• 20.06.2008, 11:22:40
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Montecuccoli: Transparenz der Agrargelder zeigt Leistungen der Landwirtschaft und schafft Objektivität

Wien (OTS) - Die im März 2008 vom Europäischen Rat beschlossene
Verordnung zur Offenlegung der Gelder für die Ländliche Entwicklung
wird kommende Woche in Österreich umgesetzt. Neben den Beträgen und
Empfängern werden die Leistungen, die die österreichischen Landwirte
im öffentlichen Interesse erbringen, auf einer von der AMA betreuten
Homepage dargestellt werden. "Die Agrarförderungen sind die Bezahlung
für die umfangreichen Leistungen der Landwirtschaft. Die
Veröffentlichung der Förderungen und Direktzahlungen wird eine
größere Transparenz bei der Verwendung der Mittel bewirken. Dann wird
klar: Jeder Euro, der für die Landwirtschaft aus Brüssel überwiesen
wird, ist ein Euro für Österreich", so Felix Montecuccoli, Präsident
der Land&Forst Betriebe Österreich.

Die heimischen Landwirte erzeugen gesunde Lebensmittel und
garantieren die österreichische Eigenversorgung sowie Unabhängigkeit
von Importen. Österreich ist in der Produktion von qualitativ
hochwertigen und natürlichen Lebensmitteln in Europa schon lange ein
Vorreiter. Darüber hinaus sorgen die Bauern mit ihrer sorgfältigen
und naturnahen Bewirtschaftung und Pflege für eine intakte Umwelt und
eine gepflegte Kulturlandschaft. Die Gemeinsame Agrarpolitik der
Europäischen Union hat dafür konkrete Förderprogramme eingerichtet,
über die die Kosten, die den Betrieben daraus erwachsen, abgeglichen
werden sollen. Diese betrieblichen Einnahmen sind aber nicht
gleichzusetzen mit dem Einkommen des Landwirtes.

Die Agrargelder werden europaweit je nach bewirtschafteter Fläche
ausbezahlt. Dabei werden die unterschiedlichen Betriebsgrößen
berücksichtigt: Betriebe mit über 100 Hektar erhalten für den
gleichen Einsatz sowohl bei der einheitlichen Betriebsprämie als auch
im Umweltprogramm ÖPUL um bis zu 25 Prozent weniger als kleinere
Betriebe. Im Vergleich mit anderen EU-Mitgliedsstaaten wird zudem die
Sondersituation der heimischen Landwirtschaft deutlich: in Österreich
sind die Unterschiede bei den Hektar-Zahlungen zwischen kleineren und
größeren Betrieben am stärksten. Die Relation von ausbezahlter
Fördersumme und landwirtschaftlicher Nutzfläche ist europaweit
betrachtet für die kleineren Betriebe am günstigsten. Das kommt vor
allem Betrieben in benachteiligten Gebieten zu Gute.

"Die Land- und Forstwirtschaft in Europa ist geprägt durch die
Vielfalt an Betriebstypen und Produkten. Nur starke
landwirtschaftliche Betriebe können unsere bäuerliche Kultur sichern.
Dazu brauchen große und kleine Betriebe die Leistungsabgeltung aus
den Agrarfonds der Gemeinsamen Agrarpolitik", betonte Felix
Montecuccoli.

Rückfragehinweis:
Land&Forst Betriebe Österreich, Karin Seifert
Tel. 01/533 02 27-17
mailto:[email protected]

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