• 26.06.2008, 11:53:43
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Kärnten fährt ab 2009 im Takt

LH Haider, LHStv. Dörfler: Kärnten setzt ab 2009 voll auf den öffentlichen Verkehr - Regelmäßigere und häufigere Verbindungen

Klagenfurt (LPD) - Mehr Züge, dichtere Intervalle, mehr
Sitzplätze. Dass erwartet ab Jänner 2009 Kärntens Pendler dank des
"Kärnten Takt". Ihn stellten heute, Donnerstag, Landeshauptmann Jörg
Haider, Verkehrsreferent LHStv. Gerhard Dörfler und ÖBB-Vorstand
Gabriele Lutter im Rahmen einer Presskonferenz im neuen
Verwaltungsgebäude des Amtes der Kärntner Landesregierung vor.

"Kärnten wird von der euroweiten Fahrplanumstellung im
Schienen-Fernverkehr ab Dezember profitieren und die Umsetzung des
"Kärnten Takt" ab Jänner 2009 ist auch gleichzeitig eine historische
Chance", betonte der Landeshauptmann. Die zusätzlichen 26
Zuggarnituren mit verkürzten Intervallen und die signifikante
Erhöhung der Anzahl an Sitzplätzen um 33 Prozent seien für die
110.000 Kärntner Pendler, davon 50.000 aus dem Zentralraum, wichtig,
betonte Haider. "Sie erhalten mit dem "Kärnten Takt "eine vernünftige
Alternative angesichts der hohen Treibstoffpreise und er hilft ihnen
Kosten sparen." Seitens des Landes wird der Kärnten Takt in den
nächsten Jahren jährlich mit 4,5 Millionen Euro finanziell
unterstützt, gab der Finanzreferent bekannt. Bei der Umstellung
werde es zudem attraktive Angebote an die Pendler seitens des Landes
geben.

Für den Landeshauptmann hat der neue "Kärnten Takt" auch
umweltpolitische Dimensionen. Die Reduktion des Individualverkehrs um
1,57 Millionen Autofahrten pro Jahr bei gleichzeitiger Steigerung der
Fahrgastzahlen um 1,73 Millionen bringe auch eine Reduktion der
jährlichen CO2-Schadstoffbelastung um rund 10.000 Tonnen, weniger
Stau und weniger Lärm. "Kärnten könnte damit eine energiepolitische
Musterregion werden und aus dem Klimafonds bis zu 500 Millionen Euro
lukrieren", sagte der Landeshauptmann. Er forderte die
Verantwortlichen des Klimafonds gleichzeitg auf, das Projekt genau
zu prüfen. Laut Haider und Dörfler soll es eine Zusage von 1,5
Millionen Euro pro Jahr für den "Kärnten Takt" geben. "Wir glauben es
erst, wenn sie überwiesen sind", so beide unisono.

Für Verkehrsreferent Dörfler wird die gesamte Kärntner Wirtschaft
vom "Kärnten Takt" profitieren, und es werde zu einer Aufwertung des
Kärntner Wirtschaftstandortes im Rahmen des europäischen
Verkehrnetzes kommen. Dörfler verwies auch auf das Budget für den
öffentlichen Verkehr. "Es ist von 12,6 Millionen Euro im Jahr 2006
auf 22,4 Millionen im Jahr 2008 gestiegen", sagte er. Weiters verwies
der Verkehrsreferent auf die Kärntner Bahnhofoffensive seit 2003 in
die 114,25 Millionen Euro flossen und auf die Park and Ride-Offensive
des Landes. Mit dem "Kärnten Takt" würde man zudem Arbeitplätze bei
der ÖBB sichern. "Wir fördern nicht die Ölscheichs sondern heimische
Arbeitsplätze", stellte er fest. Der Verkehrsreferent ist sich
sicher, dass Kärnten für das Projekt zu hundert Prozent fit sei. "Wir
haben das bei der EURO mit unserem Verkehrkonzept bewiesen".

Ziel der ÖBB ist eine Trendumkehr vom teuren Individualverkehr hin
zu kostengünstigen und umweltfreundlichen öffentlichen
Verkehrmitteln, sagte Gabriele Lutter. Das neue Naheverkehrkonzept
gehe auf die Wünsche der Kunden ein und sei eine Entlastung für die
Pendler. "Der neue Taktfahrplan wird ab Jänner lesbar und merkbar",
so Lutter. Zwischen Klagenfurt und Villach werden die Züge im 30
Minuten-Takt verkehren, zwischen Friesach und Klagenfurt im 60
Minuten-Takt, ebenso zwischen Lienz-Spittal-Villach.

Weitere wichtige Neuerungen nannte Lutter ebenfalls: Kärnten
erhält 26 neue Nahverkehrgarnituren der Serie "Desiro" und "Talent".
Mit ein Drittel mehr Züge und ein Drittel mehr Sitzplätzen sollen
künftig 1,73 Millionen Fahrgäste transportiert werden und 700.000
mehr Zugkilometer zurückgelegt werden. Als konkretes Beispiel nannte
sie die Strecken Spittal-Villach und Villach-Klagenfurt. Auf erster
werden statt 17 Zügen 21 verkehren, auf zweiter 33 statt bisher 24.
Durch neue Fernzüge wird es auch zu einer Fahrzeitverkürzung kommen.
Villach - Wien erreicht man ab 2009 um 20 Minuten schneller.
Die Entlastung für die Pendler soll sich auch im Geldbörsel
auswirken. Auf der Strecke Villach-Klagenfurt würde man sich beim
derzeitigen Spritpreis von 1,4 Euro pro Liter, 84 Euro pro Monat bei
einer Zugfahrzeit von 21 Minuten ersparen. Auf der Strecke
Spittal-Klagenfurt, bei einer Fahrzeit von 56 Minuten, 226,5 Euro.

Zu dieser Presseaussendung stehen honorarfreie Fotos in
Druckqualität auf www.ktn.gv.at (Slideshow beim entsprechenden
Artikel) zum Download zur Verfügung. Fotohinweis: LPD/Eggenberger
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

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