- 31.05.2008, 09:30:51
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Flemming: Europäische Seniorenunion fordert Umdenken von Wirtschaft und Industrie
Produkte müssen benutzerfreundlich werden
Wien (OTS) - Bei einer Regionalkonferenz der Europäischen
Seniorenunion (ESU) in Wien, bei der Seniorenvertreter aus Bayern,
Deutschland, Griechenland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien,
der Slowakei, Slowenien und Ungarn mit Vertretern aus Politik und
Wirtschaft zusammentrafen, wurde ein Umdenken der Wirtschaft in Bezug
auf benutzerfreundliche Produkte gefordert.
"In Hinblick auf die neue Altersstruktur der Konsumenten fordern
die Delegierten dieser Konferenz generelle Maßnahmen, welche die
Angebote an die Bedürfnisse der Menschen anpassen sollen", fasst Dr.
Marilies Flemming, Vizepräsidentin der Europäischen Seniorenunion und
Europabeauftragte des Österreichischen Seniorenbundes einen der
wichtigsten Bereiche der zweitägigen Konferenz zusammen.
"Wir brauchen größere Schrift bei Etikettierungen, Preisen,
Beipackzetteln, Ablaufdaten von Lebensmitteln, etc. Brauchen weiters
größere Tastaturen und Schriften bei Geräten wie zum Beispiel
Mobiltelefonen, klar formulierte Bedienungsanleitungen und überhaupt
ein größeres Angebot an Produkten die auf die Nutzungsbedingungen der
Senioren bedacht nehmen", nennt Flemming einige praktische Beispiele.
"Besonders an den Handel haben unsere Konferenzteilnehmer sehr klare
Wünsche formuliert", beschreibt Flemming, die als Beispiel die
leichte Erreichbarkeit der Produkte in den Regalen anführt und
außerdem darauf verweist, dass Seniorinnen und Senioren die derzeit
voranschreitende Automatisierung der Supermarktkassen (Kunden müssen
dort ihre Ware selbst scannen) strikt ablehnen.
"In einer Gesellschaft, in der es so viele unter 20jährige wie
über 75jährige gibt, müssen Aspekte der Handhabbarkeit und Sicherheit
Vorrang haben. Barrierefreiheit von Angeboten trägt dabei zu einem
selbständigen Leben im Alter bei", so Flemming, die in diesem
Zusammenhang auf eine Besonderheit aufmerksam macht: "Von
Barrierefreiheit profitieren nicht nur Ältere, sondern alle
Verbraucher. Wer für die Jungend konstruiert schließt die Alten aus,
wer aber für die Alten konstruiert, tut dies für alle Verbraucher
gleichermaßen."
"Ähnliche Konferenzen sollen nun in allen 24 Mitgliedsstaaten der
Europäischen Seniorenunion stattfinden, um ein europaweites Umdenken
in Handel und Industrie zu erreichen", so Flemming abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Tel.: 0650-581-78-82
mailto:[email protected]
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