Immobilienmarkt hat sich 2007 weiter stabilisiert

Malloth für 2008 nur gedämpft optimistisch - Anhaltender Trend zur Qualität: "Wir merken, dass sich die Spreu vom Weizen trennt"

Wien (PWK451) - Die seit dem Jahr 2005 erkennbare Erholung am heimischen Immobilienmarkt hat sich auch im Vorjahr fortgesetzt. "Der Markt hat sich weiter stabilisiert, extreme Schwankungen sind ausgeblieben", erklärte der Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder in der WKÖ, Thomas Malloth, heute, Montag, in einem Pressegespräch anlässlich der Präsentation des nunmehr in 20. Auflage vorliegenden Immobilienpreisspiegels.

Verlangsamt hat sich der Preisanstieg bei gebrauchten Eigentumswohnungen. Nach 8,6 Prozent im Jahr 2006 lag das Plus im Vorjahr nur noch bei 0,21 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt nun bei 1.660 Euro. Ähnlich ist die Situation bei Neubaueigentumswohnungen, bei denen die Preissteigerungen deutlich geringer ausfielen als im Jahr zuvor (Ausnahme Salzburg). Eingeschliffen haben sich auch die Wohnungsmieten: Das höchste Plus (3,99 Prozent) gab es in Salzburg, den größten Rückgang (minus 7,14 Prozent) im Burgenland.

Moderate Preisentwicklung in Wien

In Wien haben sich die Mieten geringfügig von 7,32 auf 7,34 Euro pro m2 erhöht. Auch die anderen Bereiche zeigen eine nur moderate Preisentwicklung. Eine durchgehende Verteuerung könne aus den Verkaufs- oder Mietpreisen nicht abgeleitet werden. "Die Hauptmieten sind in Wien seit 1994 weitgehend unverändert geblieben. Dieser Bereich ist daher, auch wenn dies gerne anders dargestellt wird, mit Sicherheit kein Preistreiber", betonte der Immobilien-Experte.

Wie Malloth in Hinblick auf die Situation in Wien im einzelnen ausführte, ist es in vielen Bezirken und Marktsegmenten zu deutlichen Preisreduzierungen gekommen. "Und dies ohne gesetzliche Regelungen, nur über die Entwicklung des Marktes. Es zeigt sich, dass der Markt viel schneller reagiert als jede gesetzliche Regelung". Davon ausgenommen ist nur die Innere Stadt, die getrennt zu beurteilen sei, doch selbst hier seien die Steigerungen, insbesondere im Büro-Sektor, zum Stillstand gekommen.

Malloth skizzierte bei einem Blick in die Bundesländer die dortige Situation, die, abgesehen von einigen Ausnahmen, ebenfalls keine besondere Dynamik erkennen lasse. Die Detailinformationen zum Immobilienpreisspiegel können bei Gottfried Rücklinger, Geschäftsführer des Fachverbandes, unter Tel. 01/522 25 92 oder per e-mail an office@wkimmo.at abgefragt werden.

Für 2008 zeigte sich Malloth zurückhaltend: "Die Zeit der rasanten Preisanstiege scheint, einige Ausreißer ausgenommen, vorbei zu sein. Auch die politischen Diskussionen und die Sorge um das Wirtschaftswachstum dürften sich dämpfend auf den Immobilienmarkt auswirken". Festzustellen sei ein anhaltender Trend zur Qualität:
"Wir merken sehr deutlich, dass sich die Spreu vom Weizen trennt". (hp)

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