Homophobe Gewalt in der Türkei

Traschkowitsch: Erschreckender Bericht von Human Right Watch

Wien (SK) - "Der gestern veröffentlichte Bericht von Human Right Watch (HRW) über die aktuelle Situation von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen in der Türkei zeigt erschreckende Menschenrechtsverletzungen, sowie den fehlenden Rechtsschutz für die Betroffenen in der Türkei auf. Die Türkei muss hier endlich Farbe bekennen und auch auf diesem Sektor europäische Standards einführen", kritisiert Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität) heute gegenüber dem Pressedienst der SPÖ scharf. ****

Der 123-seitige Bericht trägt den Titel "'We Need a Law for Liberation': Gender, Sexuality, and Human Rights in a Changing Turkey" und dokumentiert die andauernde Gewalt und Misshandlung aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechteridentität. "Sexualität in muslimisch geprägten Ländern ist nach wie vor ein Tabu-Thema. Heterosexuelle türkische Männer beispielsweise reagieren insbesondere auf schwule türkische Landsleute häufig mit Ablehnung. Auch bei den von HRW durchgeführten Befragungen kamen erschreckende Details, wie Schläge, Raubüberfälle, Schikanen durch Polizei und Morddrohungen ans Licht", erläutert Traschkowitsch.

"Wir, die SoHo werden uns daher im Rahmen unseres europäischen Netzwerkes ‚Rainbow Rose’ und mit den europäischen Sozialdemokraten für den Schutz von Lesben, Schwulen und Transgender-Personen in der Türkei einsetzen. Wenn der Türkei eine Mitgliedschaft bei der Europäischen Union wichtig ist und sie auch glaubwürdig sein will, dann sind rasche Antidiskriminierungsmaßnahmen unumgänglich", schloss Traschkowitsch. (Schluss) js/mm

Rückfragehinweis: Dominik Mungenast, dominik.mungenast@spoe.at

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