Untersuchungshaft für TierschützerInnen verlängert!

Der Justizskandal weitet sich aus.

Wien (OTS) - Das Unfassbare ist eingetreten, die Untersuchungshaft wird zumindest für 3 der Tierschützer auf weitere 4 Wochen verlängert.

Schon im Vorfeld des heutigen Haftprüfungstermins kam es zu weiteren Schikanen. So wurden die Akten, die eine weitere Untersuchungshaft begründen sollen, der Verteidigung erst am späteren Nachmittag des Tages vor der Haftprüfung zugestellt. Die Beschuldigten konnten so zu den neuen Akteninhalten keine Stellungnahme mehr abgeben. Auch die Richterin verabschiedete sich kurz vor dem Haftprüfungstermin in den Krankenstand. 10 min Verhandlungszeit sind pro Person anberaumt, in dieser so kurzen Zeit entscheidet eine Ersatzrichterin über das weitere Schicksal der TierschützerInnen

Harald Balluch, Geschäftsführer VGT dazu: "Ich bin aus tiefstem Herzen entsetzt, dass in Österreich Menschen ohne konkretem Tatverdacht und ohne begründeter Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr über Wochen völlig willkürlich weggesperrt werden können. Menschen, die noch nie in ihrem Leben eine Waffe in ihren Händen hielten nun als Terroristen und als Staatsfeinde Nummer eins abzuspempeln ist ein Skandal sondergleichen.
Der Tierschutz feierte Erfolge und wurde der Wirtschaft unangenehm, der unheilvolle Paragraf 278 kommt den Behörden nun sehr entgegen, um Menschen die Gebrauch von ihrer Meinungs- und Demonstrationsfreiheit machen, aus den Weg zu räumen."

Auch die Menschenrechtsorganisation "Amnesty International" kritisiert in einem zweiseitigen Schreiben das Vorgehen der Behörden. Unter diesem link können Sie den Brief lesen:
http://www.vgt.at/presse/news/2008/Bilder/20080605amnestybrief.pdf

Rückfragen & Kontakt:

und Fotos von der heutigen Demo vor dem Bezirksgericht
Wiener Neustadt:
VGT Büro, Email: maria@vgt.at, Tel.: 01-9291498
Harald Balluch, Email: harald.balluch@vgt.at, Tel.: 0664-5085717

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGT0001