- 02.06.2008, 10:26:36
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Niederwieser: Bachelor soll auch für MTA und Hebammen möglich sein
Bachelor nach zwei Semestern berufsbegleitend ist machbar und bildungspolitisch sinnvoll - Minister Hahn zögert
Wien (SK) - Für die Aufqualifizierung der medizinisch technischen
AssistentInnen und der Hebammen setzt sich SPÖ-Bildungssprecher Erwin
Niederwieser ein. Er habe dies auch zum Thema des
Wissenschaftsausschusses gemacht, so Niederwieser am Montag. "Der
Anstoß kam von den Betroffenen selbst, die bereits einen Großteil der
Studieninhalte des Bachelors in Health Studiums durch ihren Abschluss
absolviert haben und nun wissen wollen, was sie noch studieren
müssen, um diesen Bachelorabschluss zu erhalten. Daher habe ich den
Wissenschaftsminister im Ausschuss dazu befragt. Denn letztendlich
müssen Fachhochschulrat und Ministerium zustimmen, wenn an den
Fachhochschulen für Gesundheitsberufe solche Nachgraduierungen
angeboten werden", so Niederwieser. ****
Niederwieser verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass im
Koalitionsabkommen zwischen SPÖ und ÖVP mehrfach darauf hingewiesen
wird, dass bereits erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse besser als
bisher anzurechnen sind und dass diese Anrechnungen auch auf
nonformal erworbene Fähigkeiten ausgeweitet werden sollen. Es wäre
daher unverständlich, wenn praktisch idente Ausbildungsinhalte und
Studienteile nicht anerkannt würden. Immerhin sei damit zu rechnen,
dass bei einem ausreichenden Angebot an den FH-Studiengängen für
Gesundheitsberufe bis zu 20.000 Personen in zwei bis drei Semestern
berufsbegleitend einen Bachelorabschluss erwerben werden. "Ähnliches
gilt übrigens auch für die bisherigen Lehrerinnen und Lehrer und den
Bachelor der Pädagogischen Hochschulen", so Niederwieser.
"Eigenartigerweise hat Minister Hahn nach Rücksprache mit seinen
Beamten nur sehr ausweichend geantwortet, er müsse sich das erst noch
überlegen und anschauen. Persönlich vermute ich dahinter die
bekannten Standesdünkel einiger konservativer Altakademiker, die sich
nicht vorstellen können, dass auch eine Hebamme einen qualifizierten,
ersten akademischen Abschluss haben könnte", betonte der
SPÖ-Bildungssprecher. "Da ich Minister Hahn aber dezidiert nicht zu
diesen zähle, bin ich sehr optimistisch, dass sich diese Frage rasch
klären lässt", so Niederwieser. "Die InteressentInnen könnten ab
Herbst 2009 mit konkreten Angeboten zur Nachqualifizierung rechnen
und im Juni 2010 ihre Bachelordiplome in Empfang nehmen."
Der SPÖ-Bildungssprecher verweist dazu auch auf die Situation in
Italien und damit auch auf jene Südtirols. "Der Bachelorabschluss in
den Gesundheitsberufen ist dort seit Jahren üblich und hat sich
bewährt", so Niederwieser abschließend. (Schluss) sv/ah
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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