- 05.06.2008, 12:09:04
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Spotmarkt in Rotterdam ist maßgebend für den Treibstoffpreis
Wenig Gestaltungsspielraum für Mineralölfirmen an den Zapfsäulen
Wien (OTS) - Mineralölwirtschaft stellt klar: Für die Preisfindung
von Normal- und Superbenzin sowie Diesel sind die internationalen
Rohstoffpreise und die Produktnotierungen am europäischen Spotmarkt
in Rotterdam, die die Preise bestimmen, ausschlaggebend. Die Produkte
werden getrennt gehandelt. Angebot und Nachfrage sind dabei relevante
Faktoren für den Produktenpreis.
Am Rotterdamer Produktenmarkt sind Mineralölprodukte wie Heizöl,
Benzin und Diesel zu sofortiger Lieferung erhältlich. Der Handel
basiert auf kurzfristigen Verträgen, daher schwanken die Preise je
nach Angebot und Nachfrage. Mineralölfirmen beziehen ihre
Treibstoffprodukte meist aus langfristigen Beschaffungsverträgen. Der
Vorteil dabei: solche Verträge garantieren sowohl dem Abnehmer, als
auch dem Erzeuger eine gewisse Planbarkeit. Dennoch sichert diese
Methode keinen konstanten Treibstoffpreis, da auch bei solchen
Verträgen nach aktuellen Tagespreisen abgerechnet wird.
"Die derzeit kolportierte Aussage, der Rotterdamer Produktenmarkt
sei nicht ausschlaggebend für den Treibstoffpreis, ist schlicht
unrichtig. Alle Verträge basieren auf den Rotterdamer
Preisnotierungen. Zudem spiegeln die Rotterdamer Notierungen die
Stimmung am Weltmarkt wider. Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen,
wie etwa politische Unruhen in Rohöl-Förderländern, sowie
Währungsschwankungen nehmen Einfluss auf den Treibstoffpreis. Für die
Mineralölfirmen ist bei der Kalkulation der Treibstoffpreise in
Österreich der Rotterdamer Markt daher maßgebend. Wenn die
Rotterdamer Notierungen auf hohem Niveau sind, was gegenwärtig der
Fall ist, spiegelt sich das in den Treibstoffpreisen in ganz Europa
wider, das betrifft auch Österreich", erklärt Dr. Christoph Capek,
Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie (FVMI).
Rund die Hälfte des Treibstoffpreises gehen an den Fiskus
Bei der Preisgestaltung an den Zapfsäulen haben die
Mineralölfirmen nur einen sehr geringen Gestaltungsspielraum. Der bei
Benzin und Diesel gewichtete Anteil an öffentlichen Abgaben (USt.,
MÖSt.) beträgt derzeit 45 %, der an den Staat abgeliefert werden
muss.
Der zweitwichtigste Faktor ist der auf den Produktenbörsen
weltweit vorgegebene Preis für Fertigprodukte, in Europa vorwiegend
der Rotterdamer Markt, wo täglich die aktuelle Angebots- und
Nachfrageentwicklung den Preis für alle Marktteilnehmer bestimmt.
Der Produkt-Faktor macht etwa 46% aus und umfasst unter anderem den
Rohölpreis, der an die Förderländer zu zahlen ist, Transportkosten,
Raffineriemargen und Raffinerieverarbeitungskosten,
Pflichtnotstandsreserve und Lagerkosten.
Die Mitgliedsunternehmen des Fachverbandes der Mineralölindustrie
stehen der Bundeswettbewerbsbehörde jederzeit mit Informationen und
Auskünften zur Verfügung. "Wir stehen einer etwaigen Überprüfung
positiv gegenüber, weil wir darin eine Gelegenheit sehen, jegliche
Mutmaßungen auszuräumen", so Capek.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
Rückfragehinweis:
Pressestelle Fachverband der Mineralölindustrie ikp - Kommunikationsplanung und Öffentlichkeitsarbeit Mag. Maria Wedenig Liechtensteinstraße 12/10, 1090 Wien Tel.: +43 1 5247790-16 Email: [email protected]
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