Euro). Der Höchstsatz für über 19-Jährige müsste unter Berücksichtigung der Inflation bei 174,99 Euro liegen. "Das bedeutet, dass die 13. Familienanpassung nicht einmal den Verlust durch die Inflation abdeckt."

"Die größten Ausgaben haben Familien bei der Kinderbetreuung, deswegen braucht es einen Gratiskindergarten", so Glawischnig. "Das wäre eine massive Entlastung, aber das lehnt die ÖVP offenbar aus puren ideologischen Gründen ab. Aber die grüne Forderung nach einer kostenlosen Kinderbetreuung setzt SPÖ und ÖVP offensichtlicht gewaltig unter Druck. "Mit dem 13. Familienbeihilfenmonat wollen sie darüber hinwegtäuschen, dass sie eine wirkliche Entlastung ablehnen", so Glawischnig.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0004