Vizekanzler Molterer: "Ukraine hat wichtigen Transformationsprozess hinter sich"

Molterer bot ukrainischem Vizepremierminister Nemyrja auch Erfahrungsaustausch für EURO 2012 an

Wien (OTS) - Zum Abschluss seines Arbeitsbesuches in der Ukraine
ist Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer gestern Abend mit dem ukrainischen Vizepremier Hryhorij Nemyrja zusammengetroffen. Nach dem Arbeitsgespräch betonte Molterer die Bedeutung der europäischen Orientierung der Ukraine. "Die Ukraine hat in den vergangenen Jahren einen wichtigen Transformationsprozess hinter sich. Die europäische Orientierung ist der richtige Weg. Daher unterstützten wir auch die derzeitigen Verhandlungen mit der EU zu einem Nachfolge-Abkommen zum derzeit noch gültigen Partnerschafts- und Kooperationsabkommen - mit dem Ziel einer vertieften Freihandelszone."

Vizepremier Nemyrja betonte den konsequenten Modernisierungsweg der ukrainischen Regierung und sagte, man wolle auch weiterhin ein attraktiver Investitionsstandort sein. Molterer unterstrich die guten bilateralen Beziehungen mit der Ukraine. Österreich sei einer der vier wichtigsten Investoren in der Ukraine, im vergangenen Jahr seien die österreichischen Exporte um 13% auf Euro 740 Millionen gestiegen. "Viele österreichische Unternehmen sind schon in der Ukraine tätig. Wichtig für sie sind die weitere Stärkung von Rechtssicherheit und die Förderung einer effizienten öffentlichen Verwaltung. Dazu gehört vor allem auch der Kampf gegen Misswirtschaft und Korruption", so der Vizekanzler.

Molterer sprach auch bei seiner Rede im Rahmen der EBRD-Jahrestagung, an der er als Gouverneur für Österreich gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko und Premierministerin Julia Tymoschenko teilnahm, auch über die wichtige Bedeutung der EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) für die Ukraine. "Die Ukraine ist ein wichtiger Stabilisierungsfaktor in der Region. Die EBRD ist untrennbar mit der positiven Entwicklung des Landes verbunden. Österreich wird als starker Partner der EBRD diesen Kurs weiter unterstützen", so der Vizekanzler, der der Ukraine auch einen Erfahrungsaustausch nach der EURO 2008 anbot. "So wie die Fußball-Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz heuer grenzüberschreitend organisiert werden, wird auch die nächste EURO 2012 in der Ukraine und Polen in zwei Ländern stattfinden. Daher werden wir nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung auch das gewonnene Know-how unseren ukrainischen Partnern anbieten", schloss Molterer, der auch mit dem Finanzminister der Ukraine, Victor Pynsenyk zusammentraf. Dabei standen österreichische Investitionen in der Ukraine sowie eine engere Kooperation zwischen Finanzverwaltungen im Mittelpunkt der Gespräche.

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