- 21.05.2008, 09:33:51
- /
- OTS0055 OTW0055
"Integrationspreis Sport 2008" erstmals an fünf Sportintegrationsprojekte verliehen
Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: "Sport als Schlüssel zur Integration"
Wien (OTS) - Erstmal wurden gestern fünf Sportprojekte mit dem
"Integrationspreis für Sport" ausgezeichnet. Sportstaatssekretär Dr.
Reinhold Lopatka zeigte sich im Rahmen der Preisverleihung im "Haus
des Sports" erfreut über die "Quantität und Qualität der
Einsendungen" und über das breite Spektrum der Bewerbungen. Insgesamt
81 Projekte wurden eingereicht, die sich durch eine bunte Vielfalt an
Sportarten, Altersgruppen, Bundesländern und Projektträgern
auszeichneten. Den Hauptpreis erhielt der Integrationssportplatz der
CARITAS im burgenländischen Neudörfl. Anlässlich der Ehrung der
Siegerprojekte sprachen neben Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka
auch Staatssekretärin Christine Marek, der Obmann des Vereins
"Integration durch Sport", Harald Himmer, Beatrix Lewandowski vom
Österreichischen Integrationsfonds, Wirtschaftskammer
Wien-Präsidentin Brigitte Jank und Caritasdirektor Michael Landau.
FM4-Moderator Martin Blumenau führte durch einen Abend mit
afrikanisch-brasilianischer Musik und strahlenden Gewinnern. ***
"Sport kann sehr viel für die Integration von Menschen leisten, schon
alleine durch die non-verbale Kommunikation bei vielen Sportarten.
Hier können Sprachbarrieren leichter überwunden werden. Leider
bleiben diese Leistungen oft im Verborgenen. Mit dem
Integrationspreis wollen wir jene Vereine und Ehrenamtlichen, die mit
ihren Sportprojekten zur Integration von Migrantinnen und Migranten
in Österreich beitragen, vor den Vorhang holen", so Lopatka zu den
Beweggründen für seine Initiative. Christine Marek, Staatssekretärin
im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, gratulierte zur Idee und
Umsetzung des Integrationspreises für Sport. Zur Integrationspolitik
der Bundesregierung merkte sie an, dass die Einrichtung des
Integrationsfonds ein wichtiger Schritt gewesen sei. Es gehe darum,
alle Seiten einzubinden und Österreichweit zu vernetzen. Ziel sei es,
"allen in unserem Land die gleich Chance auf Partizipation zu geben
und zwar in allen Bereichen, von der Bildung bis hin zum
Arbeitsmarkt", so Marek.
Getragen wird der Integrationspreis vom "Verein zur Förderung der
Integration durch Sport". Vereinsobmann Harald Himmer,
Generaldirektor von Alcatel-Lucent Österreich, freute sich über die
Vielzahl an Bewerbungen: "Das zeigt die hohe Relevanz und Aktualität
des Themas auf." Bei den eingereichten Projekten sei deutlich
geworden, "dass Sport eine Grundlage sein kann, um den Dialog
zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern und Vorurteile zu
überwinden", so Himmer. Beatrix Lewandowski vom Österreichischen
Integrationsfonds wies auf die Verbindung hin, die Sport über
kulturelle Grenzen hinweg herstellen könne: "Die Gesetze der Fairness
gelten für alle Sportlerinnen und Sportler gleichermaßen, unabhängig
von ihrer Herkunft".
Die Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien Brigitte Jank betonte, wie
wichtig es ist, gerade die Jugend über den Sport zu erreichen: "Sport
hat für viele Jugendliche einen wichtigen Platz im Leben. Hier kann
man ihnen ein Rüstzeug für ihr späteres Leben mitgeben. Sportliche
Aktivitäten bieten jungen Menschen die Möglichkeit, Gemeinschaft zu
erleben und die Wertschätzung anderer zu erreichen."
Aus dem Wettbewerb um den Integrationspreis ging der
Integrationssportplatz der CARITAS im burgenländischen Neudörfl als
Gewinner hervor. Ziel des Projekts: Die Integration der Bewohnerinnen
und Bewohner eines Flüchtlingshauses in die sozialen Strukturen der
Marktgemeinde und die Einbindung der gesamten Dorfbevölkerung. Martin
Strecha sprach stellvertretend für alle am Erfolg des Projekts
Beteiligten: "Wir sind als Flüchtlingshaus in der glücklichen
Situation, dass wir von der Gemeinde, dem Bezirk Mattersburg und dem
AMS große Unterstützung erhalten. Der Preis ist für uns eine wichtige
Anerkennung für unseren gemeinsamen Einsatz. Das Preisgeld macht es
möglich, das Projekt fortzuführen."
Neben dem Hauptpreis von 5.000 Euro (Erste Bank) wurden vier weitere
Projekte mit einem Preisgeld von 3.000 Euro (OMV, Samsung, Coca-Cola,
Industriellenvereinigung) ausgezeichnet. Dank der Unterstützung von
Sponsoren konnten somit ein Projekt des ASV Wien für Zuwandererkinder
("Ein echter Wiener geht nicht unter"), eine Aktion des Vereins
"Junge Musliminnen in Österreich" ("Muslimische Frauen beim
Frauenlauf"), ein Schulprojekt der HTL Wien 10 ("Integration ist
Selbstverständlichkeit") und die Initiative "FairPlay & Integration"
des ATSV Lenzing in Oberösterreich geehrt werden.
Die Schlussworte der Preisverleihung sprach Michael Landau,
Caritasdirektor der Erzdiözese Wien. Er freue sich, dass
Sportstaatssekretär Lopatka die Initiative gestartet habe und diese
auch im nächsten Jahr weiterführen werde: "Es ist wichtig, dass der
Integrationspreis für Sport keine Eintagsfliege bleiben wird. Das
große Potenzial, das im Sport liegt, muss genutzt werden. Hier können
Menschen ihre Begabungen einbringen. So wie insgesamt unser Land nur
davon profitieren kann, wenn Menschen die nach Österreich kommen,
ihre jeweiligen Talente in unserer Gesellschaft einbringen können."
Integration müsse miteinander gelebt werden, nur so könne sie
funktionieren, schloss des Caritasdirektor.
Rückfragehinweis:
Roland Achatz Staatssekretariat für Sport Tel.: ++43 1 53 115 4036 Fax: ++43 1 53 115 4065 Handy: +43/664/6106308 E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






