• 03.06.2008, 13:46:07
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AK befragt Pendler/-innen - große Aktion am Mittwoch in Linz

Linz (OTS) - Morgen, am Mittwoch, dem 4. Juni, führt die
oberösterreichische Arbeiterkammer eine groß angelegte Befragung der
Pendler/-innen nach Linz durch. An mehreren Stadteinfahrten werden ab
6 Uhr morgens Fragebögen an die Autofahrer/-innen verteilt. Unter den
Rücksender/-innen werden zwei ÖBB-Vorteilscards, drei Gutscheine für
Tagesausflüge mit den ÖBB, drei Monats- sowie zwei Jahreskarten für
den OÖ Verkehrsverbund verlost.

Mit der Befragung der Berufspendler/-innen verfolgt die AK mehrere
Ziele: Einerseits möchte sie detaillierte Informationen über ihre
Anliegen gewinnen. Je besser die AK über die Bedürfnisse der
Betroffenen Bescheid weiß, desto besser kann sie ihre Interessen
vertreten. Andererseits geht es darum, den öffentlichen Verkehr als
Alternative ins Bewusstsein zu rufen und dessen weiteren Ausbau zu
forcieren. Die Arbeiterkammer wird daher auch erheben, welche
Maßnahmen die Menschen am ehesten zum Umsteigen auf Bus und Bahn
bewegen könnten.

Im Zuge der Aktion wird die AK auch auf ihre Forderungen zugunsten
der Pendlerinnen und Pendler aufmerksam machen: Insbesondere fordert
sie mehr Gerechtigkeit bei der Entschädigung jener
Arbeitnehmer/-innen, die auf der Fahrt zur Arbeit auf das eigene Auto
angewiesen sind. Das Pendlerpauschale soll durch eine
kilometerabhängige Direktzahlung ersetzt werden, die unabhängig von
der Höhe des Einkommens gewährt wird.

Dabei sollen zusätzlich mindestens 500 Millionen Euro an
Österreichs Pendler/-innen fließen. Das entspricht ungefähr deren
Mehrkosten für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz, die sich
alleine aus der Erhöhung der Treibstoffpreise im letzten Jahr ergeben
haben. Die jüngsten sprunghaften Anstiege der Spritpreise machen
diese Forderung noch dringender.

Ein Beispiel aus Oberösterreich: Für Christian R. aus
Schwarzenberg bei Rohrbach bedeuten alleine die gestiegenen
Treibstoffpreise seit Juli 2007 zusätzliche jährliche Fahrtkosten von
mehr als 620 Euro. Da sind die Mehrkosten für Fahrten zum Einkaufen
oder in der Freizeit noch gar nicht eingerechnet.

Mittlerweile kosten die notwendigen Fahrten zwischen Wohnung und
Arbeitsplatz Arbeitnehmer/-innen nicht selten mehr als ein Drittel
ihres Nettoeinkommens. Für Bezieher/-innen kleiner Einkommen ist das
besonders hart.

Um möglichst vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine
realistische Chance auf einen Umstieg zu geben, fordert die AK eine
Qualitätsoffensive für den öffentlichen Personennahverkehr. "Das
würde die Abhängigkeit vieler Menschen vom Auto verringern und wäre
ein wichtiger Impuls für Beschäftigung, Klimaschutz und Wirtschaft",
betont Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Mit den zusätzlichen
Mehrwertsteuereinnahmen durch die Spritpreiserhöhungen und den
Mehreinnahmen bei der Mineralölsteuer seit Juli 2007 (jährlich
insgesamt immerhin fast 730 Millionen Euro) ließe sich ein
großzügiges Investitionsprogramm finanzieren", so der AK-Präsident.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Oberösterreich
   Kommunikation
   Dr. Walter Sturm
   Tel.: (0732) 6906-2192
   mailto:[email protected]
   http://www.arbeiterkammer.com

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