- 30.07.2008, 11:13:47
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Caritas sucht Lebensretterinnen und Lebensretter
Start der Augustsammlung für Menschen in Not in Afrika, Asien und Lateinamerika
Wien, 30. Juli 2008 (OTS) - Während sich zum Sommerschlussverkauf
die SchnäppchenjägerInnen in den Geschäften tummeln, hat diesmal auch
die Caritas ein "Sonderangebot" parat: "Wir möchten den Menschen in
Österreich ein besonderes Angebot der Mitmenschlichkeit machen. Für
nur einen Euro pro Tag können Sie ein Leben retten", sagt
Caritas-Präsident Franz Küberl zum Start der heurigen Augustsammlung.
Der Caritas-Präsident ist soeben von einem Lokalaugenschein in
Äthiopien und Kenia zurückgekommen. Allein in Äthiopien sind derzeit
4,6 Millionen Menschen von Hunger bedroht, am Horn von Afrika sind es
14,6 Millionen. Während in Südäthiopien die Maisfelder aufgrund der
jüngsten Niederschläge bereits grün sind, leiden die Menschen dennoch
enorm unter den dramatischen Folgen der vergangenen Dürren: Die
Reserven sind aufgebraucht, Getreide ist aufgrund der internationalen
Lebensmittelkrise kaum mehr leistbar.
Die Caritas und ihre lokalen Partner helfen in Äthiopien mit
Nothilfe und langfristigen landwirtschaftlichen Projekten. So
erhalten etwa in einer der fünf Getreideausgabestellen der Caritas
Meki im Siraro Woreda, 3200 schwangere und stillende Frauen sowie
ebenso viele Kinder unter 5 Jahren die rettende Lebensmittelhilfe.
"Sie alle sind schwer unterernährt, bis zur nächsten Ernte ist es
noch weit." Der Caritas-Präsident rechnet damit, dass diese
Notversorgung noch bis Anfang November nötig sein wird. Unterernährte
Kinder werden derzeit auch im von der Caritas unterstützten Spital in
Bushulo gewogen und aufgepäppelt.
Angst vor der Dürre in Nordkenia
Auch im benachbarten Kenia bahnt sich derzeit eine Katastrophe an.
Im Norden des Landes versiegen die wenigen Wasserstellen. Dort leben
unter anderem Gabbra-Nomaden. Ihre Lebensgrundlage sind Kamele,
Ziegen und Schafe. Im April hat es in der Region Marsabit zum letzten
Mal geregnet. Auch hier leistet die Caritas oftmals Nothilfe.
19 von der Caritas und ihren Partnern errichtete unterirdische
Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von bis zu 150.000 Litern
sollen die Gabbra-Nomaden und ihre Tiere in der Region Marsabit nun
zumindest bis zum September durchhalten lassen. Danach werden
vermutlich teure Wassertransporte nötig sein, um die Gabbra und ihre
Tiere vor dem Verdursten zu bewahren.
"Unter extremen Lebensbedingungen wie in den Nomadengebieten
Nordkenias gilt: Stirbt das Vieh, stirbt auch der Mensch. Denn die
Tiere sind die einzige Lebensgrundlage der Menschen dort. Und gerade
diese ist nun extrem bedroht", sagt Caritas-Auslandshilfechef
Christoph Petrik-Schweifer. Die Caritas-Partnerorganisation PISP hat
nun vor, nach einem genauen Plan an verschiedenen Stellen dieses
zehntausende Quadratmeter großen Gebiets, eine ganze Reihe von Tanks
und Wasserbohrlöchern zu errichten. Dabei muss natürlich auch
beachtet werden, dass die sensiblen Ökosysteme nicht überbeansprucht
werden und nicht zu viele Menschen und Tiere in einem zu kleinen
Gebiet zusammenkommen.
Auch für diesen lokalen Wasser-Masterplan für die Nomaden in Kenia
sind Spenden dringend nötig. Katastrophenprävention sei neben der
akuten Nothilfe (etwa Lebensmittelverteilungen) und der langfristigen
Auslandshilfe (Mikrokredite, Getreidekooperationen) die dritte
wichtige Säule, betont Petrik-Schweifer.
Die Caritas Auslandshilfe unterstützt mit den Spenden aus der
Augustsammlung in 320 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika
Menschen in konkreten Armutssituationen: Von Ernährungszentren für
Babys im Sudan, über Wasserprojekte in Burkina Faso und Kenia bis hin
zu Landwirtschaftsprogrammen in Äthiopien und
Kinderpatenschaftsprogrammen in Afrika, Asien und Lateinamerika.
Freilich seien auch die reichen Länder gefordert, angesichts der
internationalen Hungerkrise nicht tatenlos zu bleiben, ist Küberl
überzeugt: "Ich appelliere an die künftige Bundesregierung, den
bereits mehrfach fix zugesagten Stufenplan von 0,52 Prozent der
Bruttonationalprodukts bis 2010 und von 0,7 Prozent des BNP bis 2015
umzusetzen. Zudem müssen diese zusätzlichen EZA-Mittel zur Bekämpfung
von Hunger und Armut eingesetzt werden."
30 Euro bedeuten einen Monat Überleben
"Jetzt im August bitte ich aber vor allem die heimische
Bevölkerung um ihre tatkräftige Unterstützung", wendet sich Küberl an
die Menschen in Österreich: "Spenden Sie im August jeden Tag einen
Euro und sichern Sie einem Menschen etwa in Äthiopien oder Kenia
einen Monat lang das Überleben."
Die Caritas-Augustsammlung kommt auch heuer mit geringen
Werbekosten aus. Die Bawag/PSK Gruppe und Western Union unterstützen
als Hauptsponsoren die Augustsammlung, die Katholische Männerbewegung
ist Partner. Die Werbeagentur CCP, Heye hat die Kampagne wieder zum
Selbstkostenpreis erstellt. ORF, private Hörfunk- und Fernsehsender,
Printmedien und die Plakatwirtschaft stellen Gratiswerbung zur
Verfügung. Auch eBay unterstützt die Aktion mit einem Gratis-Platz
auf ebay.at. Danke!
Caritas-Augustsammlung 2008: "Leben retten - nur 1 Euro pro Tag"
Spendenkonto: P.S.K. 7.700 004, BLZ 60 000,
Kennwort: Augustsammlung
Online-Spenden unter: www.caritas.at
Fotos bzw. Sujets zur Caritas-Augustsammlung 2008 zu Ihrer
honorarfreien Verwendung finden Sie auf www.caritas.at
(Mediendatenbank)
Rückfragehinweis:
Caritas Österreich
Mag. Silke Ruprechtsberger
Tel: 01/488 31/417 oder: 0664/82 66 909
[email protected]
www.caritas.at
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