- 11.08.2008, 09:44:42
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Leopold Museum: Jährliche Schwerpunktausstellungen über Secessionskünstler geplant
Internationale Kooperationsabkommen untermauern "Wien 1900"- Kompetenzzentrum

Wien (OTS) - Nach der erfolgreichen Koloman Moser Ausstellung und
der eben eröffneten Neupräsentation der Sammlung Leopold mit
Schwerpunkt "Wien 1900" planen die beiden Museumsdirektoren Rudolf
Leopold und Peter Weinhäupl jährliche Sonderausstellungen zu diesem
Thema. Zunächst sollen die wichtigsten Künstler und Mitbegründer der
Wiener Secession in großen Retrospektiven aus dem Schatten der
Vergangenheit geholt werden.
Secessionsgebäude und K.K. Seebad Grado
Dazu wurden vergangene Woche zwei wichtige Kooperationsabkommen
für Ausstellungen über Joseph Maria Olbrich (2010) sowie Joseph Maria
Auchentaller (2009) unterzeichnet. Olbrich gilt als genialer
Architekt und Designer und hat unter anderem das Wiener
Secessionsgebäude und das Haus für Hermann Bahr errichtet.
Auchentaller war ein Meister des Kunsthandwerks und der
Illustration (für Zeitschriften wie "Jugend" und "Ver Sacrum").
Berühmt wurden seine Jugendstil - Werbeplakte wie beispielsweise für
das k.k. Seebad Grado.
Kooperationspartner für Olbrich wird das Institut Mathildenhöhe in
Darmstadt sein. Darmstadt gilt als zweite Heimat Olbrichs, Großherzog
Ernst Ludwig von Hessen holte Olbrich 1899 von Wien nach Darmstadt
und beauftragte ihn mit dem Bau einer Künstlerkolonie, die heute zu
den bedeutendsten Jugendstilensembles Europas zählt.
Kooperationspartner für Auchentaller sind seine Nachlassverwalter in
Italien. Der bisher unbekannte Nachlass des Secessionisten wurde in
den vergangenen Jahren erstmals wissenschaftlich bearbeitet. "Dabei
ergaben sich interessante Details über die Gründung der Wiener
Secession, die wir dem Publikum präsentieren werden", stellte
Professor Rudolf Leopold fest. "Im Jahr 2011 möchte ich dann auch
noch Josef Hofmann in einer großen Schau zeigen" verrät Leopold.
Leopold Museum als Kompetenzzentrum "Wien 1900"
Im Leopold Museum arbeitet man unterdessen an der Neupräsentation
der größten Schiele-Sammlung der Welt. "Schiele soll als Person noch
stärker präsentiert werden, wir müssen unsere Position als erstes
Haus Wiens zum Thema "Wien 1900" entsprechend untermauern"
kommentiert Peter Weinhäupl die Aufgabe der nächsten Jahre. "Dem
kürzlich im Prestel Verlag erschienenen Egon Schiele - Gedichteband
wird ein aktualisiertes Gemäldeverzeichnis über Schiele folgen. Wir
müssen das umfangreiche Schiele-Wissen Professor Leopolds
entsprechend dokumentieren, sonst geht ein unwiederbringlicher Schatz
für die österreichische Kunstgeschichte verloren" so Weinhäupl
weiter.
Weitere Ausstellungspläne:
Herbst 2008: Der Meister der Neuen Sachlichkeit.
Christian Schad
Frühjahr 2009: Ernst Barlach und die Skulptur des Expressionismus
Sommer 2009: Joseph Maria Auchentaller Herbst 2009: Munch, Ensor,
Kubin. Das unheimliche in der Kunst.Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .
Rückfragehinweis:
Leopold Museum - Privatstiftung
Mag. Tina Achatz, mailto:[email protected]
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