- 20.05.2008, 11:23:18
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Vizekanzler Molterer: "Ukraine hat wichtigen Transformationsprozess hinter sich"
Molterer bot ukrainischem Vizepremierminister Nemyrja auch Erfahrungsaustausch für EURO 2012 an

Wien (OTS) - Zum Abschluss seines Arbeitsbesuches in der Ukraine
ist Vizekanzler Finanzminister Wilhelm Molterer gestern Abend mit dem
ukrainischen Vizepremier Hryhorij Nemyrja zusammengetroffen. Nach dem
Arbeitsgespräch betonte Molterer die Bedeutung der europäischen
Orientierung der Ukraine. "Die Ukraine hat in den vergangenen Jahren
einen wichtigen Transformationsprozess hinter sich. Die europäische
Orientierung ist der richtige Weg. Daher unterstützten wir auch die
derzeitigen Verhandlungen mit der EU zu einem Nachfolge-Abkommen zum
derzeit noch gültigen Partnerschafts- und Kooperationsabkommen - mit
dem Ziel einer vertieften Freihandelszone."
Vizepremier Nemyrja betonte den konsequenten Modernisierungsweg der
ukrainischen Regierung und sagte, man wolle auch weiterhin ein
attraktiver Investitionsstandort sein. Molterer unterstrich die
guten bilateralen Beziehungen mit der Ukraine. Österreich sei einer
der vier wichtigsten Investoren in der Ukraine, im vergangenen Jahr
seien die österreichischen Exporte um 13% auf Euro 740 Millionen
gestiegen. "Viele österreichische Unternehmen sind schon in der
Ukraine tätig. Wichtig für sie sind die weitere Stärkung von
Rechtssicherheit und die Förderung einer effizienten öffentlichen
Verwaltung. Dazu gehört vor allem auch der Kampf gegen Misswirtschaft
und Korruption", so der Vizekanzler.
Molterer sprach auch bei seiner Rede im Rahmen der EBRD-Jahrestagung,
an der er als Gouverneur für Österreich gemeinsam mit dem
ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko und Premierministerin
Julia Tymoschenko teilnahm, auch über die wichtige Bedeutung der
EBRD (Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung) für die
Ukraine. "Die Ukraine ist ein wichtiger Stabilisierungsfaktor in der
Region. Die EBRD ist untrennbar mit der positiven Entwicklung des
Landes verbunden. Österreich wird als starker Partner der EBRD diesen
Kurs weiter unterstützen", so der Vizekanzler, der der Ukraine auch
einen Erfahrungsaustausch nach der EURO 2008 anbot. "So wie die
Fußball-Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz heuer
grenzüberschreitend organisiert werden, wird auch die nächste EURO
2012 in der Ukraine und Polen in zwei Ländern stattfinden. Daher
werden wir nach dem erfolgreichen Abschluss der Veranstaltung auch
das gewonnene Know-how unseren ukrainischen Partnern anbieten",
schloss Molterer, der auch mit dem Finanzminister der Ukraine, Victor
Pynsenyk zusammentraf. Dabei standen österreichische Investitionen in
der Ukraine sowie eine engere Kooperation zwischen Finanzverwaltungen
im Mittelpunkt der Gespräche.
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