• 02.06.2008, 09:30:45
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Kickl: Pensionsantrittszeitpunkt darf nicht zur Rätselralley

Jüngere brauchen Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit

Wien (OTS) - "Der Pensionsantrittszeitpunkt darf nicht zur
Rätselralley werden. Jeder Mensch braucht Rechtssicherheit und
Planbarkeit, genauso wie eine gewisse Planbarkeit der Beträge, die
man erhält. Das ist ein substanzieller Teil der Lebensplanung der
Menschen", stellt heute FPÖ-Sozialsprecher NAbg. Herbert Kickl fest.
Es dürfe nicht so sein, dass der Mensch de facto von der Regierung im
Windschatten der neoliberalen EU auf seine Einsetzbarkeit bzw.
Nichteinsetzbarkeit am Arbeitsmarkt reduziert werde. Auch nicht, dass
von ihm vollste Flexibilität in allen Bereichen dafür verlangt werde,
dass man im Gegenzug in allen wesentlichen Bereichen wie
Antrittsalter, Pensionshöhe, Pensionsbeiträge etc. im Ungewissen
gelassen werde, so Kickl.

"Die Demographie ist keine Geheimwissenschaft", hält Kickl fest, "und
Entwicklungen sind über sehr weite Zeiträume vorherzusehen.
Allerdings darf man sich damit nicht begnügen, sondern muss auch
steuernd eingreifen. Zwei wichtige Punkte: Erstens: Österreich muss
sich das Ziel setzen, zum kinder- und familienfreundlichsten Land der
Welt zu werden. Dafür muss man den Familien durch eine ganz massive
steuerliche Entlastung aber mehr als die notwendige Luft zum Leben
geben." Kickl fordert des Weiteren eine Entwicklung in Richtung
Mehrkindfamilie. Von der steuerlichen Entlastung der Familien über
eine massive Verbesserung der Anerkennung der Erziehungsarbeit durch
Eltern im Gehalts- und Pensionsbereich bis hin zu den
Betreuungseinrichtungen seien alle Rahmenbedingungen zu schaffen.
"Zweitens muss das Augenmerk darauf gelegt werden, dass der
Ausbildungsweg einer Lehre einen entsprechenden Stellenwert in
unserer Gesellschaft bekommt. Es kann nicht so sein, dass diese
Regierung keinerlei Rezept gegen den Facharbeitermangel findet außer
die Zuwanderung. Genau das passiert aber jetzt", zeigt Kickl auf.

"Die FPÖ lehnt jedes Modell ab, das in Richtung "lebenslang am
Arbeitsmarkt" geht", hält der freiheitliche Sozialsprecher
abschließend fest. "Bei so wesentlichen Fragen, wie die
weitreichenden Anpassungen aufgrund elementarer Veränderung, muss die
Entscheidung bei den Betroffenen selbst liegen und kann nicht von
oben herab verordnet werden."

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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