Präsident der B'nai B'rith gegen 'privaten Freiraum' für antisemitische Äußerungen von politischen Funktionären

Wien (OTS) - Die B'nai B'rith-Österreich begrüßt die vom Präsidenten des ÖGB angekündigten Schritte gegen Univ. Prof. Dr. Sauer wegen seiner antisemitischen Äußerungen im Zusammenhang mit der Kampagne 'Gaza muss leben'. Dazu stellt die B'nai B'rith ergänzend fest, dass die Argumentation Sauers, diese Äußerungen seien nicht im 'dienstlichen Bereich getätigt worden', inakzeptabel sind. Prof. Sauer ist in einer politischen Funktion nicht mehr tragbar, öffentlichen Mandataren darf kein privater Freiraum für antisemitische Äußerungen gegeben werden.

Univ. Prof. Sauer, der stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungspolitik in der SPÖ und Sekretär im Internationalen Referat des ÖGB ist, hatte in einem Schreiben von einem 'schleichenden Völkermord.., den Staatsideologie und Staatspraxis des Judentums an den Palästinensern verursachen' gesprochen.

Neben der B'nai B'rith hatten auch die Israelitische Kultusgemeinde, der Bund sozialdemokratischer Juden und die Jüdische Liberale Reformgemeinde 'Or Chadash' bei Bundeskanzler Gusenbauer und Präsident Hundstorfer protestiert. Von der SPÖ selbst ist noch keine Stellungnahme bekannt.

B'nai B'rith ist die größte internationale jüdische Organisation für Humanität und Menschenrechte und widmet sich insbesondere dem Kampf gegen Antisemitismus aller Schattierungen.

Victor Wagner
Präsident der ZPCL der B'nai B'rith

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