• 10.07.2008, 14:59:54
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Talent ist auch in der Technik geschlechtslos

Klement: F&E-Standort Österreich nicht durch Quotenauflagen beeinträchtigen

Wien (OTS) - "Wir brauchen Forschung und Entwicklung in
Österreich, um unsere Zukunft zu sichern. Wir haben keine Unmengen an
Rohstoffen, können nicht auf Massenproduktion setzen und können keine
große Agrarwirtschaft betreiben. Wir brauchen also F&E, um neue
Produkte zu entwickeln, neues Wissen zu fördern und neue
Entwicklungen zustande zubringen. Vor allem vor dem Hintergrund des
weltweiten Konkurrenzkampfs im Hinblick auf das aufstrebende China
und Indien", erklärt FPÖ-NAbg. Karlheinz Klement.

In Bezug auf den Österreichischer Forschungs- und Technologiebericht,
so Klement, sei es etwas verwunderlich, dass sich von vier Kapiteln
eines ausschließlich mit Frauen in F&E beschäftigt. "Da beklagen
sich die Autoren, dass (Originalzitat) 'die derzeit vorherrschende
männliche Forschungskultur Mechanismen der Ausgrenzung gegenüber
Frauen entwickelt' und fordern daher Quoten", so Klement, der dazu
bemerkt, "dass wir in Österreich sicherlich nicht mehr Forschung und
Entwicklung erreichen werden, wenn künstlich herbei gezwungene
Zugangsquoten zum Technologiestudium eingeführt werden". Dies würde
lediglich den Forschern die Kompetenz abstreiten, Personal nach
Qualitätsmerkmalen selektieren zu können und diese Forscher würden
zudem wegen herbei gebeteter Geschlechterdiskriminierung angeklagt.

Klement weiter: "Sie werden es nicht schaffen, die Gesetzte der
Naturwissenschaft an ihre marxistischen Träume anzupassen. Oder
wollen sie uns weismachen, dass das Gesetz von Pythagoras auch nur
anerzogen ist? Dass es ein von herrschsüchtigen Männer erfunden
Machogesetz ist, so wie das Archimedische Prinzip?" Klement sagt,
dass wer in Österreich Technik studieren wolle, das auch heute könne
- egal, ob Frau oder Mann. "Wir haben keine Geschlechter Apartheid an
den Universitäten mit Bänken wo draufsteht 'Nur für Männer'! Wenn
dort weniger Frauen sitzen, dann deshalb, weil sie es nicht wollen."

In der Folge würden den Universitäten und den Betrieben mit solchen
Quotenvorgaben bloß "Gender-Fußfesseln" umgehängt, die zu keinerlei
Verbesserung der F&E führen würden. "Können und Innovation sind immer
der Konkurrenz ausgesetzt. Das ist der Maßstab, das ist die beste
Qualitätssicherung", so Klement. "Quoten und Zugangserleichterungen
sind der völlig falsche Weg", betont Klement abschließend. "Diese
Gender-Forschungs-Politik wird unsere Forschung und Entwicklung
bremsen. Talent hat kein Geschlecht und lässt sich nicht in Quoten
pressen. Deshalb: Begabtenförderung statt Trennung der Geschlechter."

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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