Schieder zu FAO-Gipfel: Ergebnisse viel zu dürftig

Hilfe zur Selbsthilfe wäre auch im Interesse der Geberländer gewesen

Wien (SK) - Als "viel zu dürftig" bezeichnet heute der außenpolitische Sprecher der SPÖ, Andreas Schieder, die Ergebnisse des FAO-Gipfels in Rom zur Welternährungssituation. "Der Dimension des Hungers und der Unterernährung auf der Welt wird das Ergebnis leider bei weitem nicht gerecht. Es hätte deutlich weitergehend und konkretere Ergebnisse gebraucht. Auch im Interesse jener Länder, die heute Hilfe leisten sollten, um zur Selbsthilfe in den betroffenen Regionen beizutragen", so Schieder. ****

Die Situation auf den internationalen Märkten habe sich auch in der Nahrungsmittelfrage massiv verschärft. "Die Nachfrage ist gestiegen. Und gleichzeitig mit den Spekulationen im Rohstoffbereich, sorgen auch Spekulationen mit Nahrungsmitteln für eine Explosion der Preise. Getroffen davon werden natürlich jene Menschen, deren Situation an und für sich bereits als prekär bezeichnet werden muss." Angesichts dieser Herausforderung hätte es deutlich konkretere und umfassendere Ergebnisse geben müsse, betonte Schieder.

Ein grundlegendes Problem sei auch, dass gerade in jenen Ländern, die besonders von Hunger und Mangelernährung betroffen sind, die möglichen Anbauflächen sehr mangelhaft ausgeschöpft werden. "Hier hätte es dringend einer Hilfe zur Selbsthilfe bedurft. Und zwar in einem Ausmaß, in dem auch kurzfristig wirkliche Ergebnisse spürbar gewesen wären. Denn klar ist auch: Wenn Menschen in ihrer Heimat keine Perspektive haben, dann werden sie ihr Land verlassen. Eine Besserung der Situation entsteht damit aber nicht - das Problem der hungernden Menschen verschiebt sich nur in ein neues Land." (Schluss) js

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