Caritas sucht Lebensretterinnen und Lebensretter

Start der Augustsammlung für Menschen in Not in Afrika, Asien und Lateinamerika

Wien, 30. Juli 2008 (OTS) - Während sich zum Sommerschlussverkauf die SchnäppchenjägerInnen in den Geschäften tummeln, hat diesmal auch die Caritas ein "Sonderangebot" parat: "Wir möchten den Menschen in Österreich ein besonderes Angebot der Mitmenschlichkeit machen. Für nur einen Euro pro Tag können Sie ein Leben retten", sagt Caritas-Präsident Franz Küberl zum Start der heurigen Augustsammlung.

Der Caritas-Präsident ist soeben von einem Lokalaugenschein in Äthiopien und Kenia zurückgekommen. Allein in Äthiopien sind derzeit 4,6 Millionen Menschen von Hunger bedroht, am Horn von Afrika sind es 14,6 Millionen. Während in Südäthiopien die Maisfelder aufgrund der jüngsten Niederschläge bereits grün sind, leiden die Menschen dennoch enorm unter den dramatischen Folgen der vergangenen Dürren: Die Reserven sind aufgebraucht, Getreide ist aufgrund der internationalen Lebensmittelkrise kaum mehr leistbar.

Die Caritas und ihre lokalen Partner helfen in Äthiopien mit Nothilfe und langfristigen landwirtschaftlichen Projekten. So erhalten etwa in einer der fünf Getreideausgabestellen der Caritas Meki im Siraro Woreda, 3200 schwangere und stillende Frauen sowie ebenso viele Kinder unter 5 Jahren die rettende Lebensmittelhilfe. "Sie alle sind schwer unterernährt, bis zur nächsten Ernte ist es noch weit." Der Caritas-Präsident rechnet damit, dass diese Notversorgung noch bis Anfang November nötig sein wird. Unterernährte Kinder werden derzeit auch im von der Caritas unterstützten Spital in Bushulo gewogen und aufgepäppelt.

Angst vor der Dürre in Nordkenia

Auch im benachbarten Kenia bahnt sich derzeit eine Katastrophe an. Im Norden des Landes versiegen die wenigen Wasserstellen. Dort leben unter anderem Gabbra-Nomaden. Ihre Lebensgrundlage sind Kamele, Ziegen und Schafe. Im April hat es in der Region Marsabit zum letzten Mal geregnet. Auch hier leistet die Caritas oftmals Nothilfe.
19 von der Caritas und ihren Partnern errichtete unterirdische Wassertanks mit einem Fassungsvermögen von bis zu 150.000 Litern sollen die Gabbra-Nomaden und ihre Tiere in der Region Marsabit nun zumindest bis zum September durchhalten lassen. Danach werden vermutlich teure Wassertransporte nötig sein, um die Gabbra und ihre Tiere vor dem Verdursten zu bewahren.

"Unter extremen Lebensbedingungen wie in den Nomadengebieten Nordkenias gilt: Stirbt das Vieh, stirbt auch der Mensch. Denn die Tiere sind die einzige Lebensgrundlage der Menschen dort. Und gerade diese ist nun extrem bedroht", sagt Caritas-Auslandshilfechef Christoph Petrik-Schweifer. Die Caritas-Partnerorganisation PISP hat nun vor, nach einem genauen Plan an verschiedenen Stellen dieses zehntausende Quadratmeter großen Gebiets, eine ganze Reihe von Tanks und Wasserbohrlöchern zu errichten. Dabei muss natürlich auch beachtet werden, dass die sensiblen Ökosysteme nicht überbeansprucht werden und nicht zu viele Menschen und Tiere in einem zu kleinen Gebiet zusammenkommen.
Auch für diesen lokalen Wasser-Masterplan für die Nomaden in Kenia sind Spenden dringend nötig. Katastrophenprävention sei neben der akuten Nothilfe (etwa Lebensmittelverteilungen) und der langfristigen Auslandshilfe (Mikrokredite, Getreidekooperationen) die dritte wichtige Säule, betont Petrik-Schweifer.

Die Caritas Auslandshilfe unterstützt mit den Spenden aus der Augustsammlung in 320 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika Menschen in konkreten Armutssituationen: Von Ernährungszentren für Babys im Sudan, über Wasserprojekte in Burkina Faso und Kenia bis hin zu Landwirtschaftsprogrammen in Äthiopien und Kinderpatenschaftsprogrammen in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Freilich seien auch die reichen Länder gefordert, angesichts der internationalen Hungerkrise nicht tatenlos zu bleiben, ist Küberl überzeugt: "Ich appelliere an die künftige Bundesregierung, den bereits mehrfach fix zugesagten Stufenplan von 0,52 Prozent der Bruttonationalprodukts bis 2010 und von 0,7 Prozent des BNP bis 2015 umzusetzen. Zudem müssen diese zusätzlichen EZA-Mittel zur Bekämpfung von Hunger und Armut eingesetzt werden."

30 Euro bedeuten einen Monat Überleben

"Jetzt im August bitte ich aber vor allem die heimische Bevölkerung um ihre tatkräftige Unterstützung", wendet sich Küberl an die Menschen in Österreich: "Spenden Sie im August jeden Tag einen Euro und sichern Sie einem Menschen etwa in Äthiopien oder Kenia einen Monat lang das Überleben."

Die Caritas-Augustsammlung kommt auch heuer mit geringen Werbekosten aus. Die Bawag/PSK Gruppe und Western Union unterstützen als Hauptsponsoren die Augustsammlung, die Katholische Männerbewegung ist Partner. Die Werbeagentur CCP, Heye hat die Kampagne wieder zum Selbstkostenpreis erstellt. ORF, private Hörfunk- und Fernsehsender, Printmedien und die Plakatwirtschaft stellen Gratiswerbung zur Verfügung. Auch eBay unterstützt die Aktion mit einem Gratis-Platz auf ebay.at. Danke!

Caritas-Augustsammlung 2008: "Leben retten - nur 1 Euro pro Tag" Spendenkonto: P.S.K. 7.700 004, BLZ 60 000,
Kennwort: Augustsammlung
Online-Spenden unter: www.caritas.at

Fotos bzw. Sujets zur Caritas-Augustsammlung 2008 zu Ihrer honorarfreien Verwendung finden Sie auf www.caritas.at (Mediendatenbank)

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Mag. Silke Ruprechtsberger
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