• 04.06.2008, 10:35:10
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Pirklhuber: Erhöhung der Milch-Erzeugerpreise in Österreich ist machbar

Grüne: Molkereien sollten dem Vorarlberger Beispiel folgen und den Erzeugerpreis um mindestens 2,5 Cent erhöhen

Wien (OTS) - "Statt weiter den Kopf in den Sand zu stecken,
sollten die größten österreichischen Molkereien, die Berglandmilch in
OÖ und die NÖM AG dem Vorarlberger Beispiel folgen und den
Erzeugermilchpreis ebenfalls um 2,5 Cent erhöhen. Denn ein weiterer
Lieferstopp der Bäuerinnen und Bauern wird schlussendlich für die
Milchverarbeitungsbetriebe höhere Kosten verursachen", so der
Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber angesichts
der aktuellen Milchstreik-Lage in Deutschland und Österreich.

Pirklhuber erläutert dies beispielsweise anhand des Jahresabschlusses
der NÖM AG des Jahres 2006. Damals hatte der niederösterreichische
Milchkonzern im Eigentum von Raiffeisen einen Jahresreingewinn von 13
Mio. Euro erwirtschaftet. Eine Erhöhung von 2,5 Cent beim Milchpreis
würde diesen Gewinn in etwa halbieren. Gleichzeitig haben auch die
Endverbraucher-Preise in den letzten zwei Jahren angezogen.

"Was wir brauchen, sind Anti-Dumping-Regelungen im
Lebensmittelbereich", fordert Pirklhuber. Es müssen endlich Signale
gesetzt werden, um die milchproduzierenden Bäuerinnen und Bauern zu
ermutigen, auf ihren Höfen zu bleiben und nicht aufzugeben. Es sei
unverständlich, dass weder der Bauernbund noch Minister Pröll es
bisher der Mühe wert gefunden haben, die VertreterInnen der IG Milch,
die zum Milchstreik in Österreich aufgerufen haben, in Gespräche
einzubinden.

Pirklhuber ladet die IG Milch, Nichtregierungsorganisationen wie
Global 2000 und alle Agrarsprecher der Parteien am Rande der morgigen
Sitzung des Nationalrates zu einer Besprechung ein. "Ich ersuche alle
Fraktionen, Lösungsvorschläge für die Milchviehbetriebe in Österreich
einzubringen. Derzeit haben bereits alle Fraktionen bis auf die ÖVP
zugesagt, an der Besprechung teilzunehmen. Ich appelliere an den
Bauernbund, sich der parlamentarischen Diskussion nicht zu verweigern
und hoffe auf eine baldige Zusage", so Pirklhuber abschließend.

Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]

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